Serie – junge Berufseinsteiger weltweit: Mit Humor im Haifischbecken – Teil 1


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17.06.2010 136 Leser 4 Debatten 447 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 42 Sekunden
Location: Japan (Karten-Link)

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Anke Ernst ist mittlerweile in Asien und berichtet über ihren japanischen Freund Hiro: Über seinen verantwortungsbewussten Job, aber auch seinen Humor, mit der er Vorstellungsgespräche mit Kater und zerknautschtem Anzug wie auch Tauchgänge mit Haifischen überlebte. Berufsbilder & Karrieren  Scheitern Fehler Mut Risiko Lernen Lesen Entscheiden Berufsbild Ingenieur

Hiro aus Japan wurde schlagartig erwachsen als er mit 14 Jahren in ein australisches Jungeninternat zog. Heute ist er promovierter Luftfahrtingenieur und lebt in Boston.

Im Jahr 2002 traf ich den damals 25jährigen Hiro drei Mal zufällig in Bangkok. Wir interpretierten die Begegnungen als Wink des Schicksals und beschlossen, Emailadressen auszutauschen. Unsere Freundschaft hat sich seitdem über Kontinente hinweg bewährt. Dass wir uns kurzzeitig auf demselben Erdteil befinden nutzen wir – und so kommt mich Hiro von Boston aus für ein Wochenende in San Francisco besuchen.

Zu eng in der Heimat

Hiros Kindheit klingt abenteuerlich. Er wuchs in Japan, Zaire und den Philippinen auf. Als die Eltern mit seinen sechs jüngeren Geschwistern wieder nach Japan zogen, weigerte er sich, mitzukommen. Sein internationaler Hintergrund machte es ihm unmöglich, sich wieder in die kleine, uniforme japanische Welt zu zwängen, die, wie er sagt, nicht sähe, was in der Welt passiert.

Daher ging er auf ein Jungeninternat in Australien, eine Empfehlung eines Freundes der Familie. Bei sieben Kindern war seinen Eltern eins weniger wahrscheinlich gar nicht so unrecht, scherzt er. Die Bedingung, die sein Vater ihm stellte aber war, dass er anschließend studieren würde. Hiro hat sogar seinen Doktor in Luftfahrttechnik gemacht.

Jede Möglichkeit zu lernen nutzen

Für ihn war das Stipendium für die Doktorarbeit wie ein Geschenk. Überhaupt ist er für jede Möglichkeit, zu lernen und sich fortzubilden dankbar, was er durch seine Arbeit zurückgeben möchte. Das tut er heute als leitender Ingenieur in einer Firma, die Flugzeugantriebe, insbesondere deren Hochleistungskomponenten wie beispielsweise die rotierenden Turbinenteile, testet. Einen Fehler zu machen würde Menschenleben kosten.

Jeder Fehler würde Menschenleben kosten

Dabei klingt sein bis zu 14-Stunden-Tag gar nicht so spektakulär, wohl aber nach einer Menge Verantwortung. Hiro erzählt, dass ihn bereits morgens drei bis fünf Kollegen um Rat fragen, bevor er sich überhaupt an seinen Schreibtisch setzen und die dringensten E-Mails beantworten kann. Er steuert die Arbeit seiner Mitarbeiter, trainiert jüngere Ingenieure und leitet und koordiniert die Zusammenarbeit mit den Experten externer Partnerunternehmen.

Den halben Tag lang sitzt er in Kundenmeetings, um deren detaillierte Anforderungen zu verstehen und die notwendigen Entwicklungsschritte auf fachlicher und finanzieller Ebene zu evaluieren, damit jeder zufrieden ist. Er ist es, der die letzte Entscheidung trifft.

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