Umfrage zum Rauchen am Arbeitsplatz: Dicke Luft – sind Raucher faul? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Umfrage zum Rauchen am Arbeitsplatz: Dicke Luft – sind Raucher faul?


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Verstecken müssen sich rauchende Mitarbeiter nicht, ihr Laster stößt aber weder bei Kollegen noch bei Vorgesetzten auf große Zustimmung, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Sind Raucher wirklich fauler als andere oder leisten sie sogar mehr?

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Wer arbeitet effizienter?

Raucher contra Nichtraucher – nicht nur in Cafés, Bars und Gasthäusern ein mit harten Bandagen geführter Kampf. Denn selbst wenn die meisten Büros bereits rauchfreie Zonen sind, gibt es bei der Arbeit noch ein anderes Problem:

Wer arbeitet eigentlich effizienter? Raucher, weil die Pausen helfen,sich hinterher besser zu konzentrieren oder Nichtraucher, gerade weil sie weniger Pausen machen? Oder sind raucher sogar fauler?

Sind Raucher faul?

Laut einer aktuellen Umfrage der österreichischen Jobbörse karriere.at ist fast die Hälfte der befragten Arbeitnehmer (47 Prozent) überzeugt, dass ihre rauchenden Kollegen aufgrund der häufigeren Pausen weniger arbeiten als sie selbst. Drei von zehn Angestellten glauben hingegen, dass Raucher aufgrund ihrer höheren Pausenfrequenz sogar produktiver sind.

Viele Arbeitgeber dürften das anders sehen: Denn jeder Zweite, der an der Umfrage teilnahm, gibt den Mitarbeitern fixe Pausenzeiten vor, um allzu häufige Rauch-Timeouts zu vermeiden. Arbeiten sollen die Leute ja schließlich auch noch!

Sauer auf die Kollegen?

An einer entsprechenden Online-Umfrage hatten 502 Arbeitnehmer und 116 Arbeitgeber teilgenommen. Das Ergebnis: Arbeitgeberseite scheint Rauchen am Arbeitsplatz unproduktiv zu finden. Und jeder zweite Arbeitnehmer glaubt, dass rauchende Kollegen weniger arbeiten.

Gut 47 Prozent der befragten Arbeitnehmer sind sich sicher: Raucher arbeiten weniger, weil sie weniger Zeit an ihrem Arbeitsplatz verbringen. Weitere zehn Prozent sind zwar der Meinung, dass die Freunde des Nikotins zwar weniger „weiterbringen“, sagen jedoch auch, dass es deren gutes Recht sei, Rauchpausen einzulegen.

Rauchpausen förderlich für die Produktivität?

Insgesamt glauben 43 Prozent, dass Rauchpausen sich sogar förderlich auf die Produktivität eines Unternehmens auswirken: So gaben nämlich 29 Prozent der Arbeitnehmer an, dass Raucher durch die gelegentlichen Pausen entspannter und somit produktiver bei der Arbeit seien.

Weitere 14 Prozent sind der Meinung, dass Rauchpausen eine wichtige kommunikative Funktion haben, da in ihnen Besprechungen auf kurzem Weg erledigt werden könnten.

Generelles Rauchverbot ist Ausnahme

Die meisten Arbeitgeber denken darüber offenbar völlig anders: Denn jedes zweite der teilnehmenden Unternehmen (50 Prozent) gibt fixe Pausenzeiten vor, um allzu häufige Rauch-Timeouts zu vermeiden. Fünf Prozent der Befragten geben an, sogar ein generelles Rauchverbot im Unternehmen erlassen zu haben.

Nur etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Arbeitgeber zeigt hingegen Vertrauen in das eigenverantwortliche Zeitmanagement der Mitarbeiter. Sie überlassen es den Angestellten, sich ihre Rauchpausen selbst einzuteilen. In rund jedem elften Unternehmen (9 Prozent) steht es Mitarbeitern sogar frei, an ihrem Arbeitsplatz dem blauen Dunst zu frönen.

Emotional aufgeladen

Kein Zweifel, das Thema Rauchen errregt die Gemüter stark – das hat man schon bei der Debatte um die Einführung des Rauchverbots in Kneipen gesehen. Warum sollte das in Betrieben anders sein?

Wie man dazu steht, hängt sicherlich davon ab, ob man selbst raucht oder nicht: Mich als überzeugte Nichtraucherin hat es bei meinem Job als Redakteuerin zweier Zeitschriften der Bundesagentur für Arbeit schon gestört, wenn die Raucher regelmäßig für Rauchpausen nach draußen rannten.

Wenn ich jetzt jemanden einstellen würde, der raucht, würde ich vermutlich flexible Pausen für alle einführen. Seine Arbeit regelmäßig, wenn auch nur kurz, zu unterbrechen gilt langfristig ohnehin als gesund. Gleichzeitig ließe sich damit aber Konfliktpotential vermeiden, weil alle gleich behandelt würden.

Die Umfrageergebnisse im Detail

„Arbeiten Raucher weniger?“ (502 Arbeitnehmer)

  • Nein. Denn durch die Pausen sind sie produktiver: 29 Prozent
  • Keinesfalls. Sie sparen Besprechungszeit: 14 Prozent
  • Ja. Pausen sind aber ihr gutes Recht: 10 Prozent
  • Sicher. Sie sind weniger am Arbeitsplatz: 47 Prozent

„Wie regelt Ihr Unternehmen Raucherpausen?“ (116 Arbeitgeber)

  • Raucher teilen sich ihre Zeit selbst ein: 36 Prozent
  • Mit fixen Pausenzeiten: 50 Prozent
  • Es wird am Arbeitsplatz geraucht: 9 Prozent
  • Es herrscht generelles Rauchverbot: 5 Prozent
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  1. Simone Janson

    Danke für den Hinweis. Ich persönlich finde Rauchen auch eher unangenehm.

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  3. Robert Linsbauer

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  6. Simone Janson

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