Master of Business Administration: Was ist ein MBA? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Master of Business Administration: Was ist ein MBA?



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Ein besonders bekanntes Aufbaustudium ist der Master of Business Administration (MBA). Im Prinzip verbirgt sich dahinter nichts weiter als der klassische angelsächsische Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre: Denn wirtschaftswissenschaftliche Qualifikationen und Managementkenntnisse sind aus allen Bereichen des Arbeitslebens nicht mehr wegzudenken. Kein anderes Aufbaustudium genießt eine so hohe Reputation:

MBA-Begriff

Eine weltweite Untersuchung des Graduate Management Admission Council unter 6.223 MBA-Studenten aus 107 Staaten ergab, dass 77 % von ihnen vom MBA eine Verbesserung ihrer Karrierechancen erwarten. Der gute Ruf ist in Zeiten der Globalisierung ein ebenso großer Vorteil wie die hier vermittelten Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz.

Er qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten und erhöht dank seiner generalistischen Ausrichtung die Flexibilität, zwischen einzelnen Firmen, Tätigkeitsfeldern und Branchen zu wechseln. Von Vorteil ist schließlich auch ein internationales Kontaktnetz, dessen Nutzen desto größer ist, je renommierter und erfolgreicher die Absolventen sind. Allerdings ist der MBA heute kein Garant mehr für eine Spitzenposition mit entsprechendem Gehalt. Die Gründe dafür sind vor allem im inflationären Anwachsen teilweise dubioser Programme sowie in den Inhalten, die nicht immer den Qualitätsansprüchen genügen, zu suchen. Daher misstrauen viele Unternehmen mittlerweile dem Abschluss.

Späteres Gehalt

Absolventen von Zwei-Jahres-Programmen erhalten nach einer Umfrage der britischen Akkreditierungseinrichtung AMBA die höchsten Gehälter, gefolgt von Absolventen eines einjährigen Vollzeitstudiums. Leichte Abstriche beim Gehalt müssen dagegen Teilzeitstudenten in Kauf nehmen. Das Schlusslicht bildeten die Absolventen von Fernstudien-MBA-Programmen. Das Gehalt von Absolventen führender Business Schools in Europa liegt derzeit zwischen 95.000 und 145.000 US-Dollar. Die höchsten Gehälter zahlt der Finanzdienstleistungsbereich, gefolgt von der Unternehmensberatung, der Computer-Industrie und der Industrie. Das jährliche Durchschnittsgehalt von Absolventen amerikanischer Top Schools liegt leicht über dem europäischen Niveau. Das alljährliche MBA-Ranking der Financial Times gibt Auskunft darüber, wie viele Studenten jeder getesteten Schule nach drei Monaten eine Anstellung gefunden hatten.

Wer einen MBA machen möchte, benötigt in der Regel ein abgeschlossenes Studium gleich welcher Fachrichtung. Der Fächerkanon eines MBA-Programms deckt normalerweise alle Aufgabengebiete ab, die für eine Managementposition von Bedeutung sind. Dazu gehören Mikro- und Makroökonomie, Finanzwirtschaft, Rechnungswesen, Marketing, Produktion, Logistik und Personalwirtschaft. Daneben werden Managementtechniken, Statistik, Mathematik oder Entscheidungstheorie gelehrt, aber auch integrative Kurse wie Projektmanagement oder Kommunikation stehen auf dem Lehrplan. Neben diesen Pflichtkursen können die Studenten zwischen verschiedenen Spezialisierungskursen (Electives) wählen, in die häufig aktuelle Entwicklungen einfließen, die spezielle Themen oder bestimmte Wirtschaftsregionen und Branchen behandeln. Dabei werden Praxisbezug und Interaktivität groß geschrieben.

Hohe Anforderungen

Gerade bei den angeseheneren Programmen sind jedoch die Anforderungen an die Bewerber hoch, eine Absagequote von 50 % ist die Regel. Zugangsvoraussetzungen sind eine optimale Präsentation der Bewerbung, sehr gute akademische Leistungen sowie die persönliche Eignung des Interessenten. Darüber hinaus wird besonderer Wert auf Berufserfahrung gelegt, einige Executive-MBA-Programme setzen sogar langjährige Führungserfahrung voraus. Doch gibt es auch MBA-Angebote, die sich vor allem an Hochschulabsolventen wenden (Junior-MBA-Programme).

In Ausnahmefällen können Defizite bei der akademischen Vorbildung durch eine besonders qualifizierte Berufserfahrung kompensiert werden oder umgekehrt hervorragende Studienleistungen mangelnde Berufserfahrung ausgleichen, zumal dann, wenn der Bewerber bereits eine Lehre absolviert oder unternehmensbezogene Projekte und Praktika durchgeführt hat. Wichtige Zugangsvoraussetzungen sind aber auch gute Ergebnisse bei GMAT und beim TOEFL-Test, da MBA-Programme in der Regel in englischer Sprache stattfinden.



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