Serie Finanzberatung in Kooperation mit Stiftung Warentest – Teil 2: Vorsicht mit dem Beratungsprotokoll! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Serie Finanzberatung in Kooperation mit Stiftung Warentest – Teil 2: Vorsicht mit dem Beratungsprotokoll!



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In ihrem bei der Stiftung Warentest erschienen Buch “Geldanlage für Fleißige”Gründung & Finanzen  Finanzen Banken Investment Kapital Bürgerrechte Verbraucherschutz Beratung Coaching Mentoring   zeigt die Autorin und unabhängige Finanzberaterin Stephanie Kühn auch, worauf Kunden auf Beratungsgespräche mit Banken achten sollten: Nämlich z.B. darauf, was im Beratungsprotokoll steht – und darauf, dass man das nicht unterschreiben muss.


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Hier schreibt für Sie: Stefanie Kühn ist Finanzberaterin und Certified Financial Planner. Profil

Warum gibt es Beratungsprotokolle?

Banken, freie Finanzberater und Vermögensverwalter sind gegenüber ihren Wertpapierkunden gesetzlich verpflichtet, bei jeder Beratung über Wertpapiere ein Protokoll auszustellen und auszuhändigen.

Damit soll den Kunden unter anderem die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen bei Falschberatungen erleichtert werden. Verschiedene unserer Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Wertpapierdienstleister das Gesetz nicht richtig ernst nehmen.

Was muss ins Protokoll?

Das Beratungsprotokoll muss folgende Vorgaben erfüllen:

  • Das Protokoll muss vollständige Angaben über den Beratungsanlass enthalten. Hat der Berater oder der Kunde um das Gespräch gebeten? Haben die Bank oder ein Finanzvertrieb den Mitarbeitern Vorgaben gemacht, Kunden auf bestimmte Produkte gezielt anzusprechen?
  • Der Berater muss vermerken, wie lange das Gespräch gedauert hat. Hat ein Kunde nach einem kurzen Gespräch erstmals ein kompliziertes Produkt gekauft, spricht das für eine oberflächliche Beratung.
  • Ins Protokoll gehören die finanziellen Verhältnisse des Anlegers, seine Anlageziele sowie seine Kenntnisse und Erfahrungen mit Geldanlagen wie beispielsweise Aktien und Fonds. Das Dokument muss außerdem die Informationen über die Finanzprodukte enthalten, die in der Beratung angesprochen werden.
  • Die Wünsche des Kunden müssen in dem Papier auftauchen. Will der Kunde eine sichere Geldanlage, fordert gleichzeitig aber eine hohe Rendite, muss sich aus dem Protokoll ergeben, was ihm letztlich wichtiger war und wie der Berater diese Entscheidung beeinflusst hat.
  • Alle Empfehlungen, die ein Berater ausspricht, müssen sich im Protokoll wiederfinden. Auch diejenigen, die der Kunde nicht annimmt.
  • Wenn der Berater im Gespräch den Grund nennt, warum er ein Produkt für geeignet hält, dann muss er das auch im Protokoll aufführen. Er ist aber nicht verpflichtet, seine Empfehlung im Gespräch zu begründen.

Kunden müssen das Protokoll nicht unterschreiben

Der Berater muss das Protokoll unterschreiben und es dem Anleger spätestens vor Abschluss eines Vertrages aushändigen. Nach einer telefonischen Beratung muss der Berater dem Anleger das Protokoll zuschicken. Der Anleger muss das Beratungsprotokoll nicht unterschreiben und sollte das auch besser nicht tun.

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