ARD report – die Sendung zur Recherche auf Berufebilder.de: Die Legende vom Fachkräftemangel

Vor einigen Wochen erhielt ich eine Anfrage der ARD-Sendung report des bayrischen Rundfunks: Man war bei Recherchen zum Thema Fachkräftemangel auf die ausführliche Diskussion zum Thema hier im Blog gestoßen und suchte nun nach weiteren Informationen bzw. Interviewpartnern zum Thema. Die Sendung, die dabei herauskaum, wurde nun gestern Abend um 21.45 in der ARD ausgestrahlt.

Worum geht es genau?

Während die Industrie mit immer neuen Panikmeldungen vor dem Fachkräftemangel warnt, suchen zehntausende gutausgebildete und hochmotivierte deutsche Ingenieure eine Stelle. Wie passt das zusammen?

Pia Dangelmayer und Wolfgang Kerler haben für report MÜNCHEN diesen Beitrag zusammengestellt. Für den Beitrag haben sie auch auf http://www.berufebilder.de recherchiert und allerlei für mich nicht mehr ganz so neue Einblicken und Zahlen zusammengetragen.

Wer wurde interviewt?

Der Beitrag zitiert dabei einige gute Bekannte, die im Laufe der mehrjährigen Diskussion immer mal wieder aufgetaucht sind. Etwa Prof. Gerd Bosbach, Fachhochschule Koblenz, der in einer Podiumsdiskussion die Statistik-Lügen unserer Gesellschaft aufs Korn nimmt.

Marco Dadomo, Pressesprecher des Vereins Deutscher Ingenieure e.V., der nicht nur hier im Blog, sondern auch in der report-Sendung  weiterhin auf der Fachkräftemangel-Story beharrt. Und schließlich Tanja Mett-Bialas, Ingenieurin Kommunikationstechnologie-Druck, die keinen Job findet.

Weitere Infos

Das Skript zum Beitrag kann man hier herunterladen.

Die Sendung kann man auch hier in der BR-Mediathek anschauen.


Recruiting via Social Media – Teil 2: Bewerbersuche im Netz – richtig oder schädlich?

Katharina | Daniels, 14. 05. 2013:

Am Ende des ersten Beitrags habe ich gefragt: Welchen Einfluss haben die sozialen Medien auf Unternehmen und die Bewerberauswahl? Das eröffnet die Perspektive auf eine zutiefst elementare Fragestellung: Wann sind Unternehmen eigentlich reif für diese Art der Bewerbersuche? Und wann … Weiterlesen →


Infografik-Video der EU zum Arbeiten im Ausland: Sozialversicherung für Grenzgänger

Simone | Janson, 10. 05. 2013:

Zunehmende Mobilität der Arbeit – das bedeutet, dass es auch immer mehr Grenzgänger gibt. Steuerlich, zumindest mit Ländern, mit denen ein Doppelbesteuerungsabkommen existiert, kein Problem. Aber wie sieht es mit der Sozialversicherung aus? Dazu gibt es ein umfangreiches Informations-Angebot der … Weiterlesen →


Anfrage des Bayrischen Fernsehens zum Thema Fachkräftemangel: Interviewpartner gesucht

Simone | Janson, 26. 06. 2012:

Gestern erhielt ich eine Anfrage des Bayrischen Rundfunks/Bayrischen Fernsehens zum Thema Fachkräftemangel. Gesucht wird ein vom Thema betroffener Interviewpartner, der von seinen Erfahrungen bzw. seinen Problemen berichtet. Name und Kontaktdaten des Ansprechpartners beim BR liegen mir vor, ich möchte sie … Weiterlesen →


Kommentare & Reaktionen

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  • Lars Hahn

    Noch ein zweites Problem in Sachen Ingenieurmangel:
    Just heute veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit einen Bericht, in dem die Mangelberufe aufgelistet sind:
    • Ingenieure Metallbau und Schweißtechnik (hochqualifizierte Experten2)
    • Ingenieure Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe (hochqualifizierte Experten)
    • Ingenieure Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe (hochqualifizierte Experten)
    • Ingenieure technische Forschung und Entwicklung (hochqualifizierte Experten)
    • Ingenieure technisches Zeichnen, Konstruktion und Modellbau (hochqualifizierte Experten)
    • Ingenieure Ver- und Entsorgung (hochqualifizierte Experten)
    • Hochqualifizierte Experten im Bereich Informatik
    • Hochqualifizierte Experten in der IT-Anwendungsberatung
    • Hochqualifizierte Experten Softwareentwicklung und Programmierung
    und zusätzlich Gesundheits- und Pflegeberufe.

    http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berichte-Broschueren/Arbeitsmarkt/Generische-Publikationen/BA-FK-Engpassanalyse-2012-06.pdf

    Problem: Zurzeit wird von VDI, BDI u.ä. undifferenziert für MINT-Berufe geworben. Dass aber viele Engineering-Abschlüsse, insbesondere Bachelor gar nicht zu den Mangel-Berufen gehören geht leider in der Diskussion unter.

    Im übrigen werden die gefragten Ingenieure beim nächsten Konjunktureinbruch die ersten Akademiker sein, die in Schwierigkeiten kommen.

    Fazit: Vielleicht doch lieber Studieren nach Neigung und nicht nach Arbeitsmarktprognose!

    • http://simone-janson.de Simone Janson

      Hallo Herr Hahn, danke für den Hinweis und die Übersicht. Ich werde das gleich nochmal gesondert posten.
      Sie bringen es auf den Punkt: Man muss das ganze Thema differenzierter betrachten, als es viele tun. Ich interview gleich nachher einen Betriebsleiter, der händeringend Chemiefacharbeiter sucht – auch Fachkräfte!

      Beim reinen Studieren nach Neigung bin ich übrigens aus eigener Erfahrung ein wenig skeptisch: Sicher ist es Schwachsinn, sich durch ein Mathe-Studium zu quälen, das einem nicht liegt (macht aber z.B. so mancher Lehramtsanwärter um die eigenen Chancen zu verbessern) – andererseits kann man vielleicht auch die Neigungen ein wenig marktgerecht ausrichten. Beispielsweise traf ich kürzlich eine sprachlich interessierte Abiturientin, die nun zunächst einen Asienaufenthalt machen und dannach ein duales BWL-Studium mit Fremdsprachenbezug beginnen will.

      Vielen fehlen da auch einfach die Ideen und die Informationsmöglichkeiten, was es noch so gibt und dann studiert man einfach irgendwas, von dem man denkt, es passt schon. Und Neigungen ändern sich ja auch im Laufe der Zeit…

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