Abturienten: Je weiter weg von der Uni, desto weniger studieren – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Abturienten: Je weiter weg von der Uni, desto weniger studieren



Abiturienten, die in größerer Entfernung von der nächsten Universität wohnen, nehmen seltener ein Universitätsstudium auf. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin. Sie sind deshalb beim Zugang zu höherer Bildung benachteiligt. Die Wahrscheinlichkeit einer Studienaufnahme sinkt pro zehn Kilometer Entfernung zur nächsten Universität um 2 bis 3 Prozentpunkte.


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Während der Einfluss anderer Faktoren auf den Zugang zu höherer Bildung wie zum Beispiel Geschlecht oder Bildungsstand der Eltern bereits bekannt sind, wurde der Einfluss der Entfernung zur nächsten Universität für Deutschland zum ersten Mal auf der Basis von Mikrodaten fundiert untersucht. Die Tatsache, dass Abiturienten, die weiter weg von der nächsten Universität wohnen, seltener ein Studium aufnehmen, liegt vermutlich primär an den damit verbunden Kosten. Darunter fallen wohl Kosten für eine neue Wohnung oder eventuell auch hohe Pendelkosten. Bei Fachhochschulen gibt es jedoch ähnliche Effekte für Fachhochschulen nicht. Dies wird entweder entweder mit der größeren Fachhochschuldichte in Deutschland oder deren geringerer Studierendenzahl begründet. Vorgeschlagen werden zur Lösung des Problems ein höherer BAFöG-Mietkostenzuschlag oder die Bereitstellung öffentlicher Mittel zur Gründung neuer Universitäten in bestimmten Regionen.

Quelle: Does Distance Determine Who Attends a University in Germany? Von C. Katharina Spieß und Katharina Wrohlich. SOEPpaper 118. Berlin, July 2008.

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