Worauf Sie bei der Wahl einer Zahn-Zusatzversicherung achten sollten: Tarifdschungel – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Worauf Sie bei der Wahl einer Zahn-Zusatzversicherung achten sollten: Tarifdschungel



Damit sich gesetzlich Versicherte individuelle Behandlungen beim Zahnarzt leisten können, locken Privatkassen mit Zusatzversicherungen – und machen damit gute Geschäfte. Um 15 Prozent stiegen im Jahr 2007 die Vertragsabschlüsse. Rund 50 Anbieter, so berichtet die „Apotheken Umschau“, werben um die Gunst der Kunden und locken ihn in einen wahren Tarifdschungel, der vom Versicherungsnehmer sorgfältiges Abwägen verlangt. Wichtigste Frage: Will er die Kosten der „Regelversorgung“ abfedern oder einen möglichst hochwertigen und optisch ansprechenden Zahnersatz bekommen? Viele Verbraucherschützer empfehlen, nur das wirklich teure Risiko „Zahnersatz“ abzusichern und Extras wie eine Kauflächenversiegelung selbst zu bezahlen. Der erste Blick muss dem Prozentsatz an den Kosten gelten, die die Zusatzversicherung zahlt. Aber Vorsicht: Meist wird dabei der Festzuschuss aus der gesetzlichen Versicherung mitgerechnet. Andere Anbieter werben mit „100 Prozent“, verdoppeln aber nur den Festzuschuss. Kostet die Behandlung mehr, geht dies zu Lasten des Patienten. Ebenfalls genau studieren: Obergrenzen, die manchmal pro Jahr, manchmal über die gesamte Laufzeit gelten. Auf keinen Fall sollen Kunden Verträge annehmen, bei denen der Versicherer sich für die ersten drei Jahre ein Kündigungsrecht vorbehält, falls der Kunde „zu teuer“ wird.



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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil
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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Hallo Simone,

    schön das Sie so schnell geantwortet haben 😉 Ich sag mal so: der Gesetzgeber hat ja mit dem neuen Vermittlergesetz genau hierfür eine Lösung geschaffen: Skeptische Verbraucher dürfen sich auch von ihrem Versicherungsmakler auf Honorarbasis beraten lassen (hierfür braucht
    es nicht zwingend die explizite Eintragung als Versicherungsberater). Verträge dürfen für diesen speziellen Beratungsfall dann natürlich nicht durch den betreffenden Versicherungsmakler vermittelt werden.

    Eine Restproblematik bleibt dann aber auch hier gegeben, da auch ein reiner Versicherungsberater (von mir aus kann es auch ein Rechtsanwalt oder Steuerberater sein) seine Beratungen unötigt in die Länge ziehen bzw. sogar zu Entscheidungen raten könnte, die weitere Beratungshonorare
    zur Folge hätten … (z.B. Gerichtsprozesse, die dann zu 100% verloren werden etc.)

    Fände es aber irgendwie auch keine angenehme Vorstellung z.B. für eine computergestützte KFZ Vergleichsanalyse mit anschließendem Beratungsgespräch 300 EUR zu bezahlen, um dann durch einen
    Wechsel 30 EUR an Tarifbeitrag einzusparen … (klar, ein Extremfall) Gleiches gilt dann natürlich auch aus Haftungsängsten, z.B. von etwas eher abzuraten, auch wenn eine Durchsetzung dessen nicht ausgeschlossen wäre (denke da grad an eine Erfahrung mit einem Notar, auf den ich trotz seines
    Expertenstatus zu meinem Glück nicht gehört habe …) Somit sollte der möglichst gut informierte Verbraucher am Ende immer selbst eine Entscheidung fällen, die er sich selbst gegenüber verantworten kann!

    Abschließend wegen Ihrem Hinweis: Bin selbst kein Onlinemakler, aber danke für Ihren Tipp! Das werde ich meinem Vater mal vorschlagen, dass das Wort Versicherungsmakler bzw. gleich der ganze Service (inkl. der Bezahlung) noch mit einem seperaten Infofenster erläutert werden könnte … das find ich nähmlich auch eine gute Idee!

