Mut zum Risiko statt mit der Masse falsch liegen: Rechtzeitig in junge Wachstumsunternehmen investieren

Wir verwenden alle viel Zeit, um unser Geld zu verdienen. Um es mit links zu verplempern, weil wir uns nicht um rentable Anlageformen kümmern. Dass es viele Möglichkeiten gibt, zeigt das provokante Buch „100% mit Aktien“. Wobei, wie der Autor Alfred Maydorn zeigt, 100% eher eine Untertreibung zu sein scheinen.

Wer Spielgeld hat, der setze es

Die Produkte von Apple kennen Sie sicher, aber wissen Sie, um wie viel Prozent die Aktie von 2003 bis 2011 gestiegen ist? Um 200% – oder 500% oder gar um 1000% – wer bietet mehr? Die Aktie hatte Anfang 2003 einen Wert von etwa 7 $, Ende 2011 notiert sie etwa bei 385 $, das ist eine Wertsteigerung von über 5.000%.

Und auch für Euro-Investoren wären immerhin noch mehr als 4.000% drin gewesen. Sie hätten also mit einem Einsatz etwa 25.000 EUR zum Millionär oder zur Millionärin werden können. Noch einfacher wäre es mit Amazon gewesen. Der Online-Buchhändler ging im Sommer 1997 mit einem Kurs von 1,75 € an die Börse.

Im Zuge des Internethypes der Jahrtausendwende stieg der Kurs auf über 100 €, um dann ebenso jäh wieder einzubrechen. Sein Tief erreichte er 2001 mit 6,40 €. Seither klettert der Kurs unaufhaltsam. Ende 2011 notiert er bei knapp 150 €, eine Wertsteigerung von sagenhaften 8.500 %. Hätten Sie also vor 14 Jahren in Aktien des Unternehmens investiert, hätten 12.000 € gereicht, um Sie millionenschwer zu machen. Hätten…

Der DAX ist nur um 200% gestiegen

Dass man an der Börse viel Geld machen kann, ist unbestritten. Wenn, ja wenn man auf die richtigen Werte setzt. Denn deutsche Standardwerte, wie sie im DAX vertreten sind, haben seit 1997 magere 50% Rendite erwirtschaftet.

Das sind 3% im Jahr und damit gerade mal die Inflationsrate. Seit seinem Tiefststand im Jahr 2003 nach dem Technoblasen-Crash ist der Index immerhin um fast 200% gestiegen. Aber das ist nur für die ein Trost, die eben nicht zu Höchstständen investiert haben und deshalb immer noch Verluste von fast 25% verschmerzen müssen.

Apple war lange Zeit eine Lame Duck

Dass die Informationstechnologie der Wachstumsmarkt der nächsten Jahre werden würde, hätte man Ende der 1990er Jahre wissen können. Aber hätte man wissen können, dass sich Apple mit dem iPod aus einer jahrzehntelangen Agonie befreien kann?

Denn bis dahin dümpelte der Kurs der Aktie mit einem kurzen Zwischenhoch im Jahr 2000 seit dem Börsengang 1980, also fast 25 Jahre um seinen Emissionskurs herum. Und hätte man wissen können, welche der zahlreichen Internetbuden, die es um die Jahrtausendwende an die Börse schafften, eine Zukunft haben, und nicht als wertloser Pennystock enden würde? Dass Amazon und nicht irgendein anderer 0nline-Shop zum Weltkonzern werden würde?

Profis trauen sich meist nicht. Deshalb heißt es: selber machen

Dennoch: Das Buch mit dem provozierenden Titel „100% mit Aktien“ ist empfehlenswert. Autor Alfred Maydorn, Experte für Wachstumsaktien und seit 20 Jahren im Geschäft wirbt in seinem locker geschriebenen, inspirierenden und angenehm bescheidenen Buch zwar auch ein wenig für seinen Börsenbrief, aber auch für viel mehr als das: für den Mut zum Risiko.

Denn mit Investitionen in junge Wachstumsunternehmen können auch private (Klein-) Anleger und Anlegerinnen mit überschaubaren Einsätzen und ohne Hedge- und Hebel-Hokuspokus fantastische Gewinne erzielen. Und er plädiert zu Recht dafür, selber zu handeln.

Denn die Profis wissen es nicht nur nicht besser als Sie oder ich, sie haben vor allem gute Gründe, nicht gegen den Strom zu schwimmen. Das Risiko ist einfach zu hoch. Wenn sie mehrfach daneben tippen, ist der Job gefährdet. Dann lieber mit der Masse falsch liegen! Wenn Sie delegieren wollen, dann setzen Sie lieber gleich auf preiswerte Indexfonds.

Rate, rate was ist das …

Wir werden auch in Zukunft Börsenmärchen wie die von Apple, Amazon & Co erleben. Auch da hat Maydorn recht. Vielleicht mit dem Socialmedia-Giganten Facebook, der gerade seinen Börsengang plant und schon jetzt höher bewertet ist als Amazon. Oder mit einem Unternehmen, dessen Namen wir heute noch nicht kennen und das gerade dabei ist zu entwickeln, wie wir unsere Energieversorgung revolutionieren können.

Denn: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“ (Victor Hugo)!

Fazit

Sicher ist die Spekulation mit Aktien junger Wachstums-Unternehmen nicht gerade als Basisinvestment für die Altersvorsorge geeignet. Aber wer Mut zum Risiko hat, etwas Zeit und ausreichend Spielgeld natürlich, der wird Alfred Maydorns Buch mit Gewinn lesen. Und danach vielleicht sogar satte Gewinne einfahren. Viel Erfolg dabei!


M-PESA – Kenias Vorreiter-Rolle beim mobile Payment 2/2: Kenia vs. Deutschland

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Erfolgreiche Crowdsourcing-Aktion der April-Stiftung: Finanzielle Fitness gegen Geld-Analaphabetismus

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