Berufs- & Lebensbilder weltweit im Wandel: Stammes-Kultur als Lebensaufgabe – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Berufs- & Lebensbilder weltweit im Wandel: Stammes-Kultur als Lebensaufgabe



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Offenlegung & Bildrechte:  Das holländische Tourismus-Unternehmen TravelEssence unsere Kosten für Flug, Inlandsflüge und Verpflegung für eine Recherche-Reise nach Neuseeland übernommen. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: 51 Spencer Rd, Lake Tarawera 3076, Neuseeland.

Karen und Dave waren ursprünglich Designer und hatten als eine der ersten in Neuseeland einen Computer. Mittlerweile sind beide im Tourismus-Geschäft, bieten Touren zum 8. Weltwunder und ins geothermische Dorf Whakarewarewa – und haben sich ganz dem Bewahren der Stammes-Kultur der Ngati Wahiao verschrieben. Berufsbilder & Karrieren  Sympathie Vertrauen Positives Denken Gesellschaft GeschäftsIdeen Gründerreports Berufsbild Tourismus


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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht B E R U F E B I L D E… Profil

Maori international

Karen kommt gerade zurück von einer Tourismus-Konferenz für die Ureinwohner im Pazifikraum. Und auch sonst ist die Maori-Kultur sehr präsent in ihrem Leben: Das Haus ist in seiner Architektur einer Versammlungshalle der Maori nachempfunden. Im Wohnzimmer steht ein riesiges Bild von Karens Urgroßmutter.

Dabei ist das nur ein Teil ihrer Traditionen: Dave ist Neuseländer in fünfter Generation mit irischen Wurzeln. Kate ist nicht nur Maori, sondern hat auch schottische und irische Ahnen. Die gemeinsame Tochter lebt in Dubai und ist mit einem Ägypter schottischer Abstammung verheiratet.

Appel-Computer teurerer als das ganze Haus

Früher arbeiteten Karen und Dave als Designer. Sie besaßen als eines der ersten Unternehmen in Neuseeland einen Apple:. „Unser Haus, das wir damals gekauft haben, hat 20.000 Dollar gekostet, die gesamte Büroausrüstung mit Computer und Laserdrucker über 40.000 Euro – das muss man sich mal überlegen“, lacht Karen.

Doch dann wollte Karen Ende der 90er mehr am Leben ihres Stammes teilhaben und diesen unterstützen – selbst wenn sich ihr Lebensstil mittlerweile sehr von dem ihrer Familie unterschied. Denn Kates Familie lebt sehr bescheiden in Wahkawarea, einem geothermischen Dorf an der Stadtgrenze zu Roturura, wo die Kinder im Fluß auch heute noch nach Münzen tauchen, wenn man sie hineinwirft.

Gefährliche Energiequellen

Die heißen Schwefelquellen dienen den Maori als Energiequelle, z.B. wird in Löchern am Boden gekocht. Doch sie sind auch gefährlich: Unversehens kann auch unter Häusern plötzlich ein kleiner Geysir oder Vulkan ausbrechen. Und der Schwefel macht die Computer kaputt. „Einmal im Jahr mussten wir die Kabel austauschen.“

„Auch wenn man ganz anders lebt, bleibt die Familie doch wichtig und man liebt sie.“ sagt Karen. Und fügt hinzu „Ein Maori kommt immer zurück, um seinem Stamm zu helfen. Man muss doch wissen, wer man ist, nur das gibt einem Selbstbewusstsein! “

Geliehener Luxus

Vor vier Jahren dann überließen ihnen Freunde das Haus alm Tarawera-See. „Sie wollten, dass unser Stamm auf dem angestammten Gebiet wieder Fuß fassen kann.“ In einem Haus zu leben, das praktisch nur geliehen ist, stört Karen indessen nicht: „Die Maori besitzen das Land, auf dem sie leben, ohnehin nicht, das Land beseitzt uns“, erklärt sie.

Die beiden müssen ihre Pounamu Lodge allerdings auf eigene erhalten. Daher vermieten sie das Untergeschoss an Touristen „Dadurch trägt das Haus sich selbst.“ Kate leitet zudem als Director of Tourism die touristischen Aktivitäten von Whakarewarewa.

Weltwunder & Wassertaxi

Kate bietet geführte Touren am Tarawera-See an, u.a. zu den Pink & White Terraces, die im 19. Jahrundert als 8. Weltwunder galten und die Ngati Wahiao sehr berühmt machten: Selbst aus Europa kamen damals Besucher, obgleich Neuseeland damals noch sehr schwer erreichbar war.

Ein Vulkanausbruch des Mount Tarawera ließ die Terraces 1886 im See versinken. Erst kürzlich wurden Teile von ihnen bei Sonarmessungen 60 Meter tief im See wieder entdeckt. Das sei „very exciting“ gewesen, wie Karen sagt.

Blick in die Zukunft

Dave, der Fliegenfischen mag und einen Bootsführerschein besitzt, betreibt am Tarawera-See ein Wassertaxi. Das Boot haben die beiden 2011 gekauft. Daneben arbeitet Dave auch gelegentlich noch als Designer – er macht Aussgtellungen, fertigt Auftragsgrafiken oder entwirft Spielplätze.

Die beiden wollen aber nicht nur selbst davon profitieren, sondern auch den Stamm unterstützen: „Wir suchen nach kleinen Business-Ideen im Tourismus, damit der Stamm hier weiterhin leben kann.

Eine Idee ist das Wassertaxi: Dave bringt daher Mitgliedern des Stammes das Bootsfahren bei. „Für einen Bootsführerschein sind mindestens 300 Bootsfahrstunden nötig. Die Idee ist, dass der Stamm das Business irgendwann übernimmt“, blickt Karen in die Zukunft.

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