DIW findet Klage zum baldigen Ingenieurmangel überzogen: Fachkräftemangel – eine Statistik-Fata-Morgana des VDI? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

DIW findet Klage zum baldigen Ingenieurmangel überzogen: Fachkräftemangel – eine Statistik-Fata-Morgana des VDI?



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Vor kurzem habe ich hier im Blog auf die Aktion deutscher Ingenieure gegen ihren eigenen Verband, den VDI, hingewiesen – und darauf, dass die Zahlen über einen zukünftigen Fachkräftemangel, die der VDI seit Jahren propagiert, widerlegbar seien. Das erhärtet sich nun durch eine neue Veröffentlichung des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).


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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht B E R U F E B I L D E… Profil

Zahlen des VDI: Nicht nachvollziehbar und überzogen

Noch vor vor einigen Wochen behauptete Willi Fuchs, Direktor des VDI, im SPIEGEL-ONLINE-Interview, das Durchschnittsalter der Ingenieure betrage 50 bis 51 Jahre; deshalb stehe eine Verrentungswelle und somit großer Ersatzbedarf an. Zudem hatte der Verein Kritik an seinen Zahlen energisch zurückgewiesen.

Nun veröffentlichte Dr. Karl Brenke,  Arbeitsmarkt- und Konjunkturexperte am DIW, der bereits Ende 2010 für Aufsehen gesorgt hatte, neue Zahlen in denen er die Argumente des VDI genauer unter die Lupe nahm – und widerlegte. Die Zahlen des VDI kann Brenke nicht nachvollziehen und hält sie für überzogen.

In aktuellen Wochenbericht des DIW und in einem Artikel auf Spiegel Online erklärt er, dass sich der Alarmisums des VDI zum einen auf die offenen Ingenieurstellen bei der Bundesagentur für Arbeit und andererseits auf die Altersstruktur der Ingenieure bezieht.

Wie kommt der VDI auf seine Zahlen?

In ihrem gut recherchierten Beitrag auf ZEIT ONLINE erklärt Redakteurin Tina Groll, wie der VDI auf die Fachkräftelücke kommt – eine Berechnung die Brenke für nicht seriös hält:

„Der Verein stützt sich bei seiner Berechnung auf eine Umfrage aus dem Jahr 2009. Demnach wird lediglich jede siebte Ingenieursstelle bei der Bundesagentur gemeldet. Deshalb multipliziert der Verein diese Zahl mit dem Faktor Sieben. Dieser Zahl wird dann die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure gegenübergestellt – derzeit sind das 18.882 Personen. So kommt der VDI auf die Lücke von 87.000 Fachkräften.“

Durschnittsalter ist jünger als der VDI angibt

Und wie sieht es mit der Altersstruktur aus? Laut Mikrozensus waren 2008 in Deutschland rund 750000 Ingenieure tätig. Ihr Durchschnittsalter lag bei 43,3 Jahren. Weniger als ein Drittel von ihnen war 50 Jahre und älter.

„Obwohl Ingenieure durch ihre lange Ausbildungsdauer vergleichsweise spät in den Arbeitsmarkt eintreten, liegt der Altersdurchschnitt nicht höher als bei anderen akademischen Berufen“, so DIW-Experte Brenke.

Baldige Verrentungswelle? Fehlanzeige!

Da es in den letzten Jahren keine radikalen politischen Maßnahmen oder Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure gegeben habe, geht Brenke davon aus, dass sich die Altersstruktur der Ingenieure allenfalls geringfügig verschoben haben kann.

„Ich halte es nicht für realistisch, dass von 2008 bis heute das Durchschnittsalter um sieben Jahre auf 50 bis 51 Jahre gestiegen ist“, so Brenke.

Dies wird auch durch die aktuelle Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit von Juni 2011 gestützt.

