Serie über Twitter in Unternehmen: Mißtrauen wegen mangelnder Kontrollierbarkeit

Die ganze Serie → lesen!

So fortschrittlich wie Ethority und Otto sind hierzulande aber längst nicht alle Unternehmen: Vor allem die Großen tun sich nach wie vor schwer mit Social Media – und besonders mit Twitter. Grund: Was sie nicht kontrollieren können, macht ihnen Angst.


Eine von der Münchner Kommunikationsagentur PR-COM im September 2009 durchgeführte Umfrage unter den Dax-Konzernen zeigt, dass die Mehrzahl von ihnen noch immer nicht so recht weiß, wie sie die neuen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen sollen. Bei 33 Prozent gibt es gar keine Social-Media-Aktivitäten und nur knapp die Hälfte führt Twitter-Accounts.

Konkrete Erfolge schwer messbar

Das Misstrauen ist sicherlich auch dadurch begründet, dass in einem Unternehmen einerseits jede Ausgabe gerechtfertigt werden muss, es andererseits aber bislang schwierig ist, die Erfolge von Twitter in konkreten Zahlen zu messen. Dem könnte man entgegenhalten, dass es bei Twitter eben um mehr geht als nur um Besucherzahlen oder generierte Umsätze – nämlich um Meinungsbildung:

Die Quantität des Twitter-Traffics ist nicht so wichtig wie dessen Qualität, wie Axel Schmiegelow, Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) erklärt: „Hier zählt vor allem der reine Branding-Effekt durch gezielt über das Unternehmen gesteuerte Informationen.

Freie Informationen erreichen höhere Reichweite

Zusätzlich erreichen die Informationen, die eben nicht seitens des Unternehmens geplant und gesteuert sind, sondern von den Nutzern selbst publiziert werden, eine wesentlich höhere Reichweite. Die Netzwerkeffekte von Retweets und Link-Sharing bei Twitter dürfen nicht unterschätzt werden, denn sie führen nicht nur dazu, dass Marken positiv wahrgenommen werden, sondern dienen auch als Frühwarnsystem für Krisen-PR.“

Soziale Relevanz als Kriterium?

Die Erfolge dieser Netzwerkeffekte sind aber mit den bisherigen Methoden der Online-Werbung, die vor allem Klick- und Konversionsraten berücksichtigen, kaum zu erfassen. Das will der BVDW nun ändern, indem er genau diese soziale Relevanz messbar macht. Noch befindet sich das Projekt allerdings in der Entwicklungsphase, sodass Schmiegelow noch keine konkreten Angaben dazu machen kann, wie die Messung denn nun genau funktionieren soll.

Aber einen Ausblick gibt er schon mal: „Networking, Contribution und Sharing stellen zum Beispiel Faktoren dar, damit Werbe- und Mediaplaner die Wertigkeit von Social Media beziffern können.“ Der Erfolg von Twitter würde sich dann zwar messen, aber nicht kontrollieren lassen, wie Schmiegelow erklärt: „Letztlich ist die Dynamik von Social Media so ausgeprägt, dass nicht vorstellbar ist, dass sich diese durch Kampagnenbuchungen nachhaltig verhindern lassen wird.“


Die 7 Säulen des Erfolgs-Faktors Resilenz: 2. Mit Impulskontrolle zum Ziel

Denis | Mourlane, 27. 03. 2013:

Sie erinnern sich vielleicht an das Finale der Fußballweltmeisterschaft, Frankreich gegen Italien, in Berlin. Zinédine Zidane wird auf das Übelste von seinem Gegenspieler Materazzi beschimpft, geht zu ihm zurück und versetzt ihm einen brutalen Kopfstoß auf die Brust. In dieser … Weiterlesen →


eCommerce-Schriftenreihe – Verkaufen bei Amazon: 6. Die 5Ps des Marketings

Markus | Fost, 10. 05. 2013:

Die vier klassischen Instrumente des Marketing-Mix, die sogenannten vier „P“ für Product, Price, Place und Promotion, sind zwar bereits mehrere Jahrzehnte alt, jedoch keineswegs antiquiert. Für den Amazon Marketplace sollten diese jedoch erweitert und modifiziert werden, wie die nachfolgende Abbildung … Weiterlesen →


Return of Investment in Recruiting & Marketing: Schnelle Klicks oder langfristige Reputation?

