Hessen: Gibts bald die Studiengebühren zurück? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Hessen: Gibts bald die Studiengebühren zurück?



Das Land Hessen suggeriert, dass Protesteste sich manchmal auch auszahlen können. Und wir erklären, wie das geht:


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Das hessische Wissenschaftsministerium zum Thema

dass im Falle eines Erfolges der Klagen beim Staatsgerichtshof alle Studierenden ihre bis dahin gezahlten Studiengebühren zurückerhalten würden. Es sei nicht nötig, individuell einen Widerspruch gegen die Gebühr einzulegen.

Allerdings warnt die Website Studis Online ausdrücklich davor, auf diese Suggestion hereinzufallen. Jedenfalls könne man die Erklärung des Ministeriums keinesfalls so werten, dass das Ministerium selbst Zweifel an seinem Gesetz bekommen hat und die Chancen für einen Erfolg der Klage gestiegen seien.

Hessen will Boykott der Studiengebühren entgehen

Viel eher versucht man in Hessen offenbar, dem drohenden Boykott von Studiengebühren zu entgehen und den Hochschulen jede Menge Unmus zu ersparen. Denn: Warum sollte jemand boykottieren (und das Risiko einer Exmatrikulation eingehen – so die Suggestion der Politik), wenn er doch einfach abwarten kann, was das Gericht entscheidet.

Wenn es sich gegen Gebühren ausspricht – wunderbar. Wenn nicht, dann hätte doch auch ein Boykott nichts genutzt.

Bitte nicht darauf verlassen

Darauf sollten sich aber Studenten nicht verlassen, sondern dennoch wie geplant die Studiengebühren Boykottieren. Ein Risiko ist bis zur ersten Mahnung fast nicht vorhanden. Und ohne Mahnung (natürlich sollte der Hochschule die aktuelle Adresse vorliegen, damit diese einen auch erreichen kann – nicht Annahme hilft nicht!) kann nicht exmatrikuliert werden.

Schließlich: Eine Garantie, dass der Staatsgerichtshof gegen Gebühren entscheidet , kann niemand geben – auch wenn die die Hoffnung auf einen solchen Entscheid nicht grundlos ist. Die Chancen, dass der Gerichtshof die Gebühren nicht bemängelt, ist aber auch nicht gerade klein.

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