Kreativ im Einsatz: Als Germanist in die Werbeagentur – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Kreativ im Einsatz: Als Germanist in die Werbeagentur



„Ich habe vor nicht allzu langer Zeit mein Germanistik-Studium in Kiel abgeschlossen. Meine genauen Studienfächer waren „Ältere Deutsche Literaturwissenschaft“ (Hauptfach), „Neuere Deutsche Literaturwissenschaft“ (Nebenfach) sowie „Mittlere und Neuere Geschichte“ (Nebenfach).


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Hier schreibt für Sie: Mike Heyden ist Abteilungsleiter Text & Konzept bei der Personalmarketing-Agentur Westpress. Profil

Erste Schritte als Freiberufler

Nach einer glücklicherweise recht kurzen Zeit der Freiberuflichkeit bin ich in ein festes Arbeitsverhältnis bei einer Werbeagentur übernommen worden. Mittlerweile arbeite ich bei einer der größten Werbeagenturen im Bereich Personalmarketing als Texter und bin sehr zufrieden. Innerhalb der Firma bin ich seit einiger Zeit Ansprechpartner für Text in jedweder Hinsicht.

Zu Beginn meines Studiums und selbst am Ende war das allerdings noch ein Ziel für mich, das mir fast unerreichbar schien. Ich habe eigentlich nur studiert, weil mich das Studium bzw. die Studieninhalte fasziniert haben. Die Chance, in den Werbebereich zu kommen – auch ohne Praktika – habe ich dann genutzt, als sie sich mir bot – per „normaler“ Stellenanzeige und meiner Bewerbung.

Einladung zum Vorstellungsgespräch

Gleich einen Tag später ging das Telefon zwecks Einladung zum persönlichen Kennenlernen. Schließlich ist ein Einstieg in diesen Beruf sonst gar nicht so leicht. Stets wird Berufserfahrung verlangt, ein weiteres Manko, dem man sich als junger Akademiker leider viel zu oft gegenüber sieht.

Davon sollte man sich allerdings nicht abschrecken lassen. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass die wesentlichen Schlüsselkompetenzen im „Verborgenen“ liegen: An der Universität bin ich nicht auf das vorbereitet worden, was mich innerhalb der harten, freien Wirtschaftswelt erwartet.

In der Übergangszeit weiterqualifizieren

Aber während der sogenannten brotlosen Übergangszeit ist es durchaus möglich, sich diejenigen Erfahrungen anzueignen, die bei einem Berufseinstieg wesentlich wichtiger sein können als die Note im Abschlusszeugnis. Was natürlich nicht heißen soll, dass die Abschluss-Note ohne Relevanz ist.

Jedoch zeigt sich, dass heutzutage ein Abschluss innerhalb der Geisteswissenschaften auch hoch angerechnet wird, weil man etwas, was scheinbar selten Erfolg verspricht, trotz der teils widrigen Umstände zu Ende gebracht hat.

Räumliche Flexibilität gefragt

Allerdings spielt auch die zeitliche und räumliche Flexibilität eine große Rolle. Man kann eben nicht davon ausgehen, am Ort der eigenen Wahl zu landen. Mich zum Beispiel hat es von Kiel nach Nordrhein-Westfalen verschlagen. Dadurch können sich aber auch ungeahnte Chancen auftun,wenn man denn bereit dazu ist.

Ich bin zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe und kann nur empfehlen, die Weiterbildungs-Möglichkeiten zu nutzen, die einem während des Studiums eröffnet werden. Damit meine ich vor allem jedwede Art von PC-Anwendungen, Sprachen und vor allem Kurse bzw. Seminare, die „versteckt“ eben dieses bieten. Auch der private Bereich ist hier nicht zu vergessen, gerade was das Schlagwort Sozialkompetenz betrifft.“

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