Was soll ich studieren: Gesundheit & Pflege studieren – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Was soll ich studieren: Gesundheit & Pflege studieren



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Und weiter geht es in der Reihe der Studiengangsvorstellungen. In den vergangenen Teilen dieser Serie habe ich unter anderem schon Studienangebote wie Wirtschaftsrecht oder Marketing umfassend beschrieben, heute gehe ich auf das Gesundheitswesen in seinen verschiedenen Facetten ein.

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Hier schreibt für Sie: Milan Klesper ist Fachautor mit Schwerpunkt Studium. Profil

Die verschiedenen Studienmöglichkeiten

Im Nachfolgenden finden Sie Informationen rund um die Studienmöglichkeiten und -inhalte, die Berufsperspektiven nach Studienabschluss sowie zum Schluss einen passenden Linktipp mit einer Hochschul- und Studiengangs-Datenbank.

Im Bereich der Berufe und Studiengänge, die auf einen Jobeinstieg in der Gesundheitsbranche vorbereiten, kann man verschiedene Unterteilungen machen. Im Nachfolgenden möchte ich auf drei größere Betätigungsfelder eingehen und ihre spezifischen Unterschiede gegenüberstellen. Die beschriebenen Studienangebote haben zum Großteil sehr unterschiedliche Studieninhalte, so dass es dringend angeraten ist, sich vor der Immatrikulation ausführlich (z.B. in Gesprächen mit den Studienberatungen der jeweiligen in Frage kommenden Hochschulen) zu informieren. Einen ersten Überblick, für welche Beschäftigungsfelder der jeweilige Studiengang geeignet ist, liefere ich anbei.

Gesundheitsökonomie

Der erste Studienbereich ist das Feld der Gesundheitsökonomie, auch Gesundheitswirtschaft oder Gesundheitsmanagement genannt. Hier werden die Studierenden durch eine Kombination von medizinischen und betriebswirtschaftlichen Vorlesungen auf einen Einsatz unter anderem in der Verwaltung von Krankenhäusern, bei Medizinischen Versorgungszentren oder auch bei Versicherungen vorbereitet. Im Studiengang Gesundheitsökonomie werden einem unter anderem folgende Vorlesungen im Studienverlauf begegnen:

  • Volks- und Betriebswirtschaftslehre
  • Sozialrecht
  • Managementgrundlagen im Gesundheitswesen
  • Grundlagen der Gesundheitsökonomie und der Gesundheitspolitik
  • Medizin und Ökonomik
  • Qualitätsmanagement
  • Integrierte Versorgung

Desweiteren werden natürlich auch Fremdsprachenkenntnisse oder beispielsweise Soft Skills wie Rhetorik gelehrt.

Pflege

Der zweite Studienbereich ist die Pflege. In Studiengängen wie Pflegemanagement oder Pflegewissenschaften werden die Kenntnisse vermittelt, damit die Studierenden bzw. Absolventen in Pflegeeinrichtungen sowohl im organisatorischen als auch operativen Teil arbeiten können.

Dazu gehören unter anderem fachliche, methodische, personale und soziale Kompetenzen, um gesunde oder kranke Einzelpersonen, Familien oder Gruppen aller Altersstufen in verschiedenen Settings zu pflegen und zu versorgen.

Bei den Studieninhalten kann es zu kleineren Überschneidungen bzw. Ähnlichkeiten mit Gesundheitsökonomie/ Gesundheitsmanagement kommen, vor allem wenn man sich für einen Schwerpunktlegung in Richtung Pflegemanagement entscheidet. Generell werden einem folgende Inhalte begegnen:

  • Pflegeforschung
  • Gerontologie
  • Methoden der Diagnostik, Therapie und Betreuung
  • Psychologie
  • Soziologie
  • Pädagogik
  • Neue Wohn- und Versorgungsformen für ältere Menschen
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Qualitätsmanagement
  • Menschenwürde, Grundrechte und Patientenrechte

Vor allem im Bereich Pflege sind unter den Studierenden viele fertig ausgebildete Pfleger/innen, die sich mit Hilfe des akademischen Studiums für neue Aufgaben qualifizieren.

Gesundheitswissenschaften (Public Health)

Die Gesundheitswissenschaften (neudeutsch Public Health) sind ein weiterer Bereich innerhalb der Fülle an Gesundheits-Studiengängen. Das Studium vermittelt die Kompetenzen, um beispielsweise Notfallpläne gegen Epidemien (wie z.B. die Vogelgrippe) oder neue Ansätze zur Bekämpfung der Fettleibigkeit bei Kindern zu entwickeln.

  • Theorien und Grundlagen der Prävention und Gesundheitsförderung
  • Demografie
  • Statistik, Datenanalyse und Evaluation
  • Qualitative Forschungsmethoden
  • Biopsychosoziale Grundlagen
  • Informatik, Biometrie, Epidemiologie
  • Arbeitsmedizin/ Hygiene

Ein großer Arbeitgeber für Gesundheitswissenschaftler sind die Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens. Darüber hinaus gibt es aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten in Kranken- und Pflegekassen, im Management von Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und Altenpflegeeinrichtungen sowie in Unternehmensberatungen.

Perspektiven nach dem Studium

Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey hat hervorgebracht, dass bis zum Jahr 2020 allein im Gesundheitswesen rund 1 Million neue Jobs entstehen können. Die Ursachen sind vielfältig. Zum einen liegt es an der alternden Gesellschaft und den daraus resultierenden Folgen. Wenn eine Gesellschaft älter wird, benötigt sie neue Versorgungsmodelle und auch neue Ansätze in Bereichen wie der Pflege.

Zum anderen hat eine ökonomische Professionalisierung in den Gesundheitsbereich Einzug gehalten. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Ärzte, Versicherungen und viele weitere Akteure müssen sich nicht mehr nur an ihren Heilungsquoten, sondern auch an ökonomischen Zahlen messen lassen.

  • Wie gut belegt sind die Betten eines Krankenhauses?
  • Wie kann man Geld beim Einkauf von medizinischen Geräten sparen?
  • Wie verbessere ich die Pflege in einem Altenheim, ohne dass es zu Lasten der Kosten oder der Bewohner geht?

Viele Experten bescheinigen der Gesundheitsbranche, einer der Jobmotoren der Zukunft zu werden mit zahlreichen sicheren Jobs und guten Verdienstmöglichkeiten. Wer sich jetzt darauf mit einem akademischen Studium vorbereitet, hat sehr gute Karrierechancen.

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