Der Karriere-Führerschein: In 10 Schritten eine Rede vorbereiten (Teil 2) – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Der Karriere-Führerschein: In 10 Schritten eine Rede vorbereiten (Teil 2)



Voriger Teil Nächster Teil




Wir haben gelernt: Bei einer guten Rede kommt es auf den Inhalt an. Aber mindestens genauso wichtig ist: Ein packender Einstieg, der die Zuhörer von Anfang an fesselt! Wie das geht, zeige ich hier !


Bildung Karriere Zukunft - Berufebilder.de-Autoren-Profil
Hier schreibt für Sie: Prof. Dr. Martin-Niels Däfler lehrt an der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Frankfurt am Main. Profil

Schritt 3: Formulieren Sie einen packenden Einstieg

Der Redeeinstieg erfüllt verschiedene Funktionen. Er soll zuerst einmal die Aufmerksamkeit des Publikums wecken. Dann soll er den Hauptteil inhaltlich vorbereiten – allerdings tatsächlich nur anreißen, denn eine ausführlichere Einführung ins Thema folgt später mit der Einleitung (siehe Schritt 5). Und schließlich soll der Einstieg die Zuhörer gegenüber dem Inhalt der Rede und dem Redner gewogen machen. Legen Sie also hohen Wert auf den Einstieg, denn der erste Eindruck ist entscheidend.

Hier einige Möglichkeiten, eine Rede zu beginnen: Anekdoten, eigene Erlebnisse und Erkenntnisse, Sternbild oder Horoskop (auch chinesisches Horoskop), Fabeln, Märchen, Sagen, Legenden oder Mythen, Weltrekorde, ungewöhnliche Statistiken, populäre Irrtümer oder historische Ereignisse.

Schritt 4: Formulieren Sie eine kurze Begrüßung

Falls Sie sich wundern sollten: Ja, ich empfehle tatsächlich, zunächst ohne Begrüßung zu beginnen (mit Schritt 3 eben) und erst dann die offizielle Begrüßung folgen zu lassen. Auf diese Weise erzielen Sie ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Ich nenne dies den „James-Bond-Effekt“, denn bei den 007-Filmen wird der Zuschauer unmittelbar in die Handlung gezogen und erst nach ein paar Minuten folgt der Vorspann. Was der Vorspann im Kino, ist die Anrede beim Vortrag.

Auch, wenn es Ihnen schwer fallen sollte: Begrüßen Sie, wenn möglich, nicht mehr als drei Personen namentlich, denn sonst schaufeln Sie gleich zu Beginn ein „Namensgrab“ und verlieren die Aufmerksamkeit wieder. Erwähnen Sie weitere Namen dann lieber im Redeverlauf. Überprüfen Sie vorher stets die korrekte Aussprache von Namen und vergewissern Sie sich, ob Sie die genaue Amtsbezeichnung beziehungsweise die Funktion kennen.

Schritt 5: Formulieren Sie eine kurze Einleitung

Nennen Sie nun das Thema Ihrer Rede, nehmen Sie aber nicht Ihre Meinung vorweg. Am besten ist es, wenn Sie das Thema – beziehungsweise die Kernthese – als Frage formulieren.

Schritt 6: Formulieren Sie den Hauptteil Ihrer Rede

Jetzt geht es an den Hauptteil. Beginnen Sie mit dem schwächsten Argument, um nicht direkt Ihr Pulver zu verschießen, und schließen Sie mit dem besten und stärksten Argument. Insgesamt sollten Sie nur in Ausnahmefällen mehr als fünf Argumente bringen, denn hier greift die Faustregel: Nie mehr Argumente, als Sie an einer Hand abzählen können. Und schließlich gilt: Die Argumente, die Sie anführen, müssen Sie stets begründen.

Wiederholen Sie wichtige Aussagen. Denn: Informationen werden nur dann wirklich verinnerlicht, wenn sie permanent wiederholt werden. Man spricht auch von der „Suggestivkraft der Redundanz“. Wer seine Botschaft mit ähnlichen Formulierungen mit jeweils neuen Beispielen wiederholt, der erzielt bei seinem Publikum die beste Wirkung. Scheuen Sie auch nicht davor zurück, bewusst zu sagen, dass Sie sich wiederholen.

berufebilder

Mehr HR-News & Tipps? Gerne sprechen wir auch persönlich mit Ihnen über Ihr Anliegen!


Der Debatten-Monitor bündelt 25.000+ Leserstimmen zu unseren Beiträgen auf B E R U F E B I L D E R, in Social Media & im Netz - aktuelle Debatten abonnieren. Viele unserer Beiträge entstehen durch Leser-Anregung: Schlagen Sie Ihr Thema vor!

Meinungen abonnieren per RSS oder (erforderliche URL!) Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

    Meistdiskutiert im letzten Monat:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.