Klartext, ganz unumwunden: In einem Radiointerview sargt Dr. Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung offen: “Es gibt gar keinen Fachkräftemangel.” Und mehr noch, er erklärt auch, warum Bundesregierung und Wirtschaft dennoch die Blue-Card Inititative gestartet haben: “Es geht darum, die Löhne zu drücken!”
Eine Million Stellen sollen in Deutschland unbesetzt sein – die Bundesregierung hat mit der Blue-Card nun eine Fachkräfte-Initiative gestartet, die es Fachkräften aus dem Ausland ermöglichen soll, in Deutschland zu arbeiten – allerdings für ein vergleichsweise geringes Honorar.
Doch der Wirtschaftsexperte Karl Brenke, wissenschaftlicher Referent am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bezweifelt, dass es einen Mangel an Fachkräften überhaupt gibt. Die Regierung wolle nur die Löhne hierzulande drücken, sagt Brenke.
Fast schon lustig, wie der Moderator immer wieder nachhakt, ob es nicht doch irgendwie und wenn nicht jetzt dann doch irgendwann Fachkräftemangel gibt. Das zeigt, dass die Haltung zum Thema auch in den Medien so ganz allmählich kippt.
Das hat sich vor über einem Jahr noch etwas vorsichtiger angehört: Auch damals wurde die Fachkräfte-Mangel-Theorie schon von Brenke kritisiert – allerdings deutlich verhaltener und mit weniger klaren Worten.


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