Udo Vetters Unterhosen und die Offenheit im Netz: „Was peinlich ist, bestimme ich!“

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08.12.2010 67 Leser 8 Debatten 457 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 51 Sekunden
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In Deutschland ist die Angst davor, was andere  im Internet über einen erfahren könnten, groß – gerade bei der Karriere. Wohltuend ist  da, wenn ein renommierter Anwalt offen über seine Peinlichkeiten im Netz berichtet. Denn: Wichtig ist, wie man damit umgeht.

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Belangloses Verhängnis?

Gestern habe ich bereits einen Beitrag darüber geschrieben, dass man zu seinen eigenen Peinlichkeiten im Netz selbstbewusst stehen sollte.

Denn um ehrlich zu sein, wird viellen von uns auch nichts anderes übrig bleiben: Wer von uns kann denn schon mit 15, 20 oder 30 vorhersehen, welcher belanglos rausgetwitterte Tweet ihm später mal zum Verhängnis werden kann?

Mutige Vorbilder gesucht!

Das ist natürlich schön gesagt, wenn alle anderen vor Angst schlotternd über Karrierefallen und Reputationsmangement reden. Aber wie schon gestern gesagt: Man kann den Spieß auch umdrehen und selbst bestimmen, was einem peinlich ist – und was nicht.

Dafür braucht es allerdings positive Vorbilder – nämlich Leute, die nicht nur zu ihren eigenen Peinlichkeiten stehen, sondern hinterher noch darüber erzählen und lachen können. Und die damit auch noch Erfolg haben – wie z.B. Udo Vetter, der es bei Twitter auf über 19.000 Follower bringt.

Wer, wo, wie?

Udo Vetter, durch den Law Blog bekannter Fachanwalt für Strafrecht, also ein Berufsstand, dem man durch seriöses Verhalten nachsagt, war letzte Woche auf  dem Twittwoch in Düsseldorf.

Mehr Infos zu dieser Veranstaltung, die von Johannes Lenz und Andre Pätzel ausgerichtet wurde und als weiteren Gast Stefan Keuchle, Pressesprecher von Google Deutschland, geladen hatte, erfährt man durch die unten verlinkten Texte.

Die Story mit den Unterhosen

Mir geht es jetzt ersteinmal um Vetter. Der wurde nämlich u.a. gefragt, was sein peinlichstes Twitter-Erlebnis gewesen sei. Und erzählte eine Geschichte, bei der ich persönlich auch erstmal rote Ohren bekam, weil sie mir so peinlich gewesen wäre:

Vetter wollte Unterhosen kaufen und beschwerte sich via Twitter über die kratzigen Diebstahlsicherungen. Mag sein, dass ich als Frau dieses Thema einfach auch noch eine Spur prekärer finde. Aber jedenfalls passierte Vetter das, was wahrscheinlich vielen Nutzern passiert: Er war sich nicht klar, wer da so alle mitliest.

Was peinlich ist, bestimme ich!

Denn einige Wochen später wurde er bei einer Verhandlung von einem der Beisitzer bei einer Verahandlung am Landgericht darauf angesprochen, ob es denn neuerdings normal sei, dass Anwälte öffentlich im Netz über ihre Unterhosen twitterten. Und Vetter war das, wie er beim Twittwoch zugab, doch ein wenig peinlich.

Aber es zeigte sich, dass der Beisitzer Humor hatte und auch über die Sache lachen konnte – vermutlich auch deshalb, weil Vetter eben nicht versuchte, seine Peinlichkeit zu negieren oder kleinzureden, sondern einfach dazu stand. Und die Geschichte heute locker und amüsant als Anekdote erzählen kann.

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