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Aktuelle Trends – Öko-Nomaden & Urban Farming: Mobiltät, Leben & Arbeiten in der grünen Stadt?


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Urban Farming, der Anbau von Nutzpflanzen mitten in der Stadt, ist ein aktueller Trend, der – natürlich aus den USA – nach Deutschland schwappt. Die Betreiber haben nicht nur den grünen Daumen, sondern ackern auch fürs Gemeinwohl. Ihr Name „Nomadisch Grün“ ist Programm.

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Die Entstehungsgeschichte

Die Entstehungsgeschichte ist schnell erzählt: Nomadisch Grün ist eine gemeinnützige GmbH, die im Juli 2009 am Moritzplatz in Kreuzberg eine 6000 qm große Brachfläche von der Stadt Berlin gemietet hat. Die Fläche wurde in eine ökologische und soziale urbane Landwirtschaft verwandelt.

Der so entstandene Prinzessinnengarten produziert nicht nur lokal Lebensmittel, er schafft auch einen Ort neuen urbanen Lebens, in dem gemeinsam mit Freunden, Nachbarn und Interessierten gearbeitetet, gelernt und entspannt wird.

Sozialer Brennpunkt & Kulturaktionen

Dabei sehen die Betreiber ihren Garten nicht einfach als Begrünungsaktion, sondern als Sozial- und Kulturprojekt, wie in einem ziemlich gelungenen Artikel im Tagesspiegel zu lesen stand:

Denn als Hobby-Bauern betätigen sich nicht nur die üblichen Verdächtigen (Studenten, Linkintellektuelle & Gartenaktivsten) sondern auch türkische Frauen – Integrationsförderung im sozialen Brennpunkt sozusagen. Und auch mit zahlreichen Kulturveranstaltungen wird das Projekt verknüpft.

Wenn eine alte Idee zum Trend wird

Die Idee ist so neu eigentlich gar nicht: Schon in den Siebziger Jahren entstanden in New York die ersten community gardens. Mehr zur Geschichte findet sich hier im Artikel von Spiegel Online. Dass die Idee aber jetzt erst so richtig aufblüht, dürfte mehreren Faktoren zu verdanken sein: Leerstehende Industrieflächen und abnehmende Einwohnerzahlen machen mancherort die Gartenfläche billig. Und in Zeiten sinkender Löhne und hoher Arbeitslosigkeit ist Selbstversorgung oft die einzige Alternative, preiswert an gesunde Lebensmittel zu kommen.

Hauptgrund dürfte aber der aktuelle Öko- und Nachhaltigkeits-Trend sein: Während sich die einen in Petitionen gegen ein angebliches Heilpflanzenverbot aussprechen, propagieren die anderen die Abkehr vom Egoismus und die Hinwendung zum altruistischen Miteinander – ganz im Sinne der Urbanen Nomaden-Gärtner. Und gesund und genussvoll essen ist sowieso Trend – da züchten viele ihr essen auch gleich selbst.

Mobile Öko-Nomaden als Vorreiter einer neuen Lebens- und Arbeitsweise?

Vorbilder gibt es also viele, das Kreuzberger Projekt ist aber in einem Zusammenhang ein echtes Unikat: Sämtliche Pflanzen werden mobil, in Kisten oder alten Reissäcken angebaut. Das ermöglicht den schnellen und reibungslosen Umzug – z.B. wenn die Stadt das Gartengrundstück wirklich mal verkauft. Und die Pflanzen ziehen jetzt im Winter in geschlossene Räume.

Nomadisch Grün – der Name ist eben Programm. Sogar mobile Bauernhäuser gibt es im Sommer zeitweise. Eigentlich eine verrückte Idee – und sie funktioniert doch gut. Dabei ist die mobile Gartenkultur nur ein weiterer konsequenter Schritt in einer immer stärker mobil werdenden Lebens- und Arbeitsweise. Vielleicht ist sie damit ja Vorreiter einer ganz neuen Lebens- und Arbeitskultur und die Mobilen Bauernhäuser dienen bald als Coworking-Orte? Zukunftsforscher wie Eike Wenzel prognostizieren in den kommenden Jahren ja entsprechende Veränderungen.

Fazit

Eine wirklich schöne Idee – besonders witzig fand ich die Idee mit der Mobilität. Ob sich das im Kleinen nicht auch auf dem heimischen Balkon verwirklichen ließe – auch wenn meine bisherigen Versuche mit Grünpflanzen mangels Geduld eher mager waren.

Was ich persönlich allerdings noch schöner fände, wäre ein Dachgarten – Urban Farming von oben sozusagen – so wie hier in San Francisco:

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