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Den sicheren Job bei einer Regierungsbehörde aufzugeben, um etwas so abenteuerliches wie Wale Watching, deutsch Walbeobachtung, mit einem fragilen Motor-Schlauchboot zu machen: Für viele Deutsche undenkbar. An Kanadas Ostküste, in St. Andrews by the Sea, hat David Welch damit seinen Traumjob gefunden.

Eine formale Ausbildung für seinen Job hat Dave nicht: Er hat sich sein Wissen teils angelesen, teils durch Beobachtung und Erfahrung gelernt. Das aber ziemlich gut: Bei der Vorbesprechung kann er uns Details aus dem Leben der Wale berichten, dass man denken könnte, er sei Meeresbiologe.
Noch keiner ging über Bord!
Und auch das Bedienen seines Zodiac-Schlauchboots beherrscht Dave, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Kritikern hält er trocken entgegen: “Bis jetzt ist noch kein Tourist jemals über Bord gegangen.”
Dabei hatte Dave Ursprünglich hat er eine Ausbildung in Mediamanagement gemacht da auch gearbeitet. Später hat es ihn in die Verwaltungsorganisation der kanadischen Regierung in der Hauptstadt Ottowa verschlagen.
Als er 1995 einen Whale Watcher mit Zodiac-Schlauchboot in British Columbia an der kanadischen Westküste traf, sattelte er kurzerhand um und gründet sein Unternehmen http://www.fundytiderunners.com/
Neu anzufangen, wird immer wichtiger
Der Kollege aus BC habe ihm damals sehr geholfen, als Dave ihm erzählte, er wolle seine Idee auf der anderen Landesseite kopieren: „Ich war ja keine Konkurrenz – da hat er mir alles erklärt.“ Dennoch sei das alles „ein Haufen Arbeit“ gewesen. Die aber hat sich gelohnt: Bis heute ist Dave der einzige, der an der Ostküste Wal-Beobachtung mit einem Zodiac-Schlauchboot anbietet.
Dabei ist die Fähigkeit, alle paar Jahre einen neuen Beruf anzufangen, für den Kanadier kein Manko sondern eine wichtige und notwendige Fähigkeit: „Ich habe in meinem Leben schon so einige Berufe ausprobiert, ich bin ja schon über 50“, sagt er und ist überzeugt: „Einen Beruf sein ganzes Leben lang zu machen, das ging vielleicht für unsere Eltern. Aber heute klappt das doch gar nicht mehr.“


