Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Warum ich Flattr wieder ausgebaut habe – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Warum ich Flattr wieder ausgebaut habe



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Flattr ist theoretisch eine schöne Sache: Leser bezahlen freiwillig mit einer Art Mikropayment-System, wenn ihnen ein Beitrag gefällt – und zwar in kleinen Cent-Beträgen. In der Praxis funktioniert es aber nicht auf jedem Blog. Und am meisten verdient Flattr selbst. Businessideen & Verkauf  Finanzen Banken Investment Kapital Digitalisierung Roboter Internet Crowdbusiness Crowdfunding Crowdsourcing Berufsbild Medien & Social Media


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Letzte Woche habe ich den Flattr-Button wieder ausgebaut. Ich war von Anfang an skeptisch, ob das Prinzip funktionieren würde:

Den wirklichen Gewinn machen Flattr und Paypal

Um als Leser überhaupt Flattren zu können, muss man 1,8 Prozent des gewählten Betrages + 35 Cent pro Überweisung an Paypal abtreten. Und auch Flattr nimmt 10 Prozent der Gebühren. Heißt im Klartext: Um 2 Euro im Monat zu flattren muss ich mal mindestens drei Euro einzahlen.

Ich finde das, ehrlich gesagt, ein bisschen krass: kein Wunder, dass Flattr sich bislang nur bei denjenigen durchgesetzt hat, die selbst von dem Bezahlsystem profitieren. Was dabei dann herauskommt, ist das was Sascha Lobo und viele anderen Prophezeiten: Ein System, in der sich die Blogger selbst das Geld hin und herschieben und dafür noch Gebühren zahlen.

Wo Flattr funktioniert und wo nicht

Um das aber klar zu sagen: Natürlich funktioniert Flattr für einige Blogs sehr gut. Nämlich genau für die bekannteren Blogs, die in der Blogger-Szene auch gelesen werden. Oder diejenigen, mit denen sich die Leser identifizieren, die also eine richtige Community haben.

Auf meinem Blog ist das nicht der Fall, weil Karrierethemen einen anderen Leserkreis ansprechen. Einen, der häufig über Google kommt und nach schnell verwertbaren Informationen und Tipps für seinen Berufsalltag sucht.

Facebook statt Flattr?

Mein Testmonat hat nun gezeigt, dass meine Skepsis berechtigt war: Ganze 74 Cent habe ich über flattre eingenommen. Gut, man kann sagen, dass der August der schlechteste Zeitpunkt für einen Test war, weil viele Leute in Urlaub waren. Ich hätte etwas mehr Geduld haben können und z.B. bis Ende des Jahres testen können. Vielleicht liegt es auch daran, dass den Lesern meine Themen schlicht nicht gefallen haben – dann würde ich mich über ein paar Kommentare freuen, für welche Informationen Sie, liebe Leser, bereit wären zu zahlen.

Ich habe aber auch festgestellt, dass im gleichen Zeitraum vergleichsweise oft der Facebook-gefällt-mir-Button geklickt wurde – ein Indiz also, dass die Leser durchaus partizipieren – aber offenbar eben nur bis zu einer gewissen Grenze. Vielleicht sind aber auch die oben schon beschriebenen technischen Hindernisse ein so großes Problem, dass viele Leser zwar den „Gefällt-mir-Button“ klicken, aber eben nicht Flattr? Eben weil man halt bei Facebook schon registriert ist? In dem Fall könnte, bei aller Kritik an Facebook, ein in das soziale Netzwerk integriertes Bezahlsystem für Blogs helfen. Oder ist es einfach doch, weil es halt nichts kostet, in Facebook den Gefällt-mir-Button zu klicken?

Hilfe, mein Blog lahmt!

Allerdings ergab sich ein weiteres Problem, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte: Der Flattr-Button machte als weiteres Java-Script mein Blog langsamer. Und zwar bedeutend langsamer: Bis zu einer halben Minute hat es dank Flattr-Button gedauert, bis die Site vollständig geladen war. Ein Unding! Also weg mit dem Ding und siehe da, die Site lädt wieder bedeutend schneller.

Denn gute Idee hin oder her: Sicherlich kann man mal investieren und flattr ausprobieren – schon alleine um die an sich gute Idee zu unterstützen. Wenn die Site aber dadurch langsamer wird, wodurch am Ende vermutlich auch die Zugriffszahlen sinken – dann bringt flattr nicht nur kein Geld ein, sondern schadet am Ende sogar.

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