Serie zum Thema Krise: Das Chaos der Gefühle – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Serie zum Thema Krise: Das Chaos der Gefühle



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Wenn der erste Schock vorbei ist, kommen die Gefühle hoch. Existenzangst, Trauer über den Verlust des Jobs, Selbstzweifel, lähmende depressive Stimmungen und Wut. Jetzt gilt es, nur nicht unüberlegt zu handeln!


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Hier schreibt für Sie: Isabel Nitzsche ist Journalistin für TV und Zeitschriften und Expertin für Karrierethemen. Profil

Wer z.B. seinen Job verloren hat, sieht sich häufig mit der quälenden Frage „Warum gerade ich?“ sowie jeder Menge Wut auf den Arbeitgeber, der sich vermeintlich unfair verhalten hat, konfrontiert.

Verdrängen bringt nichts!

Vielleicht dominieren einzelne Stimmungen, aber oft ist es ein Chaos der verschiedensten Gefühle, das einen überschwemmt. Manchmal ist es nicht leicht, diesem Ansturm standzuhalten. Trotzdem gilt: Verdrängen hilft nicht. Es ist wichtig, sich nicht innerlich zu verbarrikadieren, sondern auch vor sich selbst zugeben zu können, dass man jetzt sehr traurig oder furchtbar wütend ist.

Anstatt sich planlos in neue Aktivitäten zu stürzen, muss man es erst einmal schaffen, die Situation realistisch zu betrachten. Dafür muss man sich den Gefühlen, die mit der Krise verbunden sind, stellen – auch wenn es sehr unangenehm sein mag, die Angst auszuhalten, die Wut wahrzunehmen, die Trauer zu spüren und den Ärger zu merken. Wer die Gefühle unterdrückt wird sonst später immer wieder damit konfrontiert und so daran gehindert, die Situation zu verarbeiten.

Vorsicht vor dem Ausleben

Diese Gefühle den beteiligten Partnern im Job gegenüber auszuleben, ist jedoch meist nicht sinnvoll. Statt dem Ex-Boss die Rachegedanken haarklein persönlich mitzuteilen und ihn, womöglich noch vor Zeugen, wüst zu beschimpfen, sollte man ihm lieber einen drastischen Brief schreiben – diesen Brief aber nie abschicken. Die Erleichterung ist (fast) dieselbe, aber Sie geraten dabei nicht in die Gefahr, dass Ihr Ex-Arbeitgeber beleidigt ist und sich rächen könnte.

Selbstmotivation hilft

Nach einem Karriereknick fällt es vielen Frauen schwer, wieder aktiv zu werden. Sie stecken regelrecht in einem depressiven Loch, aus dem sie schließlich nur mit großer Mühe wieder herauskommen. Woran liegt das?

Viele Frauen haben ein geringes Selbstwertgefühl und keine gute Meinung von sich selbst. Sie definieren sich oft nach dem Motto „Ich bin o.k., wenn…..“ Das heißt, daß sie mit dem „O.k.-Sein“ bewußt oder unbewußt eine Bedingung verknüpfen. Zum Beispiel: „Ich bin o.k., wenn ich Kinder in die Welt setze.“ Oder: „Ich bin o.k., wenn ich beruflich erfolgreich bin.“

Warum das Loch so tief ist

Ist letzteres der Fall, stecken die Frauen viel Energie in den Beruf. Ihr Ehrgeiz ist stark ausgeprägt. Verständlich, dass es diese Frauen dann hart trifft, wenn es zum Karriereknick kommt. Fällt der Erfolg im Beruf einfach weg, empfinden sie sich mit ihrer gesamten Persönlichkeit als „nicht mehr in Ordnung“.

Da hilft es, dass beruflicher Misserfolg nichts mit der Persönlichkeit zu tun hat sondern jeden von uns treffen kann.

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