Studienplatz suchen, sich einschreiben, 6-10 Semester mit BAföG oder Nebenjobs das Studium finanzieren, Abschlussarbeit, dann den passenden Job finden. In dieser oder ähnlicher Reihenfolge laufen Studium und Berufseinstieg für die meisten Studierenden ab. Anders sieht es beim Dualen Studium aus:
Theorie und Praxis sind hier eng miteinander verzahnt. Einen Studienplatz bekommt nur, wer auch einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen oder einer kooperierenden Einrichtung nachweisen kann. Statt monatelanger Semesterferien gibt es – wie im Berufsleben – “nur” 30 Tage Urlaub im Jahr. Und die Abschlussarbeit wird in der Regel über ein Thema geschrieben, das einen engen Bezug zur Arbeit im Unternehmen hat. Auf der anderen Seite muss man sich aber keine Gedanken machen, wie man das Studium finanziert, und auch nach dem Abschluss ist die Übernahme relativ sicher – quasi bezahltes Studieren mit Jobgarantie.
Kein Wunder also, dass die Zahl der Studienangebote, die eine betriebliche Ausbildung fest in den Lehrplan integriert haben, kontinuierlich steigt. Für die kooperierenden Firmen sind sie Teil einer Strategie zur langfristigen Personalentwicklung, um den Fachkräftebedarf in der Zukunft decken zu können. Für die Studienabsolventen und -absolventinnen verbessern sich die Jobchancen deutlich. Ist also ein duales Studium für alle Seiten die bessere Alternative zum herkömmlichen Hochschulstudium? Wie erleben Studierende in dualen Studiengängen ihren Studien- und Praxisalltag? Welche Anforderungen müssen sie bewältigen? Und welche Erfahrungen haben Unternehmen mit dem dualen Studienangebot gemacht?
An zwei Beispielen, von der Deutschen Bahn und der Media Saturn Gruppe, habe ich dies für Studien- und Berufswahl der Bundesagentur für Arbeit, deutlich gemacht.


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