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Ein Pampleth, als Ratgeber getarnt: Die Entdeckung der Faulheit!

Corinne Maier spricht Dinge aus, die sonst die wenigsten so offen sagen und wäre beinah gekündigt worden. Das stößt manchem auf, mancher vermisst eine positive Tipps – ich finde es einfach unterhaltsam, erfrischend und sehr mutig.


Die wichtigsten Business-Bücher (Spiegel-Bestseller&Co) auf einen Blick!

Maiers These: In modernen Unternehmen behält nicht der seinen Job, der am meisten arbeitet und sich engagiert, sondern derjenige, der es versteht, sich das Leben im Büroalltag so angenehm wie möglich zu machen – und so wenig wie möglich anzuecken.

Absurde Wahrheiten

Dieses Paradoxon, das in den meisten Unternehmen längst zur absurden Wahrheit geworden ist, wird von der Autorin en detail untersucht. Angefangen bei der No-man’s-Sprache, die jeder spricht, aber keiner versteht bis hin zum pauschal für alles verantwortlichen Dummkopf, den es in jeder Firma gibt, werden gnadenlos Wort- und Hierarchiehülsen beim Namen genannt, die jedem bekannt vorkommen, der jemals in einem Unternehmen tätig war.

Und da es zwecklos ist, das System ändern zu wollen und auch niemand an der Qualität seiner Arbeit gemessen wird, sondern vielmehr an seiner Anpassungsfähigkeit, gibt Corinne Maier denjenigen nützliche Tipps und empirische Werte an die Hand, die sich der maßlosen Absurdität des Systems bewusst geworden sind.

Irreführend, aber gut!

Klar ist sie frustriert, aber das verpackt sie witzig und hintergründig. Klar enthält dieses Buch keine konkrete aktive Handlungsanleitung, sondern ist eher ein Aufruf zur Arbeitsverweigerung. Aber gleichzeitig beweist die Autorin mit Ihrem Buch doch praktisch an sich selbst als Beispiel, dass man etwas tun kann – und zeigt damit gleich, wie überspitzt Ihre eigenen Thesen sind.

Und klar, der Titel ist komplett verfehlt und einfach irreführend. Nur: Wer unter dem Titel eine Anleitung zum Faulsein im Büro erwartet hat, hätte vielleicht vorher einfach mal den Klappentext lesen sollen. Da wird ziemlich schnell deutlich, dass es sich um ein als Ratgeber getarntes Pamphlet handelt – und das ist schon wieder eine ziemlich ironische Marketingstrategie.


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