Der alltägliche Fahrt-Stress: Pendlerpauschale – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Der alltägliche Fahrt-Stress: Pendlerpauschale



So sieht mein Job aus: An einem ganz normalen Dienstagmorgen klingelt mein Wecker um 6:45. Dienstag ist mein absoluter Horrortag, denn da unterrichte ich insgesamt 10 Stunden. Aber den Unterrichtsplan kann ich mir nicht aussuchen! Ich stehe also jeden Dienstag genervt auf, ziehe mich an, frühstücke und checke meine E-Mails. Außerdem muss ich bei bahn.de schauen, ob mein Zug pünktlich ist.

Wenn er unpünktlich ist, muss früher fahren sonst bekomme ich meinen Anschlussbus, der nicht auf die Bahn wartet nicht mehr. Um zu meinem Unterrichtsort zu kommen muss ich fast 40 KM zurücklegen. Das Monatsticket für öffentliche Verkehrsmittel kostet mich übrigens 169 Euro Und die Fahrtkosten werden mir nicht erstattet. Wenn alles glatt geht verlasse ich meine Wohnung um 7:45 Uhr, um dann um 9:00 Uhr am Unterrichtsort zu sein.

Ich mache noch ein paar Kopien und bereite vielleicht ein Tafelbild vor. Um 9:30 fängt der Unterricht an. Um 19:30 Uhr ist mein Arbeitstag endlich zu Ende, aber vor 21:00 Uhr bin ich nicht zu Hause – wenn der Zug pünktlich ist und ich alle Anschlüsse bekomme. Die Unpünktlichkeiten gehören leider zu meinem Job dazu .- daher nenne ich das etwas sarkastisch Pendlerpauschale.



Hier schreibt für Sie: Susanne Hausner ist Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache. Profil
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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Politischandersdenkender

    In vielen Jahren werden unsere Kinder über diese Entscheidung vom Staat den Kopf schütteln und das so viele Leute jeden Tag so eine enorme Strecke zu Arbeit zurücklegen und damit Abgase produzieren und die Umwelt belasten weil sie sich keine Arbeit in der nähe suchen wollen oder nicht in die Nähe von Arbeitsplatz umziehen. Und die Regierung muss das auch noch fördern und damit Steuergelder verschwenden. Hoffentlich werden die Menschen in ein paar Jahren klüger sein und auch etwas voraus denken.

    • Hallo Politischandersdenkender,
      grunsätzlich Stimme ich Ihnen zu: Wenn die deutschen Unternehmen weniger präsentistisch veranlagt wären, wären diese ständigen Fahrzeiten auch gar nicht nötig. Ein jobbebdingter Umzug ist aber schon deshalb schwierig, weil viele Jobs nur noch befristet sind – für ein halbes Jahr – wie im Beispiel, pendelt man lieber.
      Wenn SIe allerdings nicht nur die Überschrift dieses Textes sondern auch den gesamten Text gelesen hätten, hätten Sie bemerkt, dass es hier nicht um die Pendlerpauschale im steuerlichen Sinn sondern eine ironische Zuspitzung geht.

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