Simone | Janson, 17. 02. 2011:

Für die einen ist Social Media der große Heilsbringer, für die anderen nur Spielerei, die zu nichts führt. Zumal der Return of Investment, kurz ROI, schwammig bis schlecht ist. Oder geht es doch um mehr als das reine Verkaufen? Eine … Weiterlesen →


10 Tipps, um virtuelle Teams zu führen: Face to Face oder virtuell kommunizieren?

Ghislane Caulat, 15. 05. 2013:

Im Zuge der Globalisierung ist virtuelles Arbeiten im Arbeitsalltag fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Dennoch halten viele Manager die virtuelle Kommunikation immer noch für den zweitbesten Weg. Doch ist face-to-face Kommunikation wirklich immer der beste Weg? Neue Führungskonzepte sind notwendig … Weiterlesen →


Mein Essay bei changeX Genossenschaften als Rechtsform für das Internetzeitalter – Teil 6: Staatliche Förderung? Fehlanzeige!

Simone | Janson, 03. 09. 2011:

Ein weiterer Nachteil von Genossenschaftsgründungen: Sie können kaum von staatlichen Förderungen profitieren. Denn die lässt zu Wünschen übrig. Das macht für viele Unternehmer eine Genossenschaftsgründung unatraktiv. Fördermittel werden in der Regel vergeben, um Unternehmer zu unterstützen, also Menschen, die persönlich … Weiterlesen →


Serie über Twitter in Unternehmen: Hilfe, Kritik!

Simone | Janson, 24. 03. 2010:

Unternehmen müssen lernen, öffentlich und intern Kritik zulassen sowie die Bereitschaft zu einem offenen Dialog mitbringen. Sie müssten flexibler werden. Und sie müssen hinnehmen, dass Kunden und Mitarbeiter eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Das ist vermutlich nicht das, was sich … Weiterlesen →


Kommentare & Reaktionen

Unsere Kommentarsystem DISQUS wird auch in Medien wie DIE WELT, National Geographic oder Perlentaucher verwendet. Mit nur einer Registrierung, z.B. per Twitter o. Facebook, können Sie überall kommentieren. Ihre Daten werden dabei von DISQUS gespeichert. Mehr dazu in den Datenschutzbestimmungen. Sie können auch als Gast kommentieren, ohne Ihre Daten anzugeben.

Hinweise zum Kommentieren

  1. Wollen Sie eine eMail-Benachrichtigung über neue Kommentare zu diesem Thema erhalten, müssen Sie sich bei DISQUS anmelden.
  2. Um ein Foto von sich neben dem Kommentar zu nutzen, können Sie sich mit diversen sozialen Netzwerken einloggen oder das Bild bei Gravatar hochladen.
  3. In den Kommentar können Sie jederzeit ein Foto ohne weitere Anmeldung hochladen
  4. Kritische Kommentare sind willkommen, Beleidigungen werden allerdings entfernt. Lesen Sie dazu bitte die Richtlinien für Kommentare & Foren.

Überblick

Mehr als 6.000 Kommentare von über 200 Kommentatoren in diesem Blog finden Sie hier. Sie können alle Kommentare auch abonnieren.
Mehr als 3.000 Fans und über 10.000 Kommentare in diversen sozialen Netzwerken wie Twittter, Facebook, Google+ & Xing finden Sie hier.

2 Trackbacks

Trackback URL - bitte in Ihren Beitrag eintrage, um einen Trackback zu erzeugen:

http://berufebilder.de/2010/serie-ueber-twitter-in-unternehmen-misstrauen-wegen-mangelnder-kontrollierbarkeit/trackback/


  1. Pingback: KompetenzPartner

  2. Pingback: Thomas Koch

  3. Pingback: inBlurbs » 3 Faktoren Für Mehr Umsatz durch Soziale Medien?