Warum man bloggen sollte: Bloggen als Marketingmaßnahmen

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Irgendwie erinnert der Hype um das Web 2.0 doch ein wenig an 1999: Da wird gebloggt bis die Schwarte kracht, Online-Netzwerke schießen aus dem Boden und jeder will mitmachen beim Web 2.0. Und ich frage mich nicht erst seit heute, wann denn diese Euphorie vorbei sein wird, denn: Bloggen wirklich all die vielen Menschen aus reiner Freude am bloggen?

Bloggen – ein uneigennütziges Hobby?

Wohl kaum, die meisten Blogger versprechen sich davon irgendwas – wahlweise Werbeeinnahmen, Kontakte, als Autor entdeckt zu werden, neue Aufträge, ein besseres Suchmaschinenranking oder sonst was. Web 2.0 fürs Marketing also.

Ähnlich ist das mit den zahllosen Internetcommuneties, die da aus dem Boden schießen: Eigentlich sollen sie in irgendeiner Form Gewinn abwerfen. Bislang dienen Sie aber vor allem der Imagepflege derjenigen, die wie Ebay (Skype) oder Murdoch (MySpace) die Portale für teueres Geld aufgekauft haben. Mehr dazu im Manager Magazin.

Abnehmende Euphorie?

Und eigentlich sollen sie Gewinn abwerfen. Doch in der Praxis sind viele Internetuser weder bereit, für die Netzwerkdienstleistungen noch für den Blogcontent, und sei er auch noch so gut, zu zahlen. Das wird die Euphorie mit der Zeit vermutlich abmildern.

Erinnert auch alles ein wenig an den New-Economy-Hype 1999, als alle dachten, Internet sei die Goldgrube schlechthin – und eine Firmenpleite der nächsten folgt. Denn als langfristige Geschäfsidee taugen weder Online-Netzwerke noch Blogs etwas – da muss noch etwas folgen, für das die User auch bereit sind zu zahlen. Nur – was?

Vom StartUp zum Humankapital

Der Media Blog weist immerhin darauf hin, das das Platzen der Web-2.0.-Blase nicht zwangsläufig nur negativ sein muss. Denn durch Web-2.0-Start-Ups werde Humankapital gebildet, das dann wieder in neue Firmen in Media Blog vestiert werden könne.

Sprich, selbst wenn eine Firma Pleite geht, gründen deren Ex-Angestellte zig neue Firmen. Wie auch damals aus den New-Economy-Pleiten neue Firmen entstanden, die es zum Teil heute noch gibt (neben denjenigen, die den New-Economy-Crash überlebt haben).


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