Finanzplanung für Existenzgründer: Auch Gründer müssen sparen! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Finanzplanung für Existenzgründer: Auch Gründer müssen sparen!



Gründer stecken in der Zwickmühle – alle Energie wird auf das Unternehmen ausgerichtet, für anderes bleibt kaum Zeit. Die eigenen Finanzen? Irgendwann mal wieder kümmert man sich darum. Steht erstmal nicht auf der To-Do-Liste. Erkennen Sie sich wieder?


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Hier schreibt für Sie: Stefanie Kühn ist Finanzberaterin und Certified Financial Planner. Profil

Das erste Jahr ist kritisch

Für das erste Jahr Ihrer Selbständigkeit ist es vielleicht kein so großes Problem, dass Finanzplanung auf der Strecke bleibt, sofern der Lebensunterhalt gesichert ist.

Doch danach wird es kritisch. Viele Existenzgründer gewöhnen sich daran, die eigenen Finanzen als lästig zu empfinden und beschränken dieses Thema auf die notwendige Steuererklärung.

So agieren erfolgreiche Unternehmer!

Erfolgreiche Unternehmer agieren anders. Sie kümmern sich um das Unternehmen UND um ihre Finanzen. Sie kennen nicht nur die betrieblichen Ausgaben, sondern auch die privaten. Sie wissen, wie hoch die private Notfallreserve ist und wovon sie die nächste Steuervorauszahlung zahlen.

Mit diesem Wissen kennen sie ihre Anlagemöglichkeiten und nutzen Investmentchancen. Erfolgreiche Unternehmer stecken nicht ihr ganzes Vermögen ins Unternehmen (zumindest nach der Startphase :-), sondern schaffen sich durch Anlagen in anderen Bereichen einen Risikoausgleich. Sie generieren einen Cash-Flow, der von ihrem Einsatz unabhängig ist.

Wie auch Sie dahin kommen, zeige ich Ihnen in loser Folge in diesen Expertentipps. Herzlich willkommen in der Welt der Kühn-Strategie ®.

Ganz konkret: Führen Sie Haushaltsbuch

Heute möchte ich Sie zu etwas völlig altmodischem überreden: Führen Sie ein Haushaltsbuch!

Ja, Sie schütteln mit dem Kopf oder können sich ein Lächeln nicht verkneifen. Das ist okay, aber führen Sie ein Haushaltsbuch. Sie müssen unbedingt Ihre Zahlen kennen, nicht nur im Unternehmen, sondern auch privat. Nur so wissen Sie, wie hoch Ihre Notfallreserve sein muss und wie hoch langfristig Ihr „Minimum-Gewinn“ sein muss, damit das Unternehmen Sie (und Ihre Familie) trägt.

Und so geht es:

  • Überlegen Sie, ob Sie Ihre Ausgaben per Hand, per Excel, per Computerprogramm notieren möchten. Ich habe Mandanten, die nutzen eine große Tafel in der Küche zum Notieren. Nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich die verschiedenen Möglichkeiten an.
  • Sammeln Sie ab dem nächsten Monatsersten Belege. Alle Belege! Auch den Belege vom Cappuccino in der Mittagspause, dem Besuch im Biergarten und vom Metzger. Jede Summe, egal wie klein, wird ab nun notiert.
  • Tragen Sie einmal pro Woche Ihre Belege in Ihre Liste ein. Dort haben Sie die Ausgaben geclustert, oft nach „Lebensmittel“, „Auto“; „Kleidung“, „Miete“, „Nebenkosten“, „Versicherungen“ usw.. Seminarteilnehmer berichten mir, dass sie nach ein paar Wochen ihre eigene Aufteilung entwickelt haben.
  • Am Monatsende ziehen Sie Bilanz. Notieren Sie übersichtlich, welche Summen Sie für welche Rubrik benötigt haben. Sie bemerken, dass es einige Monate, wie bspw. den 1. Januar gibt, an dem die Versicherungen überproportional zu Buche schlagen.
  • Nach einem Vierteljahr ist eine erste repräsentative Aussage über Ihren Bedarf möglich. Die Jahressicht wird dies dann natürlich noch verfeinern.

Das sind die Folgen:

Sie werden bewusster einkaufen. Die „Ausgaben zwischendurch“ werden sinken. Und Sie wissen, um was es zukünftig mindestens geht – diesen Bedarf mit Ihrem Unternehmensgewinn zu decken.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Hans BAYARTZ

    Fast das Wichtigste bei der Gründung: Finanzplanung für Existenzgründer RT @SimoneJanson

  2. Simone Janson

    Die unabhängige #Finanzberaterin @StefanieKuehn ist jetzt #Expertin auf meinem Blog.
    Kommentiert bei Twitter

  3. Simone Janson

    Finanzplanung für Existenzgründer

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