Gründer-Wettbewerb der FU Berlin fördert auch schräge Ideen: Himbeer-Basilikum oder Revolution? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Gründer-Wettbewerb der FU Berlin fördert auch schräge Ideen: Himbeer-Basilikum oder Revolution?



Jedes Semester veranstaltet die Freie Universität einen Wettbewerb für Gründer, der auf den Namen „Funpreneur“ Gewonnen haben diesemal eine Spielwelt auf engstem Raum, Eis mit natürlichen Zutaten und ein „RESTaurant“, in dem mit gespendeten Lebensmitteln gekocht wird. Weitaus kuriosere Teilnehmer gab es allerdings 2009.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Antikapitalisten bei einem kapitalistischen Gründerwettbewerb?

2009 hatte an dem Wettbewerb das Projekt „Revo­lu­tio­nary Ber­lin“ teilgenommen, Stadt­füh­run­gen durch die Pro­test­ge­schichte Kreuz­bergs veranstaltet – gratis, gemeinnützig und spendenfinanziert am Ende der Füh­rung, Gewinne für wohl­tä­tige Zwe­cke.

Denn Revolutionary Berlin verstand sich als antikapitalistisches Projekt, das mit seiner Teilnahme gegen den Gründungswettbewerb protestieren wollt. Gewonnen haben Sie mit der Idee aber nicht. Auf der Site des Studentenmagazins Furios ist zu lesen:

Denn es könne nicht sein, dass auf der einen Seite Biblio­the­ken und Pro­fes­su­ren abge­schafft wür­den, auf der ande­ren Seite aber genug Geld für Grün­dungs­hil­fen vor­han­den sei. Die „Kom­mer­zia­li­sie­rung der Hoch­schule“ leh­nen sie ent­schie­den ab. Die Ver­an­stal­ter wol­len die durch ihr Pro­jekt gewon­nene Öffent­lich­keit nut­zen, um auf diese Pro­ble­ma­tik auf­merk­sam zu machen.

Die Sieger 2011: Brot und Spiele

Da nehmen sich die aktuellen Sieger des Wettbewerbs fast langweilig aus:  Mit dem ersten Preis im Wert von 1.200 Euro wurde das Team „Edgar & Wallace“ ausgezeichnet. Robert Erbe und Michel Vargas-Vargas kreierten eine Eismarke mit fünf handwerklich hergestellten Sorten, die ganz ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe auskommen. Ihre Himbeer-Basilikum- und Schoko-Chili-Eiscreme überzeugte sowohl die Studierenden auf dem Campus als auch viele Café-Besitzer und ihre Gäste – und am Ende auch die Jury.

Auf den zweiten Platz kam das Duo „RESTaurant“ und erhielt dafür ein Preisgeld von 800 Euro. Stella Bauhaus und Maureen Strache mieteten für zwei Tage ein Restaurant und ließen Köche dort zum Teil mit Lebensmitteln kochen, die der „Berliner Tafel“ zuvor als Spende zur Verfügung gestellt worden waren. Die Zutaten für ihr Drei-Gänge-Menü und den Preis konnten die Gäste selbst bestimmen. 260 Menüs wurden serviert, den Erlös von rund 1.500 Euro spendet das Team der „Berliner Tafel“.

Der mit 500 Euro verbundene dritte Platz ging an „FuntasTisch“. Sertac Ecer und Jan Kietzmann entwickelten einen Kinderspieltisch aus Holz mit einer drehbaren Tischplatte, die auf einer Seite ein Lochraster hat. Aus dazugehörigen Holzsteck-Elementen wie Bäumen, Häusern, Straßen und Zäunen kann im Nu eine Spielwelt entstehen, mit der sich Kinder zu Hause, im Wartezimmer oder in der Kita beschäftigen können.

Mehr zum Wettbewerb

Finde ich wirklich eine hervorragende Idee: Der Funpreneur-Wettbewerb findet nicht nur jährlich, sondern in jedem Semester statt. Organisiert wird er von „profund“, der Gründungsförderung der Freien Universität.

Was die Sache so sympathisch und realistisch macht: Die Studierenden haben keine Investoren dabei, sondern gründen mit nur fünf Euro Startkapital ein kleines Unternehmen und setzen ihre Ideen binnen fünf Wochen um. Dabei sind also echte Unternehmerqualitäten gefragt! Schade ist nur der Name: Es geht ja auch, aber nicht nur um Spaß haben!

Immerhin werden die angehenden Unternehmer von den Wirtschaftspaten der Wirtschaftsjunioren Berlin unterstützt. Die nächste Runde des Funpreneur-Wettbewerbs startet am 20. Oktober 201Bitte mehr solche Programme! Mehr Informationen gibts hier!

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