    Beste Grüße aus München
    Mike

    • Simone Janson

      Hallo Mike,
      SEO bringt in meinen Kommentaren nichts, da die Links auf Nofollow gesetzt sind. Sie können daher genauso gut unter Ihrem Namen kommentieren.
      Sicher, auch unabhängige Berater sind nicht alle super und die Problematik mit den horrenden Preisen besteht natürlich. Dennoch finde ich, dass Betreiber solcher Vergleichsseiten Ihr Geschäftsmodell transparent machen müssen – der Verbraucher soll dann entscheiden. Wenn das nicht gemacht wird, wirkt das einfach weder transparent noch seriös.

  2. Simone Janson

    Hallo Mike,
    ich möchte da auch nicht alles Schwarz-Weiß malen, sicherlich muss es nicht unbedingt negativ sein, wenn man Provisionen bekommt.
    Allerdings sollte das entsprechend transparent gemacht werden: Wie Sie schon anmerken: Man muss kritisch dahinter schauen. Viele Verbraucher tun das aber nicht und nehmen das, was ihnen angeboten wird, als bahre Münze – meine Erfahrung.
    Im Zuge der Transparenz wäre es übrigens schön gewesen, wenn Sie einleitend darauf aufmerksam gemacht hätten, dass Sie sich selbst zu diesen sogenannten Idealisten zählen und selbst auch als Makler arbeiten,
    Auch auf Ihrer Seite findet sich direkt kein Hinweis, dass Sie so ihr Geld verdienen. Und genau das ist der Punkt: Wenn es eine gute Sache ist, dann kann man auch alles transparent machen.
    So wirkt das leider ein wenig unlauter.

    Übrigens: Dass auch bei den Medien nicht alles gut und wahr ist, habe ich ja an anderer Stelle schon erläutert.

    Viele Grüße
    Simone Janson

  3. hm, glaube aber schon das es im Internet auch noch Idealisten gibt, die trotz Versicherungsmaklerstatus versuchen ihre Kunden mit gut recherchierten Informationen zu versorgen. Aber klar muss ich Ihnen Recht geben, dass gerade in den weiten des Internets eine gesunde Portion Skepsis immer gut ist. Am besten auch als Endverbraucher immer selbst gründlich recherchieren und zwar stets bei unterschiedlichen Informationsquellen. Hierin liegt ja gerade die große Stärke vom Internet. Anmerken möchte ich an dieser Stelle noch eines: selbst unabhängige Medien, wie z.B. große Zeitungen könnten auch in einem Gewissenskonflikt stehen, da es mittlerweile virtuellen Partnerprogramme (Affiliateprogramme) gibt, bei denen die Versicherer auch an Tippgeber nicht unerhebliche Werbekostenpauschalen erstatten … Habe bei solchen Portalen noch kein Versicherungsvergleichsprogramm gesehen, dass nicht von einem dritten zur Verfügung gestellt wurde (unabhängiger Versicherugnsmakler der mit einer Zeitung kooperiert … anders wärs ja auch garnicht finanzierbar …) Als Softwareentwickler kann ich an dieser Stelle nur dazu raten, dann auch auf der entsprechenden Website gleich noch einen Blick in den Quellcode zu werfen und auch immer schön die Datenschutzbestimmungen, AGBs (auf möglichen Adressverkauf) und das Impressum (auf Vermittlerstatus oder möglichen Verflechtungen zu Versicherern oder Vermittlern) zu studieren 😉 Viele Grüße

  4. Simone Janson

    Hallo Herr Dießl,
    das mit dem kommerziell ist vielleicht missverständlich: Ich habe nicht gegen Kommerzielle Seiten. Allerdings muss klar sein, wie die Seite finanziert wird bzw. die Seite sollte unabhängig finanziert werden. Bei der von Ihnen genannten Seite ist mir das nicht klar. Oft werden solche Seiten von Versicherungsmaklern betrieben, die dann ja wieder an der Provision durch die Versicherungsseiten verdienen – da sehe ich einen Gewissenskonflikt.

