Tatort Media-Markt-Filiale – Wie Media Markt und Ricoh Kunden verarschen: Ich bin doch blöd – Teil 1! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Tatort Media-Markt-Filiale – Wie Media Markt und Ricoh Kunden verarschen: Ich bin doch blöd – Teil 1!



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Im Internet werden, so ein gängiges Vorurteil, arglose Kunden abgezockt. Dagegen gilt der Kauf im Laden aufgrund fundierter Beratung als seriös. Ein teuerer Irrtum: Media Markt lässt Kunden durch von Firmen bezahlte Promotoren beraten – ohne diese gesondert zu kennzeichnen!


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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Ich bin doch nicht blöd? Wohl doch!

Der Media Markt wirbt mit der schönen Aussage „Ich bin doch nicht blöd!“ Das, was mit diesen Sommer dort passt ist, lässt für mich allerdings einen anderen Schluss zu: Der Kunde kann nur blöd sein, wenn er zum Media Markt geht.

Und der Vorfall zeigt auch, welche großen Probleme Unternehmen immer noch haben, bei berechtigten Beschwerden adäquat mit Kunden zu kommunizieren.

Der Vorfall

Aber der Reihe nach: Ende Juli wollte ich mir eine Digitalkamera kaufen. Aufgrund der Praktikabilität eine Kompaktkamera mit möglichst weitreichendem Zoom, guter Bildqualität, Makrofunktionen und möglichst vielen Einstellungsmöglichkeiten.

ach langem Herumgesuche und dem Lesen verschiedenster Testberichte fiel meine Wahl auf die Canon SX 200, der zu einem vergleichsweise moderaten Preis eine hervorragende Bildqualität bescheinigt wurde. Und das beim Mediamarkt – da war das gute Stück billiger als sonst irgendwo.

Also auf zum Media Markt Berlin Alexanderplatz. Wer ab und an zum Media Markt geht, kennt die Situation, noch dazu Samstags. Massen an Kunden, ein paar überforderte Mitarbeiter hinter der Verkaufstheke, die mit allem Möglichem beschäftigt sind, aber keine Zeit haben, die Kunden zu beraten.

Der Kunde ist doch selbst schuld blöd!

Ich wollte ja auch keine Beratung, sondern brauchte nur jemanden, der mir die Kamera aus dem Schrank holte. Also fragte ich einen freundlichen Mitarbeiter, der da hinter der Theke herumstand. Der hatte zwar keinen roten Kittel an, schien aber irgendwie zum Laden zu gehören. Vielleicht jemand in einer Führungsposition, der seine Mitarbeiter kontrollierte?

Ich bin leider blöd und dachte das Falsche: Wie sich später zeigen sollte, ist es immer sinnvoll, sich vor dem Betreten eines Ladens über dessen Mitarbeiterstruktur und Hierachieebenen zu informieren. Indes: Wer tut das schon, wenn er nur mal was kaufen will?

Vorsicht: Promoter ohne Warnung

Heute weiß ich, dass es sich bei dem Herren um einen Promoter wahrscheinlich der Firma Ricoh, handelte. Klar wurde das allerdings nicht, weil der nette Herr neben einen Namensschild keinen weiteren Hinweis auf irgendeine Firmenzugehörigkeit trug und mich auch darüber auch nicht aufklärte.

Erst einen Monat später, als ich mich für die Fehlberatung beschwerte, erklärte mir der Bereichsleiter des Media Marktes, Daniel P., den Unterschied zwischen rot-bekittelten Mitarbeitern und den normal gekleideten Promotern – etwas, auf das nirgendwo explizit hingewiesen wird und das sicher auch vielen anderen Kunden so nicht klar ist.

Rechtliches

Für Journalisten gilt, dass sie Werbung strikt vom redaktionellen Teil trennen müssen. Das schreiben das Telemediengesetz und die schwarze Liste im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb vor.

