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Textlinks können eine gute Einnahmequelle sein. Doch neben diversen juristischen Problemen sieht auch Google diese nicht gerne. Das Paradoxe: Wo die juristischen Probleme aufhören, fangen die Probleme mit Google erst an!
Textlinks machen nicht nur juristische Probleme. Auch Google mag sie nicht und hat schon öfter Aktionen dagegen angekündigt. Das habe ich am eigenen Leib erfahren: Also ich vergangenes Jahr im August aus dem Urlaub wiederkam, hatte Google meiner Seite einfach einen niedrigeren Pagerank verpasst.
Achtung Textlik-Farmen
Offenbar war die Textlink-Sammlung in der Sidebar ein Problem für Google gewesen. Offenbar bewertet Google eine Ansammlung mehrerer Links, zumal diese nicht Themenrelevant sind, als problematisch. Vielleicht führte auch die Überschrift „Werbung“ zu Problemen?
Als Konsequenz daraus habe ich mich von Linklift als Textlinkvermarkter getrennt. Über die juristischen Probleme, die ich mit diesem Anbieter hatte, habe ich an anderer Stelle schon geschrieben.
Keine automatische Entfernung
Nun musste ich bei genauerem Hinsehen auch noch feststellen, dass das Linklift-Plugin zwar automatisch Texte in die Beiträge eingebaut hatte, diese aber nicht ebenso wieder automatisch entfernt hatte. Dafür hätte ich selbst Sorge zu tragen, informierte man mich.
Danach habe ich Textlinks über Teliad vermarktet. Hier lassen sich alle Links problemlos als Werbung kennzeichnen, weil man sie ohnehin manuell einbauen muss. Man wird aber regelmäßig auch darüber informiert, dass das Angebot endet und man die Werbung wieder rausnehmen kann.
Achtung Preisbremser
Allerdings bietet auch Teliad Nachteile: Angeblich darf ein Blogger hier den Preis selbst bestimmen. Aber: Preiserhöhungen sind hernach nur noch in einem bestimmten Rahmen möglich und eine bestimmte Grenze darf nicht überschritten werden – ohne das einem das vorher einer sagt!
Als ich ein zweites Angebot einstellen wollte mit einem deutlich höheren Grundpreis (um die Problematik zu umgehen) wurde dies mit zunächst fadenscheinigen Angeboten abgelehnt. Erst bei genauerem Nachfragen kam heraus, dass dem Vermarkter der Preis zu hoch gewesen war.
Angebot und Nachfrage
Auf der Website steht nach wie vor, dass ich den Preis selbst bestimmen darf. Erst auf Nachfrage räumt Teliad ein, dass es seine Kunden vor übertriebenen Preisschwankungen schützen will. In Wahrheit hat Teliad natürlich Angst davor, dass die zahlenden Kunden abspringen.
Für mich widerspricht das den Gesetzen von Angebot und Nachfrage: Wenn meine Seite ausgebucht wäre, würde ich die Preise erhöhen wollen. Wenn jedoch die Nachfrage nachlässt, würde ich mit dem Preis nach unten gehen wollen. Bei Teliad ist es jedoch unmöglich so flexibel zu agieren, weil man für die Kunden möglichst billig sein will!
Arme Schweine
Die Preisschraube immer weiter nach unten zu drehen, kann jedoch auch bei der Textlinkvermarktung nichts sein, was auf Dauer funktioniert. Wie ich aus meiner über sechsjährigen Tätigkeit als freie Journalistin weiß, bringt es überhaupt nichts, sich nur über den Preis von der Konkurrenz abzuheben.
Wer so agiert hat, es nötig! Oder, krass gesagt: Was sind das eigentlich für arme Schweine, die so agieren müssen? Und damit meine ich ausdrücklich diverse Online-Vermarkter ganz allgemein. Wie sollen wir Blogger uns denn effizient vermarkten, wenn die Leute, die mir diese Arbeit abnehmen sollen, sich bei den Preisverhandlungen nicht durchsetzen können? Etwas mehr Selbstbewusstsein bitte – bei den Bloggern und den Vermarktern.
Fazit
Textlinks können kurzfristig etwas Geld in die Kasse spülen – doch die Summe ist absehbar. Allerdings kommt es solchen Anbietern nicht auf eine langristige Vermarktung sondern eben nur auf die kurzfristigen Erfolge an.
Was er will, muss jeder selbst wissen. Ich habe mich auf http://www.berufebilder.de komplett von Textlinks und ihren Vermarktern getrennt. Auf meiner etwas weniger wichtigen Untersite gruendersite.de verdiene ich damit aber nach wie vor gutes Geld.
Vor einigen Wochen noch habe ich ein (zunächst) lukrative scheinendes Angebot von 500 Euro monatlich abgelehnt, weil der Vermarkter sich ständig widersprechende Angaben machte, mich mit fadenscheinigen Argumenten zu überzeugen versuchte und letztendlich ausgesprochen unseriös wirkte. Traurig sowas.


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