Serie – Wie kommen wir raus aus der Angelina-Jolie-Falle? Mein Skript zum Vortrag beim kommunalpolitisches forum e.V. (berlin) – Teil 1: Perfektionisten-Erziehung nach Amy Chua

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Vergangenen Mittwoch habe ich beim Kommunalpolitischen Forum einen Vortrag zum Thema “Wie kommen wir raus aus der Angelina-Jolie-Falle?” gehalten. Dabei ging es um das Thema meines Buches “Die 110%-Lüge” – nämlich Perfektionismus. Da das Thema etwas komplexer ist, stelle ich hier mein Vortragsskript zum Nachlesen als Artikelserie zu Verfügung.
schule-lernen

Warum lassen wir uns eigentlich von Vorbildern wie vermeintlichen Vorbildern wie Angelina Jolie derart kirre machen, dass wir meinen, alles perfekt erledigen zu müssen? Woher rührt das ständige Streben, ständig die oder der (das Problem betrifft tatsächlich auch Männer!) Beste sein zu wollen?

Die Ursachen liegen häufig in der Kindheit. Amy Chua Juraprofessorin in Yale, hat ein Buch über den chinesischen Erziehungsstil geschrieben hat, der in den vergangenen Monaten sehr heftig diskutiert wurde. Oder wie meine Co-Referentin Kerstin Liebich, Staatssekretärin für Integration & Arbeit, so schön anmerkte: “Das ist doch dieses schreckliche Buch!”

Die Eltern sind Schuld?

Das Buch trägt den Titel Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte. Nun kann man darüber geteilter Meinung sein. Allerdings ist Chuas Buch ein gutes Beispiel dafür, wie dieser Hang, immer alles perfekt machen zu wollen, entstehen kann: Nämlich eine Erziehung, in der man nur für absolute Spitzenleistungen gelobt wird und in der Kinder schon für eine -1 in der Schule getadelt werden.

Ihre Idee dahinter ist, ihre Töchter genau dazu anzutreiben, stets die Beste sein zu wollen. Denn die Kinder lernen ja auf diese Weise früh, dass die Mutter bzw. andere Menschen nur zufrieden sind, wenn alles 100%ig ist und sie lernen dementsprechend, auch immer diese Höchstleistungen zu bringen – und dann eben nicht nur für die Mutter sondern dann auch in der Schule oder im Job.

Flow & positiver Stress

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Dass man sich um Bestleistungen bemüht, muss nicht negativ sein. Es kann ein Ansporn sein, auch wirklich hervorragende Leistungen zu bringen. Und das kann auch klappen.

Das kennen wir ja alle: Wenn uns etwas Freude macht und wenn wir Erfolgserlebnisse haben, dann sind wir mit Begeisterung bei der Sache: Wir vergessen alles um uns herum und können z.B. Tag und Nacht durcharbeiten. Der ungarische Psychologie-Professor Mihály Csíkszentmihályi hat das als Flow bezeichnet. Oder man kann es auch positiven Stress nennen, also Eustress.

Motivation & Vernetzung von Hirnzellen

Den verdanken wir unter anderem den Hormonen Noradrenalin und Serotonin. Diese rufen positive Gefühle hervor, die wie eine Belohnung für die Anstrengung wirken. Wenn dieser sogenannte Eustress regelmäßig und dosiert auftritt, stimuliert er das Immunsystem und wirkt motivierend.

Neuere Ergebnisse der Hirnforschung zeigen sogar, dass Stress die schnellere Vernetzung von Hirnzellen fördert. Und weil die Fähigkeiten wachsen, bekommen wir durch die positiven Erlebnisse auch Lust auf mehr Herausforderung.


Von einem der auszog das Fürchten zu lernen -1/3: Erlebte Feedback-Kultur

Sabine | Lanius, 21. 05. 2013:

„Nothing good ever happens when feedback is missing“ wird Steve Armstrong, Senior Vice President von Kelly Services zitiert. Feedback soll ein Geschenk sein, ein Stärkungsmittel für Produktivität und Arbeitseffizienz. Eines der wichtigsten Instrumente für erfolgreiche Entwicklungs-, Lern- und Veränderungsprozesse. Im … Weiterlesen →


Eine Replik auf Frank Heinrichs Beitrag zur Bildungsmisere: In Deutschland fehlen innovative Ideen

Simone | Janson, 18. 04. 2013:

Unser Autor und Referent Frank Heinrich, Leiter der Stensington Akademie, ehemaliger Unternehmenssprecher von SAT.1 und Berater des Prime Ministers Office von Luxemburg, hat in seinem aktuellen Artikel auf das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit im deutschen Bildungswesen hingewiesen. Ein Beispiel … Weiterlesen →


Mit Verhandlungs-Geschick zum perfekten Deal: Zur Not tuts auch Win-Loose

Oliver | Ibelshäuser, 07. 05. 2013:

Win-Win ist schön, führt aber, wenn man nicht aufpasst, schnell zu Win-Loose. Ein klasse Verhandlungsbuch für die harten Fälle ( in denen es darum geht, für sich oder die Firma das Maximum herauszuholen) hat jetzt Jack Nasher geschrieben. Nicht punkten, … Weiterlesen →


Wie man Denkblockaden beseitigt -3/3: Free again!

