Wie Unternehmen sich vor Unachtsamkeit ihrer Mitarbeiter schützen können: Vorsicht vor Datenklau – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Wie Unternehmen sich vor Unachtsamkeit ihrer Mitarbeiter schützen können: Vorsicht vor Datenklau



Datendiebstahl und Industriespionage werden ein immer größeres Problem für die deutsche Wirtschaft – das zeigt die Studie „German Enterprise Encryption Trends 2009“: 53 Prozent der befragten deutschen Firmen in den letzten zwölf Monaten einen Datendiebstahl.


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„Viele Unternehmen sind nicht ausreichend vorbereitet, denn sie denken nur an Viren- oder Hackerangriffe“, erklärt Martin Gasper, Datenschutzexperte bei TÜV Rheinland.

Die Erfahrung zeigt aber: Auch Mitarbeiter geben Informationen gutgläubig und unwissend weiter. Eine interne Schulung zur Datensicherheit sensibilisiere die Belegschaft für dieses Thema, rät der Experte. „Zudem schafft eine eindeutige Definition von Richtlinien im Umgang mit projekt- und personenbezogenen Daten Klarheit.“

Daten vor unbefugten Zugriffen schützen

Gerade personenbezogene Daten gilt es vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Wer häufig Kundenbesuch hat, muss sicherstellen, dass sich dieser nie allein im Büro aufhält. Der PC-Bildschirm sollte so ausgerichtet sein, dass er nicht direkt vom Fenster oder der Tür einzusehen ist.

Hilfreich auch: die Installation eines passwortgeschützten Bildschirmschoners. „Er sperrt den Computer automatisch bei längerer Nicht-Benutzung“, erklärt Gasper. Unterlagen mit personenbezogenem Inhalt gehören bei Abwesenheit immer in verschließbare Schränke oder die Schubladen des Schreibtischs.

Büro abschließen, aber richtig!

Wer sein Büro verlässt, schließt am besten die Tür ab. Schlüssel dürfen nicht offen herumliegen und sollten auch nicht mit Aufschriften zur Schlosszugehörigkeit gekennzeichnet werden. Besser sind farbliche Markierungen: Sie besitzen im Falle eines Verlustes keinen Informationswert für Dritte.

Zurückhaltung auch am Telefon oder beim Drucken

Vorsicht ist auch beim Drucken von personenbezogenen Daten geboten: Sofern dazu allgemein zugängliche Drucker genutzt werden, sollte man die Ausdrucke sofort holen. „Codegeschützte oder persönliche Drucker bieten mehr Sicherheit vor unbefugtem Zugriff“, rät der Informationssicherheitsexperte. Zudem gehören Fehldrucke oder -kopien mit personenbezogenem Inhalt nicht in den Papierkorb, sondern gleich in den Reißwolf.

Auch am Telefon ist Zurückhaltung angesagt. Bei leisesten Zweifeln über die Identität des Gesprächspartners sollten keine sensiblen Informationen preisgegeben werden, betont Gasper und rät: „Lieber Namen und Telefonnummer des Anrufers notieren und auf einen Rückruf verweisen.“

Natürlich auch Vorsicht bei Sozialen Netzwerken

Nach meiner persönlichen Meinung müssen die Sicherheitsmaßnahmen aber noch einen Schritt weiter gehen. Denn auch wenn Hacker-Angriffe nicht die einzige Bedrohung darstellen: Vorsicht ist beim Computer allemahl geboten. Denn viele Mitarbeiter sind beruflich oder privat in sogenannten sozialen Netzwerken aktiv. Und hier besteht ganz reel die Gefahr Interna oder Geheimnisse auszuplaudern – oft auch unfreiwillig, wie dieser Beitrag über Social Networks zeigt.

Dabei wissen die Mitarbeiter eigentlich ganz genau, was sie weitergeben dürfen und was nicht. Das zumindest ist die Auffassung, die Daimler-Blogger Uwe Knaus in einem Kommentar hier im Blog geäußert hat. Allerdings bestehe, so Knaus, die Gefahr, dass die Mitarbeiter aus der vermeintlichen Anonymität heraus zu gesprächig sind. Knaus schreibt daher: „Anstelle von Twitter-Richtlinien plädiere ich für Aufklärung hinsichtlich Funktionsweise und Fallstricke von Social Media.“

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