Die gesetzliche Krankenversicherung für Selbständige: Teil 3 – Die private Krankenversicherung – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Die gesetzliche Krankenversicherung für Selbständige: Teil 3 – Die private Krankenversicherung



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Wenn Sie als Selbständiger die Vorversicherungzeit nicht erfüllen, haben Sie keine Wahl: Sie müssen sich in der privaten Krankenkasse versichern. Vielleicht sagt Ihnen die private Krankenversicherung aber auch einfach mehr zu als die gesetzliche, schließlich können die Leistungen hier weitaus umfangreicher und die Tarife preiswerter sein.


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Sie können als Selbständiger jederzeit aus der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln – nur die Rück kehr ist schwieriger, da Sie dazu jünger als 55 Jahre und sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer mit einem bestimmten Jahresverdienst (derzeit liegt die obere Grenze bei 49.500 Euro) sein müssen.

Der Basistarif

Seit dem Jahr 2009 müssen private Krankenversicherer einen sogenannten ”Basistarif” anbieten, der allen offen steht, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind und die noch nicht länger als sechs Monate freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen, müssen Sie in den Basistarif aufgenommen werden – selbst bei schweren Erkrankungen, wegen der man Sie sonst ablehnen oder teuere Risikozuschläge erheben könnte.

Versicherung für Arbeitslose

Das gilt auch, wenn Sie als privat oder gar nicht versicherter Selbstständiger arbeitslos werden – allerdings trägt die Arbeitsagentur (anders als in der gesetzlichen Krankenkasse) nur einen Teil der Beiträge, im Fall von Arbeitslosengeld nicht mehr als 131,34 Euro; der Rest geht vom Arbeitslosengeld ab.

Wenn von Ihrem Einkommen nach Zahlung des Basistarif-Beitrags nur noch so wenig übrig bleibt, dass Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld II hätten, muss die Versicherung den Beitrag um die Hälfte senken.

Höhe der Prämien

Die Höhe der Beiträge, hier Versicherungsprämien genannt, richten sich allerdings auch im Basistarif nach Eintrittsalter und Geschlecht, allerdings nicht nach dem Einkommen. Der der Basistarif darf nicht über dem Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (553,16 Euro im Monat) liegen.

Bis zu diesem Betrag sind die Versicherungen allerdings frei, eine hohe Prämie auch von Geringverdienern zu verlangen. Auch eine Familienversicherung gibt es nicht, allerdings kann der Partner ein Rabatt von 50 Prozent bekommen. Im Höchstfall kommen damit auf ein Ehepaar schon 829,74 Euro zu.

Unterschiede je nach Versicherung

Die Leistungen, die Sie für die diese Prämien bekommen, sind in der Regel von Versicherung zu Versicherung höchst unterschiedlich. Da hilft nur eines: Preise und Leistungen genauestens vergleichen.

Am besten holen Sie sich dazu Vergleichsangebote von verschiedenen Versicherungen ein – und zwar nicht mithilfe irgendwelcher Vergleichstabellen im Internet, sondern persönlich und verbindlich.

Welche Leistungen brauchen Sie?

Überlegen Sie dazu zunächst, welche Leistungen Sie benötigen: Reicht Ihnen beispielsweise eine medizinische Grundversorgung zum Basistarif oder wollen Sie eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus? Welche Zusatzleistungen möchten Sie beim Zahnersatz? Je mehr Leistungen, desto teurer wird es.

Bei bestimmten Leiden und Vorerkrankungen verlangen private Versicherungen außerdem Risikozuschläge, die die schönen Beispielrechnungen aus den Tabellen zunichtemachen können. Oder sie verweigern einem Risikofall die Aufnahme ganz. Und: Frauen zahlen bis zu 60 Prozent mehr als Männer, und auch bei älteren Menschen sind die Beiträge höher.

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