Peinlichkeiten mit Kollegen vermeiden: Das richtige Geschenk mit dem Wichtelparty-Knigge – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Peinlichkeiten mit Kollegen vermeiden: Das richtige Geschenk mit dem Wichtelparty-Knigge



Weihnachszeit – Wichtelzeit. Auch unter Kollegen. Doch so lustig es klingt – das Schenken und Beschenkt werden kann schnell zu Verstimmungen führen. Denn nicht jedes Geschenk löst bei jedem Adressaten Freude aus. Wir geben Tipps, was Sie beachten sollten, damit ein harmloses Präsent nicht zu Karrierefalle wird.

„Und dann machen wir noch eine Wichtelparty…“ dieser harmlos dahingeworfene Satz löst bei vielen Kollegen großen Stress aus. Denn welches Geschenk kommt an? Und welches Präsent lässt einen dumm dastehen? Denn Wichteln ist mehr als nur eine Sitte: Mit einem Geschenk zollt man Kollegen auch Anerkennung und Respekt für ihre Arbeit. Das heißt aber im Umkehrschluss auch: Wer mit seinem Geschenk unzufrieden ist, kann sich schnell nicht genügend anerkannt und vor anderen gedemütigt fühlen. Daher ist es gerade im beruflichen Zusammenhang wichtig, die Wahl des Geschenkes genau zu bedenken.

Beim Wichteln muss man grundsätzlich zwei Formen unterscheiden: Beim Blindwichteln werden alle Geschenke in einen Sack geworfen und jeder zieht eines. Der Vorteil ist, dass keiner leer ausgeht, wenn der Schenker krank ist. Der Nachteil besteht darin, dass jeder ein neutrales Geschenk finden muss, mit dem er niemandem auf den Schlips tritt. Das Geschenk darf z.B. nicht zu billig sein, das könnte den beschenkten beleidigen.

Es muss geschlechtsneutral sein: Selbst wenn nur wenige Kolleginnen da sind, ist es riskant, eine Krawatte zu schenken. Schließlich muss es auch den Hintergrund der Kollegen berücksichtigen. So können z.B. Schokopralinen, die mit Alkohol gefüllt sind, zum Problem werden, wenn Kollegen Muslime sind – oder gerade abnehmen wollen. Aber: Alle Probleme, die irgendjemand mit dem gut gemeinten Geschenk haben könnte, kann man nicht im Voraus ahnen. Daher hat man beim Blindwichteln immer auch eine Ausrede, wenn es trotz aller Bemühungen nicht passt: Denn schließlich zählt auch die gute Absicht.

Die zweite Variante ist eigentlich die Bessere, weil sie vor unliebsamen Überraschungen schützt: Man lost die Namen vorher aus und kauft dann gezielt für eine bestimmte Person ein Geschenk. Wenn man das Umfeld des Empfängers kennt, kann man Erkundigungen nach dessen Vorlieben, Hobbys, Lieblingsreisezielen oder Kleidungsgewohnheiten einholen und diese schriftlich fixieren, um so seine Ideen zu entwickeln.

Aber auch diese Variante birgt Probleme: Was macht man, wenn man die Kollegin oder den Kollegen nicht leiden kann? Auf jeden Fall sollte man der Versuchung widerstehen, sich mit einem Weihnachtsgeschenk rächen zu wollen – denn das kann nach hinten losgehen, weil man plötzlich als Miesepeter dasteht.

Wichtig ist viel mehr, dem Beschenkten das Gefühl zu vermitteln, dass die Gabe ganz speziell für ihn ausgesucht wurde. Niemals sollte man den Eindruck erwecken, dass es sich nur um eine Form der Pflichterfüllung handeln, der man Desinteresse oder gar Lieblosigkeit anmerkt.

Ebenso wichtig ist es, sich keinen überspannten Erwartungen hinzugeben, der Beschenkte werde die eigene Begeisterung für das Geschenk teilen. Es kann durchaus vorkommen, dass dem bei allem redlichen Bemühen nicht so ist. Auch auf Anspielungen sollte man verzichten: Einer Kollegin, die ständig zu spät kommt, sollte man keinen Wecker schenken und jemandem, der Mundgeruch hat, kein Mundwasser. Ganz verpönt sind auch sexuelle Anspielungen, vor allem vom Chef an weibliche Untergebene

Aber auch der Beschenkte sollte seinen Teil zum Gelingen der Wichtelparty beitragen: Seine etwaige Enttäuschung sollte er möglichst verbergen. Denn es freut den Schenker, wenn er feststellen kann, dass sein Geschenk ankommt. Und Pflicht ist in jedem Fall ein Wort des Dankes. Als Geschmacklos gilt es hingegen, sich nach dem Preis der Gabe zu erkundigen bzw. diesen dann auch zu nennen.

Dieser Artikel erschien unter:



Bildung Karriere Zukunft - Berufebilder.de-Autoren-Profil
Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil
berufebilder

Mehr HR-News & Tipps? Gerne sprechen wir auch persönlich mit Ihnen über Ihr Anliegen!


Der Debatten-Monitor bündelt 25.000+ Leserstimmen zu unseren Beiträgen auf B E R U F E B I L D E R, in Social Media & im Netz - aktuelle Debatten abonnieren. Viele unserer Beiträge entstehen durch Leser-Anregung: Schlagen Sie Ihr Thema vor!

Meinungen abonnieren per RSS oder (erforderliche URL!) Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Simone Janson

    #Peinlichkeiten beim #Beschenken von #Kollegen #vermeiden – #Wichtelparty-#Knigge #fb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.