Die Sache mit der Promotorentätigkeit geht für mich in die gleiche Richtung, schließlich erwarte ich nicht nur von Journalisten unabhängige Berichterstattung sondern in einem Laden auch unabhängige Beratung. Dass eine ausdrückliche Erwähnung dieses Tatbestandes in der Schwarzen Liste fehlt, bestätig mir eigentlich nur, dass diese Masche so unglaublich und so neu ist, dass der Gesetzgeber gar nicht daran gedacht hat.

Beim Media Markt ist man sich, aller Beschwichtigungsversuche zum Trotz, durchaus bewusst, dass das nicht so ganz korrekt ist. Seine Mitarbeiter jedenfalls wollen nicht namentlich genannt werden, daher klingt der Bereichsleiter ein wenig wie Bildzeitung. Auch die PR-Dame des Mediamarktes möchte lieber als „Eine Sprecherin des Unternehmens“ zitiert werden.

Freibrief zum Reinlegen lassen

Genug der Vorrede, zum eigentlich Vorfall: Ich kaufte am Ende nicht die Canon SX 200. Denn der Promoter überredete mich zum Kauf einer 50 Euro teuereren Ricoh cx2.

Das genaue Vorgehen: Ich wurde zunächst freundlich gefragt, ob ich auch prinzipiell an anderen Geräten interessiert sei – mein Ja war offenbar auch ein Freibrief zum Reinlegen lassen.

Die perfekte Manipulation

Die Manipulation funktionierte dabei so geschult wie perfide: Da ich glaubte, der Berater sei unabhängig, war ich so begeistert, wie gut sich der Berater mit der Materie auskannte, dass er mir eine so gute Kamera empfahl, dass ich seiner Empfehlung blind vertraute.

Hätte ich gewusst, dass der Berater von der Firma Ricoh bezahlt wird, wäre mir auch klar gewsen, dass er auf die Funktionen der Kamera speziell geschult war – und seine Fachkenntnis allles andere als profund.

„Beratung“ mit Kaffe-Fahrt-Methoden

Denn das Vorführen der tollen Spezialeffekte, die die cx2 nunmal mitbringt, war ein wesentlicher Bestandteil der Manipulation.

Der Promoter erklärte mir, dass die Bildqualität bei der Ricoh cx2 viel besser sei, weil dafür die Videofunktion schlechter sei. Die Logik, die entsteht, wenn man Schwächen positiv verkauft, lässt den geschulten Verkäufer erkennen.

Dafür fehlten der Ricoh cx2 wesentliche Einstellungsmerkmale, etwa eine manuell einstellbare Blende.

Wer sich nicht auskennt, ist klar im Nachteil

Und er führte dies auch gleich vor, wobei es natürlich kein Kunststück war, die Kamera, die er offenbar gut kannte, so einzustellen, dass im Vergleich bessere Bilder herauskommen. Denn die Ricoh macht sicherlich auf den ersten Blick bessere Schnappschüsse, weil alles automatische funktioniert.

Hingegen muss man bei der Canon Blende & Belichtungszeit selbst einstellen. Dafür muss man sich aber auskennen bzw. herumprobieren. Bei optimaler Einstellung macht die Canon aber deutlich bessere Bilder mit weniger Bildrauschen, wie man anhand dieser Beispiele sehen kann.

Lesen Sie bitte weiter den Teil!

