berufebilder

Einstiegsgeld: Der Weg aus Hartz IV?

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist nicht nur eine Alternative zur Arbeitslosigkeit, sondern auch die beste Möglichkeit, die eigenen Ideen zu verwirklichen, sich zu entfalten. Gerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten nimmt die Zahl an Existenzgründungen zu. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt dies mit Beratung und unterschiedlichen finanziellen Hilfen.

Einstiegsgeld

Auch Arbeitsuchende in der Grundsicherung sehen die eigene Existenzgründung als Chance, wieder beruflich Fuß zu fassen. Seit Jahresbeginn wurden rund 12.000 Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) durch die Jobcenter in die Selbstständigkeit begleitet, angefangen von der Entwicklung der Geschäftsidee, über die Unterstützung in Finanzierungsfragen bis hin zur Geschäftseröffnung, im Jahr 2008 waren es rund 25.000. Hoch ist vor allem der Anteil der Männer zwischen 30 und 50 Jahren.

Ziel der Bundesagentur für ist es, den Hilfebezug und die Abhängigkeit von Sozialleistungen in absehbarer Zeit und vor allem dauerhaft zu beenden. Die Selbstständigkeit kann hier eine realistische Option sein. In vielen Grundsicherungsstellen wird daher rund um das Thema Selbstständigkeit beraten und informiert. Eng vernetzt hat sich die BA vor Ort mit Kammern, Kreditinstituten, Bildungsträgern und Arbeitgeberverbänden. Gerade in Krisenzeiten nehmen die Existenzgründungen zu. Daher rechnet die BA in den kommenden Monaten mit einem steigenden Beratungsbedarf.

Erfolgreiche Gründer aus Hartz IV

Dass die Existenzgründungen von Hartz IV-Empfängern durchaus erfolgreich sind, zeigt ein Blick in die Statistik. Fast 90 Prozent der geförderten Selbstständigen sind sechs Monate nach der Förderung weiterhin auf dem Arbeitsmarkt. Nur jeder Zehnte kehrt nach einem halben Jahr in die Arbeitslosigkeit zurück. Statistisch gesehen, werden mit jeder Existenzgründung innerhalb der ersten zwei Jahre mindestens zwei neue Arbeitsplätze geschaffen.

Immer mehr unterstützende Selbständige

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Ende 2008 gab es 114.000 Selbstständige in der Grundsicherung, zwei Jahre zuvor waren es 56.000. Damit hat sich die Zahl der sogenannten “aufstockenden Selbstständigen” fast verdoppelt und der Trend setzt sich weiter fort. Dies zeigt, dass immer mehr Selbstständige mit ihrem Einkommen nicht das Existenzminimum absichern können. Über die Hälfte der selbst-ständig tätigen Hilfebedürftigen haben monatlich weniger als 400 Euro Einkommen. Aufgrund von Auftragsmangel oder der derzeit schlechten wirtschaftlichen Rahmenbe-dingungen sind sie auf zusätzliche Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen.

Den aktuellen Bericht zur Selbstständigkeit im SGB II gibt es im Internet unter

Hintergrund: So funktioniert Finanzielle Unterstützung von Exstenzgründern in der Grundsicherung

Mit dem sogenannten Einstiegsgeld können ALG II-Empfänger finanziell unterstützt werden. Das Einstiegsgeld wird für längstens 24 Monate gewährt und kann 50 bis ma-ximal 100 Prozent der Regelleistung betragen. Neu ist, dass im SGB II zusätzliche Zu-schüsse oder Darlehen zur Eingliederung von Selbstständigen gewährt werden kön-nen.

Diese können für die Beschaffung von Sachgütern gezahlt werden. Die Zuschüs-se betragen maximal 5.000 Euro. Ein Darlehen kann den Höchstbetrag für Zuschüsse übersteigen. Unter Umständen können Zuschüsse und Darlehen kombiniert wer-den. Sachmittel können zum Beispiel sein: Betriebs- und Geschäftsausstattungen (PC und Software, Telefonanlage, Kopierer, Mobiliar o.ä.), Marketing und Vertrieb unter-stützende Investitionen (Erstellung Homepage, Werbemittel…), Fahrzeuge, Maschinen, Werkzeuge usw.






Beitrag weiterempfehlen


1 Kommentar  » Diskutieren Sie mit - hier oder in Social Media


Unsere Beiträge werden nicht nur in über 9.000 Kommentaren von über 600 Kommentatoren diskutiert, sondern auch von unseren mehr als 5.000 aktiven'Abonennten & Followern auch auf sozialen Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google+ in über 20.000 Tweets, Shares & +1. Sie finden alle Kommentare hier, Neuste zuerst, und können sie auch abonnieren.



Schreiben Sie einen Kommentar


Abonnieren Sie die Diskussion per RSS oder per eMail (diese URL eingeben)! Kritische Kommentare sind willkommen, Beleidigungen & Werbung werden entfernt ( →Richtlinien). Für ein Foto neben dem Kommentar laden Sie es bei Gravatar hoch. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wenn der Kommentar nicht sofort erscheint, muss er freigeschaltet werden - z.B. weil er Links enthält.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

berufebilder