PISA-Studie: Gute Ergebnisse scheitern am schnöden Mammon

Der Bildungsblog http://bildung.twoday.net/stories/4111005/ berichtetet über die Krtik an der Pisa Studie und den üblichen Blick auf die Gewinnerländer der Studie, vor allem auf Finnland. Dann werden die Entscheidenden Unterschiede aufgeführt:

In Finnland bleiben die Kinder neun Jahre im selben Klassenverband. Der Schulbesuch ist kostenlos, so auch mittags die warme Mahlzeit, Lehrmittel und der Transport in die Schule. Auch wenn der soziale Hintergrund der Eltern in Finnland keine Rolle mehr für den Schulbesuch spielt, sind dennoch nicht alle Schüler gleich, sie lernen unterschiedlich schnell und auch in Finnland spielen Verhaltensprobleme eine Rolle. Hier gilt der Grundsatz: Individuell und in Kleingruppen unterrichten statt selektieren. Schulpsychologen und Sonderpädagogen unterstützen diejenigen, die Lernschwierigkeiten haben und sorgen so für Chancengleichheit.

Super: Wenn man doch weiß, wie es geht, warum mach Deutschland es nicht auch so? Ganz einfach: Kein Geld. Oder keines, dass die Regierung dazu abstellen kann. Denn kostenlose Lehrmittel, Essen, Transport kosten Geld. Ebenso wie das Mehr an Personal, das für den Unterricht in Kleingruppen abgestellt werden müsste. Ganz zu Schweigen davon, dass die Lehrer durch ein deutliches Gehaltsplus vielleicht auch motivierter zu Werke gingen. Wer also konstruktive Änderungsvorschläge machen will, sollte auch den finanziellen Rahmen berücksichtigen: Entweder Geld woanders einsparen, welches beschaffen – oder die Ideen richten sich nach den Finanzen.
Dann klappts auch mit Pisa.


Eine Replik auf Frank Heinrichs Beitrag zur Bildungsmisere: In Deutschland fehlen innovative Ideen

Simone | Janson, 18. 04. 2013:

Unser Autor und Referent Frank Heinrich, Leiter der Stensington Akademie, ehemaliger Unternehmenssprecher von SAT.1 und Berater des Prime Ministers Office von Luxemburg, hat in seinem aktuellen Artikel auf das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit im deutschen Bildungswesen hingewiesen. Ein Beispiel … Weiterlesen →


Mit Verhandlungs-Geschick zum perfekten Deal: Zur Not tuts auch Win-Loose

Oliver | Ibelshäuser, 07. 05. 2013:

Win-Win ist schön, führt aber, wenn man nicht aufpasst, schnell zu Win-Loose. Ein klasse Verhandlungsbuch für die harten Fälle ( in denen es darum geht, für sich oder die Firma das Maximum herauszuholen) hat jetzt Jack Nasher geschrieben. Nicht punkten, … Weiterlesen →


Schulabgänger bei Ihren Berufs-Wünschen abholen: Was ist dein Ding?

Oliver | Ibelshäuser, 02. 04. 2013:

Richard Nelson Bolles ist einer der weltweit führenden und einflussreichsten Experten für Karriere- und Lebensplanung. Die von ihm entwickelte Life-Work-Planning-Methode wird an verschiedenen Hochschulen gelehrt. Dabei geht es ganz schlicht um die Berufswahl, wohl eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein … Weiterlesen →


Kommentare & Reaktionen

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  • oliver

    Hallo! Wenn Deutsche nicht immer seufzen würden viele “unnötige” Steuern zu zahlen, und eine MWst. von teilweise 22 % nicht als “Abzockerei” betrachtet würde könnte sich Deutschland Pisa Erfolge auch leisten – zumindest erstmal monetär.

    Der Rest der “Infrastrukturbedingungen” die in Finnland gegeben sind, sollten auch ab und zumal betrachtet und genannt werden. Die sind nämlich sehr, sehr anders und erklären aber auch einen hohen Anteil der Erfolge. Da dieses aber nicht geschieht wird die ganze Debatte über Pisa und Finnland sehr, sehr einseitig und vereinfachend geführt.

    Viele Grüsse von einem der auszog Pisaland selbst zu erkunden.
    Oliver

  • http://berufebilder.de Simone Janson

    Ja, stimmt, das hatte ich noch erwähnenwollen, die strukturellen Bedingungen – vermutlich ohnhin weniger Schüler und evtl. auch mehr Muttersprachler – das war ja auch das Problem im bundesinterenen PISA-Vergleich. Und es ärgert mich auch immer, dass beim “woanders-hingucken” solche Aspekte vergessen werden.

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