Ersatzbedarf von höchstens 20 000 Ingenieuren

„Ein jährlicher Bedarf von 40000 Ingenieuren – allein um die Ruheständler zu ersetzen – ist aus den vorliegenden Zahlen nicht realistisch abzuleiten“, so Brenke, „denn dann müssten alle erwerbstätigen Ingenieure, die heute 50 Jahre und älter sind, innerhalb von 5 ½ Jahren in den Ruhestand wechseln.“

Das DIW Berlin geht von einem etwa halb so großen Ersatzbedarf an Ingenieuren für die kommenden Jahre aus. „Wenn man fair rechnet, kommt man auf ungefähr 20000 Personen, die jedes Jahr aus Altersgründen ausscheiden“, sagt Brenke.

Künftiger Bedarf lässt sich durch Uniabsolventen decken

Aufgrund des Aufschwungs nach der Finanzkrise ist die Zahl der Ingenieure insgesamt gestiegen – bei den Sozialversicherungspflichtigen zwischen 2008 und 2011 um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr. „Diese Zuwachsrate ist zwar nicht gering, aber auch nicht viel höher als beim Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten“, sagt Brenke. Dort lag sie bei 1,1 Prozent.

„In den letzten Jahren hat es einen regelrechten Run auf ingenieurwissenschaftliche Studienplätze gegeben“, so der DIW-Arbeitsmarktexperte. So haben 2010 rund 50000 Studenten ihr Studium in einem industrienahen Ingenieurstudiengang absolviert. „Allein die Absolventen, die gegenwärtig aus den Unis kommen, können den Gesamtbedarf an Ingenieuren decken.“

Falsche Zahlen als Problem für Berufseinsteiger

Brenke plädiert daher für eine realistischere Betrachtung des Ingenieurbedarfs im laufenden Jahrzehnt. „Der Berufseinstieg kann für junge Ingenieure zunehmend schwierig werden, wenn es eine Absolventenschwemme gibt.“

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Ach liebe Leute, aus dem VDI austreten. Es ist mittlerweile egal was für ein Ing. ob Maschinenbau, E-Technik, Wirtschaftsing. oder Putzfrauening. egal. Es gibt am Arbeitsmarkt von allem viel zu viel. Wählt die Linke, garantiert Lobbyistenfrei. Beim VDI werden so dermaßen die jungen Leute verarscht, das ist kaum zu glauben. Nehmt doch mal Kontakt zu „Hart aber Fair“ auf die sollen mal zu dem allgemeinen Fachkräftemangel ne Sendung machen und damit die öffentlichkeit aufklären. Nochmal: es fehlen laut Medien Ing. aller Art, Ärzte, Informatiker, Pflegekräfte, Facharbeiter und sogar jetzt Handwerker. Also es betrifft nicht alleine die Ing. Den einzigsten Fachkräftemangel den Deutschland hat, sind ehrliche Politiker, die im Sinne der Deutschen Bevölkerung (mehrheitlich AN) Politik gestalten und nicht wie CDU/FDP komplett von Lobbyisten unterwandert sind. Lobbyarbeit ist nichts anderes als Bestechung und Korruption von politischen Entscheidungsträgern, die damit Krieg gegen das eigene Volk führen.

  2. Simone Janson

    Hallo Lisa, danke für den Hinweis und den interessanten Link. Das Thema wurde ja bei uns im Blog rauf & runter diskutiert und sogar eine eigene Inititative gegründet – hier der komplette Überblick:

  3. Pingback: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung kritisiert Blue-Card-Pläne: Lohndumping statt Fachkräftemangel? | Berufebilder by Simone Janson

  4. Simone Janson

    @MINT_Zukunft das DIW hält die Angaben des VDI ja eher für eine Statistik-Fata Morgana – was meint Ihr dazu?

  5. Irgendjemand

    Als Gegenmaßnahme könnte man andere Maengel erfinden: den Politiker- und den Unternehmermangel.

  6. Geschädigter

    Zugegeben nichts neues, aber Spiegel berichtet mal wieder – ping und pong je nachdem ob die Arbeitgeber oder Arbeitnehmerfreundliche Seite den Artikel schreibt – über den erlogenen Fachkräftemangel.

    Und wieder einmal unterlegt mit Juxzahlen, sowohl was Angebot & Nachfrage an Ingenieuren als auch was den angeblichen Schaden für die arme deutsche Volkswirtschaft betrifft.

