Warum Frauen keine Karriere machen: Frauen wollen im Job zu wenig – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Warum Frauen keine Karriere machen: Frauen wollen im Job zu wenig



Frauen schreien nicht als Erste „Hier!“, wenn es um eine neue Aufgabe am Arbeitsplatz geht. Das hat Kommunikationstrainer Werner Katzengruber beobachtet, wie er dem aktuellen G+J-Frauenmagazin EMOTION verrät. Männer seien forscher, waghalsiger und hätten eine höhere Risikotoleranz. „Gerade im Job kommt es deshalb bei ihnen öfter zu Karrieresprüngen, dafür aber auch zu drastischeren Niederlagen“, erklärt der Kommunikationsexperte.


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Hintergrund: Frauen hätten generell ein „emotionaleres Verhältnis zur Arbeit“. Studienergebnisse würden nahe legen, dass es Männern vor allem wichtig sei, dass das Geld stimme, während es Frauen darum gehe, sich bei der Arbeit wohl zu fühlen. Katzengruber: „Selbst wenn sich eine Chance bietet, wägen sie daher Vor- und Nachteile stärker ab. Deshalb setzen sie sich auch weniger stark für die eigenen Interessen ein und sind kompromissbereiter, was nicht immer zu ihrem Vorteil ist.“

Oft seien die eigenen Ziele ungenau und verschwommen. „Wer aber alles daransetzen will, ein Ziel zu erreichen, muss sich klarmachen, wohin er will“, rät Werner Katzengruber. Erfolg hänge im Wesentlichen von realistischen Zielen und der Energie ab, die man dafür aufbringt: „Eine große Rolle spielen eigene Visionen.“

Soll das nun mal wieder heißen, Frauen sind selbst Schuld, weil sie das falsche wollen und ihre Ziele nicht genau definieren? Genau darin liegt meiner Ansicht nach die eigentliche Crux dieser immer wieder gehörten Aussage: Wenn es Frauen im Job tatsächlich wichtiger ist, im Job zufrieden zu sein als viel Geld zu verdienen, ist das doch völlig ok. Problematisch wird das dann nur, weil sie sich dennoch über die Ungerechtigkeiten beklagen, aber weniger daran ändern.

Das gilt auch für die Wahl des Jobs: Offenbar wählen auch ja auch zahlreichen Studien zufolge Frauen immer noch die falschen Jobs. So gibt es ja auch regelrechte Initiativen, die Frauen in Männerberufe, etwa in die Technik und die Naturwissenschaften, unterbringen sollen. Meiner Erfahrung nach wird andersrum ein Schuh daraus: Nicht die Jobs sind per se schlecht bezahlt, sondern die von Frauen dominierten Jobs sind schlechter bezahlt, weil Frauen eben eine andere Einstellung haben. Das kann man auch daran sehen, dass Männer in sogenannten „Frauenjobs“ dann häufig doch besser verdienen und in den Hierachiestufen weiter oben sitzen.

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