Coffee-To-Go ist in: Schnell, hipp, cool. Erfolgreiches Marketing! Wer hätte gedacht, dass Kaffee aus dem Pappbecher je ein solches Image haben könnte? Der to-go-Hype kann aber auch ganz schnell Paradox werden, wenn man ihn auf andere Gegenstände überträgt. Sofas z.B.!

Muss eigentlich auch jede noch so banale Sache plötzlich hipp sein? Es gibt z.B. Dinge, die konnte man schon zum mitnehmen „auf die Hand“ kaufen, als von Cofe-to-go noch niemand redete. Döner Kepab z.B. Oder – noch weiter zurück in der Geschichte – Eis.
Tüte oder Becher?
Tüte oder Becher. So kennt man das. In New York hat man daraus, absurderweise in Little Italy, das Gelati-To-Go gemacht. Ist immer noch das selbe, soll nur irgendwie hipper klingen. Und klingt für mich auch in der italienischen Pluralform ein wenig seltsam, eigentlich will doch jeder Kunder erstmal nur ein Eis.. naja, lassen wir diese Spitzfindigkeiten.
Mein Sofa kann schon Laufen!
Nun gut, das passt noch irgendwie. Aber komplett schwachsinnig fand ich eine Werbung, die ich kürzlich in Berlin Kreuzberg erblickte: Sofas-to-go. Auch die Idee, Möbel billiger zu machen, weil man sie nicht liefern lässt, sondern gleich mitnimmt, ist nicht neu. Aber: Man braucht dazu doch immer ein Auto. Bei to-go denke ich hingegen immer an irgendwas, was ich in die Hand nehmen und wegtragen kann. Klappt hier nicht.
Aber wer weiß, vielleicht ist das anders gemeint? Vielleicht kann man das Sofa an die Leine nehmen und läuft von ganz alleine hinter einem her nach Hause?


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