    Eigentlich wollte ich Kraftausdrücke gegen Herrn Fuchs verwenden, worauf ich aber mit Rücksicht auf Simones Blog verzichte.

    Meinen üblicher Hinweis auf Ingenieurdienstleister und Auslagerung von Ingenieuren aus Unternehmen in Billigdienstleister spare ich mir (ein bisschen)…

    • Ich habe gehört, die Situation für Ingenieure soll sich deutlich verbessern, wenn man anonym in Internet-Foren und Blogs herumjammert.

      😉

      • Simone Janson

        Tja, Geschädigter ist ja leider nicht beim VDI, so dass er an der Aktion „Wir sind VDI“ nicht teilnehmen kann. Dort fehlen tatsächlich noch die 100 Ingenieure, die zu einer medienwirksamen Aktion bereit sind.
        Ich hatte eigentlich gedacht, das wäre ein Klacks, so aufgebracht wie alle sind. Aber es ist wohl, wie Marco andeudet: Im Internet rumzumeckern ist einfacher!
        Schade!

        • wir-sind-vdiweb.de

          Es stimmt zwar, dass wir vor allem VDI-Mitglieder brauchen, aber auch alle anderen, die den Fachkräftemangel bezweifeln, sind eine große Hilfe:

          Indem sie *wir-sind-vdi* verbreiten…weitererzählen.. verlinken….mailen etc

          Früher oder später wird die Botschaft auf immer mehr VDI-Mitglieder stoßen und wachrütteln.

          Jeder Interessierte kann sich unter *wir-sind-vdi@web.de* in den (anonymen) Verteiler aufnehmen lassen.

      • Natuerlich, aber per google findet man diese Seiten und erhaelt schonmal eine Gegendarstellung. Das ist m.E. ein Anfang.

        • Anonymous

          Danke, das freut mich. Je mehr Kommentare und Inhalte, desto besseres Ranking auf Google.
          Simone

  7. Wir-sind-VDI

    Hallo zusammen,

    wohin uns die Reise mit wir-sind-vdi führen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht absehbar – aber ALLES hat mal klein angefangen, auch der VDI.

    Unser erstes Ziel ist eine Mitgliederbefragung des VDI zum Thema Fachkräftemangel zu erwirken, für die der VDI bislang so wörtlich „keine Veranlassung“ sieht.
    Also müssen wir ein klein wenig Druck aufbauen, und das wiederum geht nur mit möglichst vielen Mitstreitern.

    Sich nicht zu engagieren, nur weil der Masterplan unserer Initiative für die nächsten 5 Jahre noch nicht feststeht, hilft nicht weiter. Kommt Zeit kommt Rat !

    Nur Anfangen und Mitmachen hilft: *wir-sind-vdi@web.de*

    • just gestern kam im „Heute Journal“ ein Bericht über die „Blue-Card“ und dass in diesem Zusammenhang die Einkommensgrenzen nach unten korrigiert wurden. Wenn ich mich recht erinnere von ca. 44k€ auf 34k€. Dies gilt scheinbar speziell für die MINT-Fachrichtungen (Mathe – Information – Technik), die typischen Naturwissenschaften halt.
      Zu meinem zusätzlichen Verdruß hat natürlich ein Sprecher von Scheffler gesprochen (größter Wettbewerber meines Arbeitgebers).
      Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man sich ggf. beim Job-Wechsel mit `nem Wettbewerber messen lassen muß, der ca. 20%, 30% oder 40% weniger fordert. Super Aussicht.

      Der Bericht sollte sich in der Mediathek des ZDF wieder finden lassen (Heute Journal vom 28.03.2012)

      • Geschädigter

        Tatsächlich glaube ich, dass Ausländer nicht dumm genug sind sich hier in Deutschland in diesem Beruf so ausbeuten zu lassen, wir deutschen machen das eher mit. Bevor man sich im Ingenieurberuf zerreiben lässt kann man auch in Griechenland Oliven anbauen.
        Der Ingenieurberuf ist auch ohne die Blue-Card und den einhergehenden die massiven Gehaltssenkung tot. Ich behaupte die deutsche Industrie möchte in Deutschland überhaupt keine Ingenieure mehr bezahlen. Dort wird nur ein Vorwand benötigt, Jobs zu MASSIV niedrigen Gehältern zu verlagern.

