Eines der wichtigsten Managementbücher wieder aufgelegt: Die fünfte Disziplin – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Eines der wichtigsten Managementbücher wieder aufgelegt: Die fünfte Disziplin



„Die fünfte Disziplin“ ist 1990 zum ersten Mal erschienen und längst zum Klassiker avanciert. Peter M. Senge prägte hier den Begriff und das Prinzip der „Lernenden Organisation“. Er sieht darin Unternehmen nicht als Cash-Cows, die sich und anderen früher oder später selbst das Wasser abgraben, sondern als Bestandteil des Ganzen.

Lernende Organisationen

„Unsere Unfähigkeit, die zunehmend komplexen Systeme der Welt zu begreifen und zu handhaben, bildet die Hauptursache der meisten Menschheitsprobleme.“ Diese Grundüberzeugung war der Ausgangspunkt für Peter M. Senges Entwurf eines neuen Management-Denkens. Zitat: „Eine lernende Organisation ist ein Ort, an dem Menschen kontinuierlich entdecken, dass sie ihre Realität selbst erschaffen.“

Peter M. Senge sieht Unternehmen nicht als Cash-Cows, die sich und anderen früher oder später selbst das Wasser abgraben. Vielmehr gibt er Unternehmen die Werkzeuge an die Hand, sich zu entwickeln und als Bestandteil des Ganzen zu erkennen. Diese Werkzeuge beschreibt er prägnant als die „Fünf Disziplinen“, wobei der „Fünften Disziplin“ ganz besondere Bedeutung zukommt.

Was ist eine Disziplin?

Eine Disziplin versteht Senge wie im Sport als ein Set bestimmter Abläufe, als eine Methode. Und diese Methoden müssen erlernt und eingeübt werden, bis sie sitzen. Sie machen aus einem statischen Unternehmen eine lernende Organisation. Das sind die fünf Disziplinen:

  1. „Personal Mastery“: Für Senge die geistige Grundlage einer jeden Organisation. Er versteht darunter die Aufgabe jedes Einzelnen, sich über die Dinge klar zu werden, die wirklich wichtig sind. Es geht ihm um nichts weniger als darum, „unsere Verbundenheit mit der Welt zu erkennen.“
  2. „Mentale Modelle“: Oft verwechseln wir die Landkarte mit dem Gebiet. Daraus resultiert konfuse Kommunikation, die in ungewollten Ergebnissen mündet. In dieser Disziplin werden deshalb die unausgesprochenen Grundannahmen ans Licht geholt.
  3. „Die gemeinsame Vision“: Damit Leitbilder mehr sind als unverbindliche Behauptungen oder Werbesprüche, zeigt Senge Wege von der Vision zur Realität und wieder zurück. Dabei nutzt er die „Lücke zwischen Vision und gegenwärtiger Realität“ als Quelle kreativer Energie.
  4. „Teamlernen“: „Wie ist es zu erklären“, fragt Senge, „dass ein Team von Managern mit einem individuellen IQ von über 120 einen kollektiven IQ von 63 aufweist?“ Es ist mangelnder Dialog, ein schwerwiegendes Hemmnis, denn funktionierende Teams sind die Keimzellen erfolgreicher Unternehmen.
  5. „Systemdenken“: Die Disziplin, die dem Buch den Namen gegeben hat. Damit die ersten vier Disziplinen es über den Status der Spielerei hinaus schaffen, müssen sie systematisch miteinander und mit dem Großen Ganzen verknüpft werden. Das ermöglicht den grundlegenden Wahrnehmungswandel, der sowohl die Einzelnen wie auch die Teams und die gesamte Organisation voranbringt.

Mehr als ein Managementbuch

Der Kosmos, in dem Senge die fünf Disziplinen entfaltet, ist groß. Er reicht von der persönlichen Entwicklung bis zu einem empathischen Verständnis von Welt. Peter M. Senge leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zu dem, was heute „nachhaltig wirtschaften“ heißt.

Ein großes Buch, das einen Paradigmenwechsel im Management einläutete. Bleibt zu hoffen, dass die Beherrschung der fünf Disziplinen möglichst bald in allen Organisationen zur Selbstverständlichkeit wird.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Tanja Handl

    Eine tolle Buchvorstellung und ein sehr interessantes Thema. Ich glaube das es ein fortlaufender Prozess ist indem man immer wieder an diesen 5 Disziplinen arbeiten muss. Es heißt nicht umsonst „man lernt nie aus“.

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