Weiterbildungs-Maßnahmen: WeGebAU – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Weiterbildungs-Maßnahmen: WeGebAU



WeGebAU – klingt erstmal seltsam ist aber eigentlich eine gute Idee: Hinter dem seltsam anmutenden Kürzel verbirgt sich die Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen – ein Programm der Bundesagentur für Arbeit. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt nun, dass sie nicht besonders gut angenommen wird.

Arbeitnehmer wissen, dass sie ihre zukünftigen Arbeitsmarktchancen durch qualifizierte Weiterbildung erhöhen und damit dem Risiko einer Entlassung entgegenwirken. Doch wie sieht die Zukunft kleiner und mittlerer Betriebe aus? Wie begegnen sie einer negativen Entwicklung ihres Unternehmens durch geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer? Wie erhalten und erhöhen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit? Wie begegnen sie dem demografischen Wandel einer immer älter werdenden Gesellschaft? Wie werden sie nicht zum künftigen Hemmnis des Wirtschaftswachstums?

Bereits im Jahr 2006 wurde mit WeGebAU ein Programm der Bundesagentur für Arbeit geschaffen, dass die Weiterbildung geringqualifizierter und älterer Arbeitnehmer auch kleinen und mittleren Betrieben ermöglicht. Grundsätzlich gibt es zwei Fördermöglichkeiten: Einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für Geringqualifizierte Die Erstattung der Weiterbildungskosten für Geringqualifizierte und Ältere. „Geringqualifizierte Arbeitnehmer werden gefördert, wenn sie durch die Weiterbildung einen anerkannten Berufsabschluss oder eine – möglichst zertifizierte – Teilqualifikation erwerben. Ältere werden gefördert, wenn sie über 45 Jahre alt und Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern beschäftigt sind“ (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Eine Studie des IAB Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus dem Jahr 2007 kommt zu dem Schluss, dass nur jeder zweite Betrieb diese Fördermöglichkeiten des Bundes kennt. Und nur ein Viertel von ihnen hat sie bisher in Anspruch genommen. Neben der Annahme keinen betrieblichen Bedarf zu haben, gaben 17% der Arbeitgeber als größte Hürde die Freistellung ihrer Mitarbeiter an. Gerade in expandierenden Unternehmen gestaltet sich offenbar der Verzicht auf Arbeitnehmer zum Zweck der Weiterbildung als sehr schwierig. Inzwischen hat sich der Bekanntheitsgrad von WeGebAU erhöht, dennoch ist zu vermuten, dass sich die Gründe für eine Nicht-Inanspruchnahme nicht gravierend verändert haben.



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