        • Anonymous

          Das allerdings glaube ich auch – zumal es Studien gibt, nach denen Deutschland für qualifizierte Fachkräfte nicht gerade das beliebteste Land ist.

        • Hallo, Auslaender wissen meist nicht, was sie hier verlangen koennen und geben sich mit im Ausland ueblichen Gehaeltern zufrieden, sie bewerben sich nicht, sie betteln um Arbeit. Sie kommen teilweise zwar angelockt von dem was sie ueber Gehaelter hoeren, aber ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen ist das Verhandeln was das Gehalt angeht schwierig (staerkt nunmal den Arbeitgeber). Selbst schlechte Arbeitsbedingungen sind fuer Suedeuropaeer rosig, sie verstehen nicht, warum Deutsche sich beschweren, bis es zu spaet ist. Nichts gegen Einwanderung, diese aber bitte nicht ohne Transparenz und Arbeitnehmergleichbehandlung. Kein Locken und Koedern, sondern Aufklaeren.

    • Anonymous

      Glückwunsch, weiter so!

  8. Wir-sind-VDI

    Gestern war ich auf der Jahresmitgliederversammlung des VDI-Bezirks Westfalen und habe dort unser Anliegen kurz geäussert und ein Info-Blatt (s. Anhang !) verteilen dürfen, wo unsere Haupt-Argumente nochmal kurz und knackig zusammengefasst sind.
    Es herrschte eine faire und offene Atmosphäre, wenngleich einige Anwesende erstmal verdauen mussten, dass das, was Ihnen jahrelang vom VDI eingetrichtert wurde, so vielleicht gar nicht stimmt – verständlich.
    Mir wurde zugesagt, unser Anliegen im Landesverband NRW vorzutragen – mal sehen ob was passiert. Falls nicht, war das trotzdem eine gute Gelegenheit um weitere Mitstreiter zu gewinnen.
    Ich bin also keineswegs mit Tomaten beworfen worden 🙂

    Nun meine Frage/Bitte an Euch:

    Falls die Jahresmitgliederversammlung *Eures* lokalen VDI-Bezirksvereins noch nicht stattgefunden hat: Wer kann hingehen und das Info-Blatt dort ebenfalls aushändigen ?
    Alles ganz easy: Ausdrucken, unterschreiben (wer möchte), 50x kopieren, hingehen und verteilen bzw. als Papierstapel durch die Reihen gehen lassen.
    Wer anonym bleiben möchte, geht einfach hin und verteilt die Blätter einfach vor dem Eingang / Ausgang.

    Die Termine könnt Ihr hier erfahren: http://www.vdi.de/43465.0.html

    Danke!

  9. Geschädigter

    Der Vollständigkeit halber: heute hat es unsere FDP/CDU-Lobby-Regierung geschafft, den Ingenieurberuf endgültig zu beerdigen, auf eine Art und weise wie ich es NIE für möglich gehalten hätte:

    das sowieso erstunken und erlogene Einkommensminimum für ausländische „Fachkräfte“ von 66k€ wurde für „Mangelberufe“ gesenkt, auf 45k€. Aber jetzt kommts. Für „schwere“ „Mangelberufe“ wie Ingenieure wurde die Grenze auf 34k€ gesenkt. Na Mahlzeit!

    Zur Erinnerung: die 66k€ waren inkl. Arbeitgeberanteile, d. h. entsprachen sowieso ca. 45k€ realem Gehalt eines Ingenieurs, was immer noch mies aber erträglich ist.

    Wer mir erklären kann warum man Fachkräfte in Mangelberufe mit WENIGER Geld locken will, der bekommt von mir einen Keks. Die Frage ist ERNST gemeint!

