Die ganze Serie →Gehaltsverhandlungen für Frauen lesen!
Im Schnitt verdienen Frauen 23 Prozent weniger als Männer. Dabei gibt es jedoch große Unterschiede je nach Beruf, Alter und Region. Auch im EU-Vergleich liegt Deutschland, was die Gehaltsschere angeht, weit hinten. Doch die gute Nachricht ist: Frauen können selbst etwas ändern!
Arbeitnehmerinnen unter 24 bekommen bei gleicher Leistung durchschnittlich nur 7,8 Prozent weniger als gleichaltrige männliche Kollegen. Bei der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren wächst die Differenz bereits auf 17,5 Prozent. Am weitesten klafft die Schere bei Frauen über 55 auseinander: Hier verdienen Frauen rund 26,7 Prozent weniger. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Online-Umfrage der Internetseite http://www.frauenlohnspiegel.de/, basierend auf rund 63.000 Fragebögen. Das Site wird vom WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung betreut.
Gehalt je nach Branchen oder Region variabel
Auch nach Branche oder der Region variiert das Gehaltsgefälle: Eine Buchhalterin beispielsweise bekommt monatlich etwa 825 € weniger als Ihre männlichen Kollegen. Bei technischen Zeichnerinnen beträgt der Abstand „nur“ 239 €. Und in Ostdeutschland sind die Unterschiede kleiner als im Westen. EU-weit liegt Deutschland, so zeigen Studien der europäischen Kommission, damit sogar auf dem viertletzten Platz: Nur in Estland, Zypern und der Slowakei ist der Gehaltsabstand zwischen den Geschlechtern noch größer.
Frauen bekommen nicht einfach weniger Geld
Die Gründe für die Misere sind vielfältig: Frauen bekommen nicht einfach weniger Geld, weil sie Frauen sind. Oft liegt es daran, dass sie nur Teilzeitjobs haben, eine Babypause einlegen oder einfach schlechter qualifiziert sind. Viele Frauen arbeiten außerdem in Firmen und Berufen, die sich besser mit der Familie vereinbaren lassen – und nehmen dafür schlechtere Bezahlung in Kauf.
Und: Sie verhandeln einfach schlecht: „Für nicht wenige Frauen ist Geld ein Tabuthema. Häufig sind sie auch zu bescheiden, oder es ist ihnen peinlich, mehr zu fordern. Für Männer sind solche regelmäßigen Gespräche dagegen selbstverständlich“ so Gehaltscoach Dr. Cornelia Topf, Autorin des Buches „Gehaltsverhandlungen für freche Frauen“.
Arbeitsproben-Nachweis
Der Beitrag erschien auf http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/karriere/gehalt-so-koennen-frauen-mehr-verdienen-625629.html und auch am 26.09.2009 unter dem Titel “Wenn freche Frauen verhandeln” im Rhein-Main-Markt, Beilage zu Frankfurter Neuen Presse und zur Rhein-Main-Zeitung, dem Lokalteil der FAZ, auf Seite 2.


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