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Julia Bietendübel

    Ich komme gerade aus dem Media-Markt nach Hause. Bin selbst Promoterin UND Redakteurin. Hätte ich es nicht genau so gemacht wie der junge Mann, hätte ich kaum Geld verdient und wäre auch schnell wieder draußen gewesen. Zurzeit findet dort das große Torwandschießen statt, und was ich dort in diesem Markt in einem Ostteil von Berlin erlebt habe, spottet jeder Beschreibung. Promoter sind NICHT bei Media angestellt, kein Media-Mitarbeiter hat das Recht, sie raus zu schmeißen, ihnen zu kündigen oder die Pausenzeiten fest zu legen. Gleich am ersten Tag (Donnerstag, der 30.05.) , ich war um 8.30 Uhr da, „begrüßte“ mich eine Mitarbeiterin mit den Worten, wenn ich die zentnerschwere Torwand nicht aufbauen könne, solle ich doch solch einen Job gar nicht erst annehmen. Da das Equipment dem Media-Markt gehört und wir nur eine kurze Online-Schulung von unserer Agentur erhalten hatten, bei der es bei weitem nicht nur um den „ach so einfachen Aufbau der Torwand“ ging, waren meine Kollegin und ich auf ein paar starke Männer angewiesen, die dann auch sofort da waren. Wir konnten pünktlich beginnen. Dumm nur, dass ich nicht aus dem ehemaligen Osten unseres Landes stamme, sondern aus Hamburg. Zudem habe ich Abitur, diverse Ausbildungen, bin im Verkauf rasant gut und spreche für die „Ossis“ eine andere Sprache. Die Mitarbeiterin vom Media-Markt (den Marktleiter oder seine Stellvertreterin habe ich nie kennen gelernt, Dafür wurde mir SOFORT erklärt, ich würde „nichts taugen“). Am Donnerstag habe ich 12 1/2 Stunden gearbeitet und wurde weiterhin von Frau K. gemobbt, bis ich die Agentur anrief, die mir ja schlielich den Auftrag erteilt hatten. Dann wurde von der Agnetur aus mit Frau K. gesprochen, die auch plötzlich ganz freundlich war. Leider starb mein Vater am Donnerstag, was ich erst aabends erfahren hatte, und ich wurde nachts krank, sodass ich erst am heutigen Montag wieder arbeiten konnte. Als ich mich ans Werk machte, brüllte mich ein dikc er Arbeiter des Media-Marktes an, was ich denn da machen würde. „Man nennt das Arbeiten“ antwortete ich ihm. Er konterte mit den Worten: „Sie arbeiten hier nicht mmehr“. Also rief ich wieder in der Agentur an, die mir mitteilte, dass eben dieser Markt mich nicht haben wolle. Die Agentur bot mir eine Alternative an, aber schon ist etwas anderes. Im Übrigen ist es bei den meisten Agenturen Pflicht, ein Namensschild zu tragen, auf dem auch die Firma steht. Bei Media nicht.

    • Simone Janson

      Liebe Frau Bietendübel,
      danke für diesen ehrlichen, offenen Bericht. Das ist natürlich die Kehrseite der Medallie: Unzufriedene Kunden auf der einen, ausgenutze Mitarbeiter auf der anderen Seite. Fast wie bei Amazon: http://berufebilder.de/serie/aerger-mit-amazon/

  2. Wölkchen S.

    Sorry ich kann deine Meinung nicht teilen!

    Ich finde es gut, dass es Promoter gibt, die sich (wie du sagtest) „bestens“ mit den Geräten Ihrer Marke auskennen. Nur weil die von der Firma dafür bezahlt werden heißt das nicht, dass die Mitarbeiter des Marktes besser sind !! Ich kenne jemanden aus meinem Bekannten- Kreis, der in einem ähnlichen Elektromarkt arbeitet, der den Kunden immer zu seinen 2 „Lieblingskameras“ rät, weil er kein Bock auf die Kunden hat, die sich im Markt stundenlang beraten lassen um das ausgesuchte Gerät dann später im Internet zu kaufen. Das ist auch irgendwo „Manipulation“ und das Resultat der Möglichkeit im Internet für 3 € billiger einzukaufen (die müssen auch weniger Angestellte, Miete für Lager usw zahlen)

    Außerdem kann doch jede Firma da einen Promoter für Werbemaßnahmen einstellen.

    Und wenn der/sie doch schon rein äußerlich irgendwie den Eindruck machte, dass er/sie nicht zum Markt selber gehört; wieso hast du ihn/sie dann nicht gefragt?? Wäre doch nix dabei gewesen oder? Du hättest einfach fragen können ob er/sie hier arbeitet und wieso er/sie keine Dienstkleidung trägt.

