Zeitmanagement für Studenten: Prioritäten setzen – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Zeitmanagement für Studenten: Prioritäten setzen



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Wer Zeitmanagement betreibt, sollte genau planen, was er an einem Tag schaffen will: Dazu macht man sich eine Liste mit allen wichtigen Dingen – die wichtigsten Dinge zuerst – und notiert auch, wie viel Zeit für jede Tätigkeiten einplant wird. Denn: Wie lange eine Sache dauert, ist nicht unbedingt von der Aktivität abhängig.

Eher gilt, dass eine Sache so lange braucht, wie Zeit zur Verfügung steht. Andersherum kann man jede Aktivität mit beliebig viel Zeit ausfüllen. Beispiel: Wer sich vornimmt, tagsüber an der Hausarbeit zu schreiben und abends zur Belohnung ins Kino zu gehen, arbeitet vermutlich effizienter, als wenn er sich eine ganze Woche zu Hause einschließt, um die Hausarbeit zu schreiben.

Man braucht so lange, wie man Zeit hat

Schließlich geht es darum, festzulegen, welche Aufgaben man sich für den Tag vornehmen will. Dazu macht man sich eine Liste mit allen wichtigen Dingen – die wichtigsten Dinge zuerst – und notiert auch, wie viel Zeit für jede Tätigkeiten einplant wird.

Denn: Wie lange eine Sache dauert, ist nicht unbedingt von der Aktivität abhängig. Eher gilt, dass eine Sache so lange braucht, wie Zeit zur Verfügung steht. Andersherum kann man jede Aktivität mit beliebig viel Zeit ausfüllen.

Beispiel: Wer sich vornimmt, tagsüber an der Hausarbeit zu schreiben und abends zur Belohnung ins Kino zu gehen, arbeitet vermutlich effizienter, als wenn er sich eine ganze Woche zu Hause einschließt, um die Hausarbeit zu schreiben.

Pausen einplanen!

Allerdings sollte man regelmäßige Pausen einplanen – beispielsweise beim Lernen: Auf eine Lerneinheit von zwei Stunden sollte man zehn Minuten Pause machen, in denen man am besten an die frische Luft geht oder sich zumindest etwas bewegt; das bringt das Gehirn in Schwung.

Wer erst aufhört, wenn er schon müde ist, überanstrengt sich schnell. Ebenso wichtig ist es, auf den persönlichen Biorhythmus zu achten. Wann gelingt die Arbeit besonders gut und wann klappt gar nichts? Die meisten Menschen sind morgens besonders produktiv, das ist die beste Zeit zum Lernen oder für Hausarbeiten. Nachmittags ist es hingegen besser Routinetätigkeiten zu erledigen – zum Beispiel Büchersuche in der Bibliothek.

Achtung Perfektionismus

Die meisten Menschen, die mit Zeitmanagement beginnen, machen bei der Planung jedoch einen Kardinalfehler: Sie nehmen sich zu viele Dinge auf einmal vor. Und geben das Planen dann schnell frustriert wieder auf, weil sie den Eindruck haben, keine Verbesserung erreicht zu haben.

Das lässt sich ganz einfach vermeiden: Wer nur 60 Prozent seiner Zeit verplant, hat noch genug Luft, für spontane Ereignisse – etwa wenn die Kommilitonen nach dem Seminar noch fragen, ob man auf einen Kaffee mitkommt.

Prokrastinatin durch Zu-Viel-Auf-Einmal-Wollen

Hinter dem Zu-Viel-Auf-Einmal-Wollen steckt häufig auch Perfektionismus: Man hat zu hohe Ansprüche an sich selbst will alles 110-prozentig erledigen – und scheitert dann genau daran. Bestes Beispiel: Hausarbeiten. Der Professor möchte, dass man noch dieses oder jenes einarbeitet, ein älterer Kommilitone hat einem noch einen Tipp gegeben – und man selbst wollte doch eigentlich etwas völlig anderes.

Daher macht man sich großen Stress, allen Anforderungen gerecht zu werden – und hat am Ende doch nur eine drei. Einfach weil man zu viel auf einmal wollte.

Tatsächlich sind perfektionistische Menschen häufig unsicher und ängstlich, können schlecht nein sagen und versuchen, es jedem recht zu machen. Bei manchen Menschen ist das so stark ausgeprägt, dass nur eine psychologische Beratung helfen kann. Meist hilft es jedoch schon, einfach Prioritäten zu setzen und rechtzeitig wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden.

Prioritäten setzen

Es gibt nämlich Dinge die einfach nur schnell erledigt werden müssen. Andere sind hingegen wichtig, diese benötigen in der Regel mehr Zeit. Und manche unwichtigen Aufgaben kann man genauso gut sein lassen. Insgesamt gilt: 20 Prozent des Aufwandes sorgen für 80 Prozent des Erfolges.

Ein Beispiel, an dem sich das gut verdeutlichen lässt, ist das Mitschreiben in Vorlesungen: Es bringt überhaupt nicht, jedes Wort aufzeichnen zu wollen, das der Professor sagt. Und was noch schlimmer ist: Es würde sogar den Lernerfolg behindern, wenn man es täte. Denn zum einen schafft man es gar nicht, wirklich alles mitzuschreiben.

Im den Kern herauszuschälen

Zum anderen wäre man so mit Schreiben beschäftigt, dass man den Sinn des Gesagten gar nicht versteht. Und schließlich würde man sich, wollte man all die Informationen auch wirklich lernen, komplett selbst überfordern.

Nein, besser ist es, schon in der Vorlesung Prioritäten zu setzen und der Kern eine Aussage herauszuschälen und aufzulisten. Am Ende sollte auf dem Blatt bzw. im Laptop eine nachvollziehbare Argumentationskette der wichtigsten Informationen stehen, die helfen, sich an die Vorlesung zu erinnern, die Informationen aufzuarbeiten und gegebenfalls mit Literatur zu ergänzen.

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