Den Master finanzieren: Was kostet ein Aufbaustudium? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Den Master finanzieren: Was kostet ein Aufbaustudium?



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Wie viel Sie ein Aufbaustudium kosten wird, lässt sich leider nicht genau sagen, denn die Kosten können sehr unterschiedlich sein:

Große Unterschiede

Einige Studiengänge sind gebührenfrei, andere kosten die mittlerweile in vielen Bundesländern üblichen Zweitstudiengebühren von 500-565 EUR pro Semester. Auch an staatlichen Hochschulen im Ausland fallen häufig Studiengebühren an. Weitaus teurer sind die Angebote privater Hochschulen und MBA-Programme, deren Studiengebühren (Tuition) in Deutschland durchschnittlich 17.000 EUR für das gesamte Programm betragen.

In Europa liegt die Tuition zwischen 5.000 EUR an der Universität des Saarlandes und 60.000 EUR an der London Business School. Das billigste Angebot in den USA ist die Cornell University mit 32.000 $, am meisten verlangt die Columbia University für den MBA-Abschluss: 70.000 $. Einige Institutionen erheben darüber hinaus auch eine Bewerbungsgebühr. Darüber hinaus sollte jeder bei den Zahlungsmodalitäten im Vertrag genau hinsehen: Einige Hochschulen bieten Ratenzahlungen an, damit der Studiengang auch ohne größere finanzielle Verluste möglicherweise einmal abgebrochen werden kann.

Weitere Kosten

Doch auch der Zeitaufwand und die Ausgaben für die Recherche, Telefonate und die eigene Bewerbung (etwa durch das Übersetzen von Unterlagen) sowie das Auswahlverfahren müssen ebenso miteingerechnet werden wie das Unterrichtsmaterial und der Computer. Bedacht werden sollten darüber hinaus eventuelle Zinszahlungen für ein aufgenommenes Darlehen sowie der Verdienstausfall, weil während des Studiums nicht gearbeitet werden kann.

Auch die Kosten für die Krankenversicherung müssen einkalkuliert werden. Rechtlich ist dabei noch nicht geklärt, ob ein Master als grundständiger Studiengang oder als Zweitstudium einzustufen ist. Daraus können sich für Studenten einige Probleme ergeben, was Studiengebühren für ein Zweitstudium oder die Krankenversicherung angeht. Immerhin dürften sich hier die meisten Krankenkassen einer Empfehlung der AOK anschließen, zumindest konsekutive Masterstudiengänge als Erststudium mit einer studentischen Krankenversicherung zu versichern. In anderen Fällen können sich studierende eines Aufbaustudiengangs zu besonderen Konditionen freiwillig versichern (mehr dazu im Kurs „Arbeiten während des Aufbaustudiums“). Dazu kommen natürlich die Ausgaben des täglichen Lebens: Miete, Verpflegung, Medikamente, Reise- und Transportkosten.

Finanzierung vorab klären

Die Finanzierungeines Aufbaustudiengangs sollte vorab geklärt werden, damit dieser nicht wegen Geldknappheit abgebrochen werden muss. Gerade wer eine Zusatzqualifikation im Ausland anpeilt, muss sich klar machen, dass diese teurer ist als im Inland und gewohnte Finanzierungswege (z.B. ein Nebenjob) evt. nicht zur Verfügung stehen. Darüber hinaus verlangen viele Anbieter der teureren Programme die Bestätigung einer Bank über den finanziellen Hintergrund des Bewerbers, um sicherstellen, dass der Kandidat die Kosten auch übernehmen kann. In solchen Fällen ist ein Finanzplan unabdingbar. Bei solchen Summen sind Bewerber nur selten in der Lage, ausschließlich auf eigenes Vermögen zurückzugreifen.

Während man sich bei einigen Aufbaustudiengänge einfach immatrikulieren und dann mit dem Studium beginnen kann, müssen Sie für andere (in der Regel für alle MBA-Studiengänge) ein komplexes Bewerbungsverfahren durchlaufen. Allgemein gehören ein ausgefülltes Bewerbungsformular bzw. ein Immatrikulationsantrag sowie eine beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses dazu. Falls der MBA im Ausland oder im Rahmen eines internationalen Programms studiert wird, sind eine beglaubigte Übersetzung in die Landessprache bzw. die Programmsprache Pflicht. In der Regel sollten als Referenz zwei oder mehrere Personen angegeben werden, bei denen Nachfragen über den Interessenten möglich sind. Ebenfalls wichtig sind die Gutachten eines oder mehrere Hochschuldozenten, auch diese bei Bedarf in beglaubigter Übersetzung. Falls vorhanden sollten auch Arbeitszeugnisse/Bescheinigungen über Berufserfahrung, Praktika usw. beigelegt werden. Einige Institutionen erwarten von Bewerbern schriftliche Darlegungen zu einem bestimmten Thema, sogenannte Essays. Bei ausländischen und internationalen Programmen werden darüber hinaus Sprachnachweise verlangt. Welche Unterlagen genau notwendig sind, sollte bei der Hochschule einzeln erfragt werden.



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