    Ich habe mich auch schon von Promotern beraten lassen und jedem die Chance gegeben mir seine Geräte zu präsentieren bis ich damals endlich eine passende gefunden hatte.

    Und da muss ich jetzt mal die Ricoh Promoter in Schutz nehmen. Die waren wenigstens bemüht, dir die Kameras zu zeigen und sind auf individuelle Wünsche eingegangen, im Gegensatz zu den gelangweilten Panasonic-, oder den völlig überforderten Canon-Promoter. Die Wenn du natürlich eine „Eier legende Woll-milch-Sau“ willst, dann wirst du nie DIE Kamera finden…Abstriche muss man bei jeder Kamera machen, es kommt halt darauf an, was du damit zukunftig fotografieren willst!

    Daher lass mal die Kirche im Dorf – es gibt schlimmeres.

    • Simone Janson

      Hallo Wölkchen,
      ich habe auch nichts gegen Promoter per se, aber bevor ich mich beraten lasse, möchte ich wissen, von wem er bezahlt wird und welche Interessen er hat, damit ich dann selbst ein Urteil über die Beratung fällen kann. So hätte ich z.B. einschätzen können, warum er mir diese Marke empfiehlt und nicht eine andere. Wir kennzeichnen ja auch die Beiträge, für die wir von Sponsoren unterstütz wurden. Gut zu wissen, dass die Kunden so unkritisch sind 😉

      • Wölkchen S.

        Ja das stimmt, ich möchte auch wissen wer da vor mir steht Ich hätte glaube ich auch frech gefragt ob der hier wriklich zu media markt gehört…
        Hast du deinen Schaden in der Zwischenzeit ersetzt bekommen? 🙂

        • Simone Janson

          Ich hab einen Teil ersetzt bekommen, u.a. von der Post. Auf die Idee zu fragen bin ich gar nicht gekommen: Ich wusste bis zu dem Zeitpunkt gar nicht, dass es Promoter gibt und dachte, jeder der da arbeitet, gehört automatisch zum Mediamarkt. Dabei gibt es Unterschiede – rotes TShirt vs. Zivilkleidung. In Zukunft würde ich fragen.

  3. Pingback: Achtung, Manipulatoren am Werk: So funktioniert Beeinflussung – eine Übersicht! | Berufebilder by Simone Janson

  4. Simone Janson

    Hallo Christian,
    danke für Ihren Erfahrungsbericht. Ich freue mich, dass Sie Ihrem Job ehrlich nachgehen und nur gekennzeichnet arbeiten. Wie der Kommentar von Frau Paitl hier , zeigt, ist mein Erlebnis aber leider kein Einzelfall.
    Ich freue mich zudem, wenn Ihnen Ihre Agentur Ihnen meinen Text geschickt hat: Das zeigt ja, dass er sich ohne mein Zutun verbreitet und zudem dazu führt, dass man genau auf die Einhaltung der Gesetze achtet. Das ist genau das, was ich erreichen wollte!
    Zu Ihren Frage: Ich bekam nach 28 Tagen weitergehende Informationen, die klar machten, dass ich falsch bzw. unlauter beraten worden war – und das, obwohl ich ja gar keine Beratung wollte!
    Ich wollte mich anfänglich auch nur tatsächlich wegen Falschberatung beschweren, eben weil ich dachte ein Mitarbeiter habe mir etwas angedreht – und entdeckte dann die geschilderten Vorgänge!

    Ein wenig krass finde ich die arrogante Haltung, mit der Sie Ihren Kunden begegnen: Wer keine Ahnung von Blende und Verschlusszeit hat, braucht dieses nicht? Im Gegenteil, es wäre im Zuge einer objektiven Beratung Pflicht des Händlers, darüber zu informieren, dass solche wichtigen Dinge fehlen! Man kann doch den Kunden solcherart nicht einfach für unmündig erklären!