  5. Konrad Dießl

    Unter Test Zahnzusatzversicherung findet neben Stiftung Warentest eine weitere Vergleichsseite zum Thema Zahnzusatzversicherung, gut gemacht aber auch Kommerziell…

  6. Pingback: Worauf Sie bei der Wahl einer Zahn-Zusatzversicherung achten … | burgwald

  7. Simone Janson

    Hallo Daniel,
    der Betreiber ist aber auch ein Versicherungsmakler, d.h. er hat schon ein Interesse daran, das Thema zu vermarkten. Sprich: Nicht-Kommerziell ist die Site nicht. Das sollten die Leser wissen.
    Ansonsten sind ja vielleicht wirklich einige nützliche Infos enthalten. Also Danke für den Link.
    Simone Janson

  8. hier findet man sonst noch eine nicht kommerzielle Seite, einen Blog, der sich vieler Themen rund umdie Zahnversicherung annimmt.

  9. Simone Janson

    Ich möchte an dieser Stelle meine Leser darauf hinweisen, dass es sich bei dem oben genannten Angebot um das Angebot eines Versicherungsmaklers handelt und sich das Angebot daher aus Provisionen der Versicherungen finanziert. Das muss die Qualität, Übersichtlichkeit und den Nutzen der Site nicht schmälern, man sollte das aber bei der Recherche auf der Site im Hinterkopf behalten.

  10. Hans Waizmann

    Hallo,
    das Kleingedruckte ist in der Tat der große Problem der meisten Tarife. Sie sind so kompliziert, dass Sie für den Laien total unverständlich sind. Auf unserer Seite erhalten Sie daher zusätzlich den Waizmann Leistungskatalog mit 28 beantworteten Fragen rund um die wichtigsten Leistungen. Hier erfahren Sie genau, welche Leistung der gwünschte Tarif enthält.

    Herzliche Grüße

    Hans Waizmann

  11. Simone Janson

    Danke für die ausführlichen Erklärungen und die nützlichen Tipps. Problematisch ist nun mal leider, dass die Tarife mehr als unübersichtlich sind. Man muss vieles Vergleichen und auf das Kleingedruckte achten.

  12. Maximilian Waizmann

    Hallo,

    ich arbeite seit mehreren Jahren als Versicherungsmakler und vertreibe fast ausschließlich Zahnzusatzversicherungen, verfüge daher über viel Erfahrung in diesem Bereich.

    Man muss schon wirklich genau hinschauen, was die einzelnen Anbieter leisten. Eine Versicherung für 5 oder 10 Euro monatlich kann einfach nicht dasselbe leisten wie eine Versicherung für 20 oder 30 Euro im Monat.

    Und wer gute Leistungen versichert haben möchte, der sollte schon eher eine der hochwertigeren Versicherungen wählen.

    Auch die angesprochenen Zusatzleistungen wie z.B. für die Prophylaxe o.Ä. machen nach meiner Meinung Sinn, wenn der Versicherte darauf Wert legt.

    Wenn ich ohnehin 1-2 mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung für jeweils 80 Euro machen lasse, kann ich auch genausogut eine Versicherung abschließen, die mir das zu 100% erstattet (und JA, die gibt es ;-). Damit liegt der „effektiv“ gezahlte Beitrag dann schon wieder sehr viel geringer und man ist für den Fall der Fälle wirklich gut abgesichert. Zähne können ganz einfach sehr teuer werden, das ist sicherlich unbestreitbar.

    Rechnungen gehen teilweise ja in Regionen von 10000 bis 20000 Euro. Will ja niemandem Angst machen, das sind sicherlich Ausnahmefälle bzw. „Ausreißer“.

    Aber auch die vermeintlich kleineren Beträge tun ganz schön weh – wer hat schon mal nebenbei 4000 Euro auf der hohen Kante, weil zwei Zähne mit einem Implantat versorgt werden sollen? Haben vielleicht schon noch, aber möchte man das Geld dann auch dafür ausgeben und auf den hart angesparten Urlaub verzichten?

    Die Frage muss sich eben jeder stellen 😉

    viele Grüße

    Maximilian Waizmann

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