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Lebenslanges Lernen und Weiterbildung sind gern verwendete Schlüsselbegriffe: Vor allem in Krisenzeiten wird sie beschworen, ja von Arbeitnehmern wie Selbständigen regelrecht verlangt: die Flexibilität, sich an die geänderten Erfordernisse auf dem Arbeitsmarkt anzupassen, indem man sein Wissen und seine Fähigkeiten erweitert.
Doch die Weiterbildungsmaßnamen, mit denen die neuen Kompetenzen erlernt werden sollen, halten nur selten, was sie versprechen. Ein bisschen Polemik ist nötig – denn wir brauchen einen neuen Ansatz und eine Diskussion über neue Formen der Weiterbildung.
Lebenslanges Lernen, gut und schön
Falsch ist die These vom lebenslangen Lernen ja nicht: Neurobiologen haben mittlerweile herausgefunden, dass man nicht nur in der Kindheit lernt, sondern eigentlich ständig:
Alle Erfahrungen und Erlebnisse haben Einfluss auf die Aktivität unserer Gene und verändern die neuronale Architektur un- seres Gehirns. Und am schnellsten geht das, wenn wir Handlungen nachvoll- ziehen, ergänzen oder korrigieren – also kreativ Lernen.
Die Neurologie
Denn die Nervenzellen unseres Denkapparats verschalten sich abhängig von den Einflüssen unserer Umwelt permanent neu. Das Fachwort dafür ist Neuroplastizität. Zwar bilden sich bei jüngeren Menschen solche Verschaltungen schneller als bei älteren.
Doch mit zunehmendem Alter wächst auch die Erfahrung. Und je mehr man schon weiß, desto besser kann man neue Inhalte mit bereits vorhandenem Wissen verknüpfen. Das ist der Vorteil, den die ältere Generation beim Lernen hat. Lebenslanges Lernen ist also gut m


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