  5. Christian T.D.

    Hallo Simone,

    da ich selber Promoter bin und das auch noch bei Digitalkameras, stimme ich dir zum größten Teil zu.
    Ich finde es traurig, dass es in unserem Beruf wie aber auch in anderen, schwarze Schafe gibt. Dieses wird sich aber auch nie wirklich ändern lassen. Ich möchte jetzt nicht weit ausholen, aber wenn man sieht, wie einem die Wirtschaftsbosse und Politiker betrügen und belügen, wie soll dann der kleine Promoter ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn er natürlich versucht seinen Unterhalt zu verdienen.

    Tatsache ist, es kann nicht sein, dass ein Promoter sich nicht deutlich als dieser Kennzeichnet. Schlüsselbund hin und her… Namensschild muss sein.
    Da ich für mehrere Agenturen arbeite und gearbeitet habe, kenne ich mich natürlich nicht nur bei meinem Produkt aus, sondern auch bei den anderen Herstellern.

    Wie auch immer, wenn ein Kunde in den Markt kommt und hätte gerne ein Produkt, dann bekommt er das von mir. Egal ob es nun mein Hersteller ist oder nicht.
    Mir ist wichtig, das der Kunde zufrieden ist. Natürlich auch die Agentur und der Markt. Beide leben fast schon zusammen.

    Da ich die Stärken und Schwächen der Kameras kenne, nutze ich diese natürlich.
    Doch hat dieses auch seinen Vorteil! Nachdem mir der Kunde erklärt, was er gerne für Funktionen hätte oder was er mit der Kamera anstellen möchte, schneidere ich ihm das passende Gerät auf den Leib.

    Zu 85 Prozent liege ich eigentlich immer richtig.
    Ein Kunde, welcher keine Ahnung von Blende und Verschlusszeit hat, braucht diese nicht. Viele Kunden, welche den MM betreten, wollen eine Kamera, die man einschaltet und sofort schöne Bilder macht.
    Schöne „Spielfunktionen“ werten zwar die eine oder andere Kamera auf aber bringen sie eigentlich wirklich nichts.

    Aber lassen wir dass, lustig finde ich, das Kunden sich im Markt beraten lassen und im Internet kaufen! Was ja auch schon zeigt, dass alle ihren Vorteil suchen. Ich sage immer dem Kunden: Sollten sie nicht zufrieden sein, dann tauschen wir ihnen innerhalb der 14 Tage das Gerät ohne wenn und aber zurück. MM Freiburg hat hier ein Produkt zurück genommen, welches wirklich starke Gebrauchsspuren hatte und ich dieses nun als Gebrauchtgerät an den Kunden weiter verkaufen konnte. Aber es wird getauscht.
    Da ich als Dauerpromoter in Media Märkten arbeite und dadurch ständig Vorort bin kann ich es mir nicht erlauben, den Kunden falsch zu beraten, denn sonst steht er mir am nächsten WE wieder vor der Tür.

    Was das Fachwissen betrifft, so sehe ich es nur als Vorteil, wenn ein Promoter für ein Produkt in den Märkten steht. Denn er kennt das Gerät und kann es mir erklären. Welcher Fachverkäufer hat die zeit, jede Kamera zu studieren? Jedes halbe Jahr kommen neue Geräte auf den Markt! Ach ja… und sind wir uns doch mal einig: Wenn der FACHBERATER im Saturn oder Media Markt ihnen ein Produkt vorschlägt, woher wollen sie wissen, ob er nicht seine Altware oder Ladenhüter ihnen aufschwätzt?

    Tatsache ist: Wenn einem nach 14 Tagen die schwächen nicht aufgefallen sind, wieso dann nach 28 Tagen? Jeder Kunde freut sich wie ein Schneekönig, wenn er sein neues Gerät testen kann! Entweder er ist zufrieden, oder er steht wieder beim Verkäufer.
    Ich denke, will es aber nicht unterstellen, dass sie einfach nur wissen wollten, was passiert, wenn ich nach vier Wochen das Gerät zurück bringe.