  10. Geschädigter

    @Simone
    Ich beschäftige mich nun seit fast 15 Jahren mit dem Ingenieur-Thema. Ich habe wie schon erwähnt immer noch mit jungen Ingenieuren, Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden zu tun. Ich lasse NIE einen Zweifel an meiner Meinung zum Ingenieurberuf.
    In der Schule wollten Sie mich nicht, O-Ton: „auch wenn das stimmt, wir wollen die jungen Leute motivieren“…
    Die Industrie möchte die Wahrheit nicht verbreitet sehen und die jungen Leute wollen das glauben was sie glauben wollen. Wie Übrigens auch die meisten „alten“ Ingenieure, wer hört schon gerne dass er nichts wert ist, selbst wenn er es am eigenen Leib schon spürt. Der Mensch ist leidensfähig und betrügt sich gerne selbst, und Ingenieure sind nun mal ein besonderer „Schlag“.

    Also so als „PR-Expertin“, was würdest DU machen wärst Du Ingenieurin? Tatsächlich einen Interessengruppe gründen? Und dann? PR-Meldungen verbreiten? Unis besuchen?

  11. Geschädigter

    Es wurde bereits versucht mehrere unabhängige Ingenieurvereine zu gründen. Bisher vergeblich. Die Anti-VDI-Initiative, wie ich sie verstehe ruf nur (sinnvollerweise) zum Austritt aus dem VDI auf und hat keine weiteren Ziele.

    Ich habe keine Ambitionen die Ingenieure zu vereinen, so dies überhaupt möglich wäre.
    Ich denke aber die Grundvoraussetzung für einen „Gegenverein“ ist ein Manifest, dass neben dem Ziel der realistischen Darstellung des Ingenieurberufs und dessen schlechten Zukunftsaussichten auch weitere Ziele und Absichten ZUGUNSTEN der Ingenieure enthält, wie Weiterbildungsunterstützung, Stellenmärkte usw. Dann ergibt das Engagement auch Sinn.

    • Anonymous

      Hallo Geschädigter,
      naja, wenn man eben selbst nichts konstruktives auf die Beine stellen möchte, dann kann man halt auch nur klagen – oder?

  12. Geschädigter

    Eigentlich ist die Studie vom DIW ja schon „älter“, irgendwie ist sie aber wohl in einem Wochenbericht des DIW wieder aufgepoppt, oder gab es da neue Aspekte?

    Jedenfalls ist das Sprachrohr der Arbeitgeber, der VDI, ein peinlicher und nutzloser Verein.

    Ich kenne die Initiative gegen den VDI, aber ich bin nur VDE Mitglied. Außerdem bezweifle ich, dass die Initiative etwas bringt. Diesen Verein müsste man mit einem „Gegen“Verein der Ingenieur attackieren. Wichtig ist nicht nur dass der VDI das ‚rausblasen dieser absolut falschen Zahlen unterlässt, sondern auch dass man die Situation der Ingenieure in Deutschland, die zunehmend schlechter wird, realistisch für junge Leute darstellt.

    Realität im Ingenieurbereich sind brutaler Leistungsdruck, schlechte Bezahlung, unsichere Stellen/Zeitarbeit/Dienstleister und vor allem zunehmend und bald massive Arbeitslosigkeit.

    • Anonymous

      Wenn Sie einen Verein der Ingenieure gründen wollen, feature ich das gerne im Blog.
      Oder Sie schließen Sich dazu mit dem Betreiber der Anti-VDI-Initiative zusammen.

  13. Monika Paitl

    DIW findet Klage zum baldigen Ingenieurmangel überzogen: Fachkräftemangel – eine Statistik-Fata-Morgana des VDI?

  14. Holger Froese

    DIW findet Klage zum baldigen Ingenieurmangel überzogen: Fachkr äftemangel – eine Statistik-Fata-Morgana de #Business

  15. Liane Wolffgang

    DIW findet Klage zum baldigen Ingenieurmangel überzogen: Fachkräftemangel – eine Statistik-Fata-Morgana des VDI?…

  16. Simone Janson

    DIW findet Klage zum baldigen Ingenieurmangel überzogen: Fachkräftemangel – eine Statistik-Fata-Morgana des VDI?

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