Ruth | Meinhart, 08. 05. 2013:

In den ersten beiden Blogartikeln ging es um die Ursachen und Hintergründe von Blockaden und Blackouts, die beide auf unbewusster Ebene entstehen und ablaufen. Was aber kann man wirklich dagegen tun? Pillen helfen nicht Wer es schon einmal probiert hat, … Weiterlesen →


Meine Kolumne in der Welt zum Thema Kritikfähigkeit: Warum aus Fehlern lernen das Innovationspotential verbessert

Simone | Janson, 15. 03. 2013:

In der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung “Die Welt” ist im Wirtschaftsteil meine Karriere-Kolumne zum Themea “Kritikfähigleit – Aus Fehlern Lernen erschienen”. Darin beleuchte ich die Probleme der deutschen Feedbackkultur im Vergleich zur amerikanischen und zeige auf, wie man mit Fehlern … Weiterlesen →


Die 7 Säulen des Erfolgs-Faktors Resilenz: 7. Selbstwirksamkeit – Yes, We Can!

Denis | Mourlane, 05. 04. 2013:

Die Selbstwirksamkeitsüberzeugung gehört zu den am besten untersuchten menschlichen Eigenschaften in der Psychologie. Glaubt die Person, die uns gegenübersitzt, dass sie ihr eigenes Schicksal in der Hand hält und dass sie durch ihr eigenes Verhalten sich und die Dinge, die … Weiterlesen →


Vom Kamerassistenten zum Outdoor-Guide: Mit Mut zur Veränderung durch die Krise

Simone | Janson, 17. 04. 2013:

Jean Poirier hat Filme mit Sylvester Stallone, Ewan McGregor, Ashly Judd oder Donald Sutherland gedreht. Dann wechselte er die Branche – gerade noch Rechtzeitig, um der Wirtschaftskrise zu entgehen. 11 Jahre im Filmgeschäft 11 Jahre lang hat Jean in Montreal … Weiterlesen →


Kinder-Erziehung auf chinesisch: Verkannte Mutterliebe

Simone | Janson, 06. 06. 2011:

Eine amerikanische Juraprofessorin chinesischer Herkunft schreibt über Kindererziehung. Und wird weltweit mit heftiger Emotionalität diskutiert. Doch Amy Chuas Skandalbuch hat gute Ansätze. Wenn sie nur nicht so vehement den Hang zum Perfektionismus übersieht, den sie ihren Kindern anerzieht. Monster als … Weiterlesen →


Wie Medien-Bilder Schlankheits- & Perfektions-Wahn beeinflussen: Wenn aus Brittney Spears, Johny Depp, Pamela Anderson & co. Normalos werden

Simone | Janson, 06. 06. 2011:

Hätten Sie diese Dame erkannt? Das soll Nicole Kidmann sein – sie wie sie aussehen könnte, wenn sie eine “normale” Durchschnittsamerikanerin wäre. Die Serie entstellter Promi-Fotos mag ein wenig schadenfreudig sein – aber auch heilsam, weil sie uns jenseits jeden … Weiterlesen →


Serie – Wie kommen wir raus aus der Angelina-Jolie-Falle? Mein Skript zum Vortrag beim kommunalpolitisches forum e.V. (berlin) – Teil 5: Liebe & Respekt für jeden?

Simone | Janson, 28. 04. 2011:

Der Wunsch, immer und überall der oder die Beste sein zu wollen, entsteht also aus einer Mischung von Ehrgeiz & Angst. Er wird verstärkt durch Grübeln. Verursacht durch Erziehungfehler. Und hat letztendlich einen ganz einfachen Grund: Jeder will geliebt werden. … Weiterlesen →


Serie – Wie kommen wir raus aus der Angelina-Jolie-Falle? Mein Skript zum Vortrag beim kommunalpolitisches forum e.V. (berlin) – Teil 4: Grübeln macht Probleme schlimmer!

Simone | Janson, 26. 04. 2011:

Je länger und ausführlicher wir über ein Problem nachgrübeln, desto schwieriger erscheint am Ende eine Lösung des Problems. Zum Beispiel auch, weil wir und die Konsequenzen viel schlimmer ausmalen, als sie sind – wir katastrophieren. Das beweisen auch wissenschaftliche Studien. … Weiterlesen →


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