    Am Ende verkaufen sie auch nur ihre Leistung… Meinungen und Gedanken in eine Richtung zu lenken.
    Denn mit jeder Zeile die wir hier schreiben, glauben sie, dass ihre negative Erfahrung Interesse weckt. Leider falsch gedacht.

    Meine Agentur hatte mir ihren Artikel geschickt, um das Fehlverhalten anderer Promoter zu mit zu teilen. Bei uns wird sogar der Einsatztag gestrichen, sollte man ohne Aktionsbekleidung im Markt stehen.

  6. Simone Janson

    Übrigens: Wenn Sie diesen Kommentar lesen, werden Sie feststellen, dass das beschriebene Vorgehen übrigens kein Einzelfall ist:

  7. Simone Janson

    Hallo Herr G.,
    erstmal danke, dass Sie diesen Bericht an Ricoh weiterleiten: Vielleicht reagiert das Unternehmen dann auch endlich auf meine Anfragen, nachdem ich wochenlang im Vorfeld vergeblich versucht habe, über die Angelegenheit zu diskutieren.
    Haben Sie gesehen, dass der Bericht auch einen zweiten Teil hat?

    Und: Natürlich ist der Bericht emotional & subjektiv: Etwas völlig anderes will er auch gar nicht sein. Wenn Sie weitere Texte lesen, lebt ein Großteil meines Blogs von persönlicher Meinung. Die grundsätzliche Frage, ob Journalismus überhaupt objektiv sein kann, habe ich mehrfach an anderer Stelle bereits diskutiert und möchte an dieser Stelle auf den Beitrag meines renommierten Kollegen Richard Gutjahr verweisen:

    Was die Bilder angeht: Mir ging es darum, die Schärfe und das Rauschen zu demonstrieren, mit dem ich bei der Ricoh grundsätzlich unzufrieden war – nicht die Belichtung. Die Fotos haben natürlich auch keine Beweiskraft – es geht nur darum, meinen Eindruck wiederzugeben. Ich könnte auch andere Fotos zum Beweis vorlegen, wenn das das Thema wäre.

    Denn mir geht es in dem Beitrag nicht primär um den Vergleich der beiden Kameras, sondern um den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs – un in diesem Zusammenhang finde ich ihn sehr sachlich: Media Markt & Ricoh Deutschland verstoßen mit ihrer fingierten Beratung gegen Gesetze (siehe Text), wollen aber die Verantwortung für diese Vorfälle nicht übernehmen. Wie Sie sehr schön schreiben: Recht muss Recht bleiben – da bin ich ganz Ihrer Meinung! Ich bin sehr gespannt, ob nun etwas passiert!

    Und: Nein, ich habe keine Affinität zu Canon und ich bekomme, falls Sie das intendieren, beweisbar auch kein Geld diesem Unternehmen. Ich finde nur diese eine Kamera wirklich gut und das Vorgehen von Ricoh und Media Markt betrügerisch. Es steht Ihnen ja völlig frei, sich in Ihrem Blog negativ über Canon-Produkte zu äußern. Jedem seine Meinung.

    Ich würde jedenfalls nicht einach pauschal behaupten, dass alle Produkte eines Unternehmens gut und alle Produkte eines anderen Unternehmens schlecht sind. Der Einzelfall entscheidet. Etwas anderes sind aber unlautere Geschäftspraktiken.

    Gruß
    Simone Janson

  8. Simone Janson

    @sebaso Auch das wirkliche Leben ist voller Gefahren & Abzocke – sogar wenn man nur ne Kamera kaufen will:

  9. Simone Janson

    Dank f.RTs @N_newcruiting @RAKO_Group_HR – viele RTs zeigen Firmen,dass man Promotion kennzeichnen muss bitte helfen-tx!

  10. Simone Janson

    Helft bitte,d. unglaubliche Geschichte (2TL) publik zu machen:Kann doch nicht sein,dass Unternehmen Kunden so verarschen

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