Der Karriere-Führerschein: In 7 Schritten ein Problem lösen (Teil 2)

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In Anbetracht der Tatsache, dass es unzählige Arten von Problemen mit unzähligen Variablen gibt, fällt es schwer, allgemeingültige Empfehlungen abzugeben. Mein Spezial-Tipp ist daher: Machen Sie es wie CIA-Agenten. Lösen Sie Problem anhand einer Fragen-Checkliste.

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Schritt 3: Analysieren Sie das Problem

Es handelt sich dabei um die „Phoenix-Checkliste zur Problemerkennung“. Die Agenten des US-amerikanischen Auslandsnachrichtendienstes, der Central Intelligence Agency (CIA), nutzen die folgende Checkliste, um ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Der folgende Fragenkatalogkönnen Ihnen auch bei einem beruflichen oder wirtschaftlichen Problem weiterhelfen. Und das Beste: Er hilft Ihnen dabei, fast jedes Problem analysieren zu können.

  • Warum ist es notwendig, dass wir das Problem lösen?
  • Welchen Nutzen bringt uns die Lösung des Problems?
  • Was ist uns bekannt?
  • Was verstehen wir bisher nicht?
  • Welche Informationen liegen uns vor?
  • Was ist nicht das Problem? Sind die Informationen ausreichend? Sind sie ungenügend? Sind sie redundant? Sind sie widersprüchlich?
  • Können wir das Problem grafisch beschreiben? Lässt es sich quantifizieren?
  • Lässt sich das Problem in Teilprobleme zerlegen?
  • Wie hängen die Teilprobleme zusammen?
  • Welches sind die beeinflussbaren Größen des Problems?
  • Haben wir dieses Problem vorher schon einmal gesehen?
  • Haben wir ein ähnliches Problem vorher schon einmal gesehen?
  • Kennen wir damit zusammenhängende Probleme?
  • Gibt es ein bekanntes Problem mit denselben, unbekannten Größen?
  • Wenn es ein verwandtes Problem gibt, das wir schon gelöst haben: Können wir die Lösung für unser jetziges Problem verwenden? Können wir die gleiche Methodik anwenden?
  • Können wir unser Problem umformulieren? Auf wie viele verschiedene Arten können wir es beschreiben? Lässt es sich generalisieren oder spezifizieren?

Schritt 4: Erarbeiten Sie Lösungsalternativen

Jetzt geht es darum, ein Phantasiefeuerwerk zu entzünden. Wenn Sie einige Ideen geboren haben, sollten Sie diese schriftlich fixieren. Versuchen Sie, den zentralen Gedanken mit wenigen Worten zu beschreiben. Für den weiteren Prozess ist es nützlich, wenn Sie den einzelnen Alternativen zudem aussagekräftige Kurzbezeichnungen geben, wie etwa „Sparvariante“ oder „Japanische Lösung“.

Beziehen Sie bei der Aufstellung von Lösungsalternativen stets auch die „Nullvariante“ mit ein: Überlegen Sie also, was passieren würde, wenn Sie nichts unternehmen. Manager unterliegen häufig einem Handlungszwang, übersehen dabei jedoch, dass es unter Umständen eine weise Entscheidung sein kann, nichts zu machen. Wohlgemerkt: Dies kann, muss aber nicht der Fall sein.

Bevor Sie sich für die weitere Ausarbeitung einer Idee entscheiden, sollten Sie eine Vorauswahl treffen. Wenden Sie dazu K.-o.-Kriterien an: Welche Bedingungen muss die Lösung auf jeden Fall erfüllen? Sie prüfen also bereits an dieser Stelle, ob eine Idee grundsätzlich für die Umsetzung geeignet wäre.


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