Gesunde Herausforderung statt Perfektion – Teil 6: Achtung, Bumerang! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Gesunde Herausforderung statt Perfektion – Teil 6: Achtung, Bumerang!



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Doch nicht nur für Unternehmen, auch für den Einzelnen kann der Wunsch nach Perfektion zum Bumerang werden. Denn langfristig überfordert man sich durch Perfektionismus und zu hohe Ansprüche nur selbst! Wie das?


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Eine Frage der Motivation

Am Ende verliert man jegliche Motivation. Paradoxerweise kann also eine besonders hohe Strebsamkeit dazu führen, dass man am Ende viel weniger erreicht. Wie das?

Menschen arbeiten einfach besser, wenn sie motiviert und mit Freude bei der Sache sind. Denn wer seine Arbeit einfach nur gut machen will, denkt in der Regel vorwärtsgerichtet, positiv und optimistisch. Er geht davon aus, dass er die anstehenden Aufgaben gut bewältigen kann, ist motiviert – und damit besonders produktiv.

Flow statt Perfektionismus

Der Psycholge Mihály Csikszentmihályi spricht in diesem Zusammenhang von Flow, der Lust des Neugiertriebes und dem völligen Aufgehen in einer Aufgabe, der Menschen dazu bringt, mit Begeisterung voranzugehen und Probleme zu lösen. Grund dafür sind die biochemischen Abläufe in unserem Körper: Die Euphorie, die wir empfinden, wenn wir eine stressige Arbeit befriedigend abgeschlossen haben, verdanken wir unter anderem den Hormonen Noradrenalin und Serotonin.

Diese rufen positive Gefühle hervor, die wie eine Belohnung für die vorherige Anstrengung wirken. Wenn dieser sogenannte Eustress regelmäßig und dosiert auftritt, stimuliert er das Immunsystem und wirkt motivierend. Neuere Ergebnisse der Hirnforschung zeigen sogar, dass Stress die schnellere Vernetzung von Hirnzellen fördert. Und weil die Fähigkeiten wachsen, je mehr man die Tätigkeit ausübt, wird man sich neuen Herausforderungen stellen müssen, wenn sich das Flow-Erlebnis weiterhin einstellen soll. Auf diese entstehen neue Ideen, die Menschen voran bringen.

Gesunde Herausforderung statt Überforderung

Das klappt allerdings nur, wenn man zielgerichtet arbeitet und die Herausforderung zu den eigenen Fähigkeiten passt. Sind die Anforderungen zu niedrig, stellt sich Langeweile ein, sind sie zu hoch, Frustration und Überforderung. In beiden Fällen leidet die Motivation.

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