Wie gehe ich bei der strukturierten Online-Bewerbung vor: 5 Tipps für die Jobsuche – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Wie gehe ich bei der strukturierten Online-Bewerbung vor: 5 Tipps für die Jobsuche


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Obwohl sie sich als Lieblingsbewerbungsverfahren der Arbeitgeber vielfach durchgesetzt hat, bleibt die strukturierte Online-Bewerbung per Formular bei vielen Bewerbern eher unbeliebt. Dennoch sollten sich Bewerber auf diese Variante einlassen – und dabei möglichst die Unternehmensbrille aufsetzen. Bewerbungstipps  Lebenslauf Jobbörsen Jobmessen Stellenanzeigen Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto

Der Stress mit der Online-Bewerbung

Es ist ganz schön aufwändig, sich per Online-Formular zu bewerben: Jobeinsteiger und -wechsler müssen dabei ihre Daten für verschiedene Arbeitgeber immer wieder neu eingeben. Es gibt keine Standardbewerbung mit firmenindividuellen Anschreiben oder Lebenslauf – wie bei der klassischen oder E-Mailbewerbung.

Zudem empfinden manche Bewerber die sehr strukturierte Form als Gängelung – und vermissen Möglichkeiten zur individuellen Darstellung. Wer das Ganze aber einmal durch die Brille der Recruiter in den Unternehmen betrachtet, erhält einige Argumente für die strukturierte Online-Bewerbung – und wichtige Hinweise darauf, wie man sich möglichst erfolgreich bewirbt:

5 Tipps für die Jobsuche

  1. Recruiters Liebling: Die Mehrheit der Recruiter liebt strukturierte Online-Bewerbungen. Wenn sich viele Kandidaten für eine einzige Position bewerben, brauchen Unternehmen Bewerbungsdaten in möglichst strukturierter Form. Dann benötigt der Auswahlprozess weitaus weniger Zeit und Arbeit. Auch bei Arbeitgebern, die verschiedene Bewerbungswege anbieten, sehen sich die meisten Recruiter zuerst die strukturierten Online-Bewerbungen an. Bei sehr großem Bewerberaufkommen führt das dazu, dass die weniger leicht zu bearbeitenden Bewerbungen per Post oder E-Mail nicht mehr berücksichtigt werden. Das heißt für Bewerber: Im Zweifel für das Online-Formular.
  2. Falsche Romantik: Bewerber hegen häufig romantische „Mensch gegen Maschine“-Gedanken beim Thema Online-Bewerbung per Formular. Demzufolge urteilen „echte Menschen“ eher nach dem positiven Gesamteindruck als mechanische Systeme. Viele Bewerber glauben, die Online-Bewerbung per Formular bringe starre Standardkriterien ins Bewerbungsgeschehen ein. Die Wahrheit: Aus der Sicht der Recruiter macht das Verfahren lediglich feste Auswahlkriterien besser handhabbar. Harte Auswahlkriterien hat es immer gegeben – auch zu den Zeiten der guten, alten Bewerbungsmappe. Strukturierte E-Recruitingsysteme machen diese Kriterien einfach besser, und zum Teil maschinell handhabbar. Bewerber, die harte Voraussetzungen nicht mitbringen, fallen durchs Raster, mit oder ohne strukturierte Online-Bewerbung.
  3. Langfristiger Bewerbernutzen: Die Daten aus strukturierten Online-Bewerbungen nutzen viele Unternehmen, um langfristig zu interessanten Bewerbern Kontakt zu halten, auch wenn sich aktuell kein Jobangebot ergibt. Dadurch haben Bewerber zusätzliche Chancen. Denn solch ein langfristiges Talentmanagement braucht elektronische Systeme. Und die können besser mit strukturierten Daten arbeiten.
  4. Keine lästige Pflichtübung: In der Online-Bewerbung gibt es Pflichtfelder und freiwillige Felder. Aus Sicht der Recruiter sind letztere jedoch alles andere als überflüssig. Bewerber, die sich durchgehend nur auf Pflichtfelder beschränken, erwecken schnell den Eindruck von Desinteresse. Kandidaten sollten alle Möglichkeiten nutzen, sich ausführlich darzustellen, sonst bekommen die Recruiter den Eindruck mangelnden Interesses oder gar den Verdacht, es gebe etwas zu verbergen. Aus diesem Grund sollten Bewerber auch die Möglichkeit nutzen, Dokumente hochzuladen.
  5. Ernste Angelegenheit: Online-Bewerbungen per Formular sind für Recruiter eine genau so ernste Angelegenheit wie die klassische Bewerbung per Post. Es gibt kein Online-Bonus bei Schlampigkeiten. Deshalb sollten Bewerber auch bei dieser Form auf Konsistenz im Lebenslauf achten. Der Lebenslauf muss genau so lückenlos dargestellt werden wie bei einer Papier – oder E-Mailbewerbung. Bewerber müssen Online-Formulare zudem mit größtmöglicher Sorgfalt ausfüllen. Alles andere wirkt sehr amateurhaft. Häufig gibt es bei Formularbewerbungen Rechtschreibfehler, Stilblüten oder einen unangemessen informellen Ton. Das sind bei Formularbewerbungen genau so harte Ausschlusskriterien wie in der klassischen Papierbewerbung. Deshalb ist ein Check notwendig, bevor Bewerber den Senden-Button drücken. Die entsprechende Vorschau sollten sie vorher ausdrucken und auf Papier gewissenhaft korrekturlesen.


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  1. Richtig Bewerben Guide

    Schöner Artikel

  2. Danke für die Tipps. Super

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